+++ DAS KI EXPERTENFORUM FEIERT SEINEN ERSTEN GEBURTSTAG! +++

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  • Oliver Schwartz Sonntag, 9. Juni 2024 von Oliver Schwartz

    Voice-Cloning ist zu Recht ein sensibles Thema

    Ist Sky ein Double von Scarlett?

    Rund um den Launch-Event für ChatGPT 4 Omni von OpenAI wurde bekannt, dass die US-amerikanische Schauspielerin Scarlett Johansson vorwürfe gegen den KI-Pionier erhebt. Es geht um ihre Stimme! Die KI-Stimme „Sky“ von OpenAI soll ein unautorisierter Clone der Stimme des 39-jährigen Hollywood-Stars sein. Die Nachricht machte schnell die Runde und die „Krisenkommunikation“ des Unternehmens brauchte eine Zeitlang, um in Gang zu kommen. Alle latenten Kritiker von Sam Altman waren umgehend am Start und befeuerten den Verdacht. Was jedoch zu kurz kam, war eine generelle Reflektion des Thema Voice-Cloning.

    Ein wenig boulevardesk zusammengefasst lesen sich die Vorwürfe so: Sam Altman ist ein großer Fan von Scarlett Johansson und wollte sie überreden, als Prominente die weiteren, gecasteten, Clone-Stimmen von Profi-Sprecherinnen und Sprechern zu ergänzen. Das war vor über einem Jahr und die Schauspielerin und Sängerin sagte schnell ab. Kein Wunder, denn ein solcher Lizenzdeal ist zum heutigen Zeitpunkt eine Wette mit vielen Unbekannten. Open AI soll dann angeblich trotzdem ihre Stimme gecloned und als „Sky“ veröffentlicht haben. Der Vorwurf der Schauspielerin hat nur deshalb einen Zusammenhang mit dem aktuellen Launche-Event, da das Thema „Voice“ dort eine zentrale Rolle spielte und Altman kurz vorher einen nebulösen Social-Media-Post mit einem Filmtitel von Johansson veröffentlicht hat.

    OpenAI reagierte und pausierte relativ zügig die Bereitstellung von „Sky“. Wenige Tage später folgte ein umfangreiches PR-Statement: „Die Stimme von Sky ist nicht die von Scarlett Johansson und es war auch nie beabsichtigt, dass sie ihrer ähnelt. Wir haben die Synchronsprecherin für die Stimme von Sky ausgewählt, bevor wir uns an Frau Johansson gewandt haben. Aus Respekt vor Frau Johansson haben wir die Verwendung von Sky´s Stimme in unseren Produkten ausgesetzt. Es tut uns leid, dass wir nicht besser kommuniziert haben.“

    Die Stimmen Breeze, Cove, Ember, Juniper und Sky seien nach einem Casting mit über 400 Profisprechern gesampelt worden. OpenAI weiter: „Wir unterstützen die kreative Community und haben eng mit der Synchronsprecherbranche zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass wir die richtigen Schritte unternommen haben, um die Stimmen von ChatGPT zu besetzen. Jeder Schauspieler erhält eine Vergütung, die über dem Marktdurchschnitt liegt, und diese wird so lange weitergehen, wie seine Stimmen in unseren Produkten verwendet werden. Wir sind der Meinung, dass KI-Stimmen nicht absichtlich die unverwechselbare Stimme einer Berühmtheit imitieren sollten – Die Stimme von Sky ist keine Imitation von Scarlett Johansson, sondern die einer anderen professionellen Schauspielerin, die ihre eigene natürliche Sprechstimme verwendet. Um ihre Privatsphäre zu schützen, können wir die Namen unserer Sprecher nicht weitergeben.“

    Gerade die letzte Aussage lieferte wiederum den Kritikern Munition, denn es ist relativ ungewöhnlich, dass eine Profi-Sprecherin nicht genannt werden will. Kurzum, der Streit um die vermeintlich geklaute Stimme der Schauspielerin Scarlett Johansson passte gut in das Bild einer KI-Branche, die bislang beim Training ihrer Sprachmodelle und Lösungen zur Generativen KI wenig Rücksicht auf Urheberrechte genommen haben soll. Erstaunlicherweise ist die Kritik am Voice-Cloning an sich jedoch sehr verhalten. Dabei ist die „Voice Engine“ von OpenAI nur eines von diversen, ähnlichen Projekten, die Sorgen machen sollten.

  • Oliver Schwartz Freitag, 17. Mai 2024 von Oliver Schwartz

    Das neue Omnimodell von OpenAI irrlichtert zwischen Gadget-Klamauk und Science Fiction

    ChatGPT 4o begeistert und irritiert

    Zu Wochenbeginn schaute die KI-interessierte Welt gebannt auf einen Online-Event von OpenAI, der im Vorfeld für die mittlerweile übliche, und sicher auch gewollte, Gerüchteküche sorgte: Wir ChatGPT zur ultimativen Suchmaschine? Ist das die Kampfansage an Google vor Beginn von deren Entwicklerkonferenz? Was sagt eigentlich Microsoft zu den kolportierten Such-Ambitionen ihres Investments? Und bekommen wir ein überragendes ChatGPT 5 zu sehen, wie voreilige Medienkollegen und KI-Experten mit voller Überzeugung schon verkündet hatten? Die Antwortet lautet: Nein! Und doch auch: Ja! Denn das vorgestellte ChatGPT 4o, besser ChatGPT 4 Omni, ist weit mehr als ein kleines Update des bisherigen GPT-Modells 4. Es vereint Text, Bilder und Audio und wird selber zu einer Mischung aus Alexa und You.Com, wird zum Dolmetscher, Kundenservice-Agent und Alleinunterhalter. Und ChatGPT 4o wurde darauf trainiert Emotionen zu zeigen. Text, Bild und Audio werden erstmals durchgängig in ein- und demselