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Vision für ein zukünftiges Superintelligenz Protokoll
Dr. Michael Gebert Donnerstag, 11. April 2024 von Dr. Michael Gebert

Vision für ein zukünftiges Superintelligenz Protokoll

Ist die Zukunft der Künstlichen Intelligenz dezentral?

Die rasanten Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz in den letzten Jahren haben bei vielen Menschen gleichermaßen Faszination und Besorgnis ausgelöst. Insbesondere seit dem Durchbruch der großen Sprachmodelle wie ChatGPT Anfang 2023 ist das Thema KI endgültig im Mainstream angekommen. Doch viele Experten glauben, dass die jüngsten Entwicklungen nur ein Vorgeschmack dessen sind, was in den kommenden Jahren auf uns zukommen wird: Die Entstehung einer Künstlichen Generellen Intelligenz und schließlich einer Künstlichen Superintelligenz (ASI), die der menschlichen Intelligenz weit überlegen sein wird. Doch wer wird diese mächtigen Technologien kontrollieren? Werden es die großen Tech-Konzerne und das Militär sein - oder wird es gelingen, AGI und ASI von Anfang an als dezentrale, demokratische und gemeinwohlorientierte Projekte zu gestalten? Eine spannende neue Initiative, die sich genau dies auf die Fahnen geschrieben hat, ist die kürzlich verkündete "Artificial Superintelligence Alliance" (ASI Alliance) - ein Zusammenschluss der führenden dezentralen KI-Plattformen SingularityNET, Fetch.ai und Ocean Protocol.

Wer die jüngsten Schlagzeilen über die Fähigkeiten von ChatGPT, Midjourney, Stable Diffusion und Co. verfolgt hat, mag zu der Einschätzung gelangen, dass eine menschenähnliche Künstliche Intelligenz schon in greifbarer Nähe ist. Tatsächlich stellen die großen Sprachmodelle einen enormen technologischen Durchbruch dar. Sie können nicht nur täuschend menschenähnliche Texte generieren, sondern auch anspruchsvolle Aufgaben wie Programmieren oder juristische Analysen bewältigen - und das mit minimalem Training. Dennoch sind sich die meisten KI-Forscher einig, dass zu einer vollwertigen AGI noch wesentliche Puzzleteile fehlen. Dazu gehören unter anderem Fähigkeiten wie schlussfolgerndes Denken, Transferlernen, Kreativität und Abstraktionsvermögen. An diesen Herausforderungen arbeiten KI-Labore in aller Welt mit Hochdruck. Der Turing-Award-Preisträger Yann LeCun verglich den aktuellen Stand kürzlich mit der Situation der Luftfahrt um 1920: Man habe mit den LLMs etwas entwickelt, das schon ziemlich gut fliegen kann - aber eben noch kein Düsenflugzeug.

Allerdings beschleunigt sich die Entwicklung rasant. Der Computerpionier Ray Kurzweil, der für seine präzisen technologischen Prognosen bekannt ist, sagte 2005 das Erreichen einer AGI für das Jahr 2029 voraus. Aus heutiger Sicht scheint das immer noch realistisch zu sein. Kurzweil ging damals davon aus, dass der Übergang von der AGI zur Superintelligenz (dem oft zitierten "technologischen Singularitätspunkt") dann noch einmal 16 Jahre dauern würde, also bis 2045. Doch viele Experten glauben inzwischen, dass AGI-Systeme den Weg zur ASI dramatisch abkürzen könnten - möglicherweise auf nur wenige Jahre oder sogar Monate.

Die Vision der ASI Alliance

Angesichts dieser atemberaubenden und gleichzeitig beunruhigenden Aussichten stellt sich eine entscheidende Frage: Wer wird die Kontrolle über die nahende Superintelligenz haben? Die Gründer von SingularityNET, Fetch.ai und Ocean Protocol - Dr. Ben Goertzel, Humayun Sheikh, Trent McConaghy und Bruce Pon - sind der festen Überzeugung, dass AGI und ASI von Anfang an als dezentrale, demokratische und gemeinwohlorientierte Technologien entwickelt werden müssen. Andernfalls bestehe die große Gefahr, dass sich mächtige Einzelinteressen der Superintelligenz bemächtigen und sie für ihre Zwecke missbrauchen. Das könnte katastrophale Folgen für die Menschheit haben. Deshalb haben die drei Projekte nun ihre Kräfte gebündelt, um die Vision einer "Decentralized Beneficial Superintelligence" Wirklichkeit werden zu lassen.

SingularityNET wurde bereits 2017 mit der expliziten Mission gegründet, auf die Entwicklung einer dezentralen, demokratischen AGI hinzuarbeiten. Die Plattform ermöglicht es, KI-Dienste auf einer Blockchain zu handeln und zu kombinieren. Im Laufe der Jahre wurde ein ganzes Ökosystem an KI-Anwendungen und eine starke Community aufgebaut. Mit dem OpenCog-Framework verfolgt SingularityNET zudem einen vielversprechenden Ansatz, um eine AGI schrittweise aus der Kombination unterschiedlicher KI-Methoden entstehen zu lassen.

Fetch.ai bietet eine Infrastruktur für den Einsatz autonomer Software-Agenten in der Praxis, etwa in den Bereichen Lieferketten, Finanzen oder Mobilität. Damit verfügt Fetch über enormes Know-how, wenn es darum geht, KI-Anwendungen in der realen Welt nutzbar zu machen. Auch hier erfolgt alles über eine dezentrale Blockchain, ergänzt um eine hochperformante KI-Infrastruktur im Hintergrund.

Ocean Protocol wiederum hat sich auf das Thema Daten spezialisiert - die essentielle Grundlage für leistungsfähige KI-Systeme. Die Ocean-Plattform ermöglicht den sicheren, dezentralen Austausch und Handel von Daten unter Wahrung von Datenschutz und Urheberschutz. Auch hier sorgt die Blockchain-Technologie für Transparenz, Sicherheit und faire Beteiligung aller Akteure. Mit dem "Compute-to-Data"-Ansatz erlaubt es Ocean zudem, Modelle direkt auf den Daten zu trainieren, ohne dass diese ihren sicheren Speicherort verlassen müssen.

Jede dieser drei Plattformen hat in den vergangenen Jahren beeindruckende Fortschritte gemacht - sowohl technologisch als auch im Aufbau eines lebendigen Ökosystems und einer engagierten Community. Doch den Gründern ist bewusst: Um mit den enormen Ressourcen der großen Tech-Konzerne Schritt halten und bei der Entwicklung von AGI und ASI wettbewerbsfähig sein zu können, müssen die dezentralen Kräfte massiv aufgestockt und enger verzahnt werden. Genau hier setzt die ASI Alliance an. Durch die "Fusion" der Tokens AGIX (SingularityNET), FET (Fetch.ai) und OCEAN zu einem gemeinsamen Token $ASI werden die Anreize über die Projektgrenzen hinweg vereinheitlicht und auf die Mission "Decentralized Beneficial Superintelligence" ausgerichtet. Die konkreten Synergien sind vielfältig - von der Verknüpfung von SingularityNETs OpenCog-Framework mit den realen Anwendungen von Fetch.ai bis hin zur Nutzung von Ocean Protocol für das sichere, gemeinwohlorientierte Management der riesigen Datenmengen, die AGI- und ASI-Systeme benötigen werden.

Drei Säulen, um die Vision Wirklichkeit werden zu lassen

  • Die eigentliche Entwicklung von Künstlicher Superintelligenz, und zwar gleich über vier parallele, sich ergänzende technologische Pfade: Weiterentwicklung großer Sprachmodelle, hybride symbolisch-neuronale Ansätze, "Weltmodelle" mit agentenbasierten Simulationen, und die Emergenz von Intelligenz aus dem Zusammenspiel einfacher Agenten.

  • Praktische KI-Anwendungen, die schon heute einen echten Mehrwert liefern und so auch einer breiten Öffentlichkeit die Potenziale von dezentraler KI vor Augen führen. Dabei werden die verschiedenen technologischen Komponenten der drei Plattformen schrittweise zu einem vereinheitlichten, leistungsfähigen "Tech-Stack" zusammengeführt.

  • Die massive Skalierung von dezentraler Rechenleistung, um den exponentiell steigenden Bedarf von KI, AGI und ASI zu decken - sowohl durch technische Innovationen als auch durch ökonomische Anreize über das gemeinsame $ASI-Token.

Das erklärte Ziel der ASI Alliance ist es, innerhalb von drei bis acht Jahren eine dezentrale, demokratische und gemeinwohlorientierte AGI zu erreichen - und den Übergang zur ASI proaktiv im Sinne der Menschheit zu gestalten. So utopisch das in manchen Ohren klingen mag: Die Gründer und Communities von SingularityNET, Fetch.ai und Ocean Protocol haben in den vergangenen Jahren bereits bewiesen, dass sie ihre Vision entschlossen und professionell in die Tat umsetzen können. Mit der Bündelung ihrer Kräfte unter dem gemeinsamen Dach der ASI Alliance treten sie nun noch stärker und fokussierter an, um die KI-Zukunft aktiv im Sinne der Allgemeinheit zu gestalten. Die technologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen auf diesem Weg sind enorm - aber angesichts der Tragweite des Themas ist der Einsatz allemal lohnenswert. Die spannende Frage wird sein, ob es der ASI Alliance und vergleichbaren Initiativen gelingen kann, gegenüber den zentralisierten Big-Tech-Giganten wettbewerbsfähig zu sein oder diese sogar zu überholen. Aber selbst wenn am Ende ein Wettlauf "Hase gegen Igel" bliebe, wäre es aus Sicht des Gemeinwohls von enormem Wert, mit einer starken dezentralen Alternative im Rennen zu sein. Noch ist die Zukunft der Superintelligenz nicht entschieden - und die ASI Alliance ist wild entschlossen, ihren Anspruch auf diese Zukunft geltend zu machen.


Das Visions-Papier der Artificial Superintelligence Alliance aus dem April 2024 zum Einlesen:

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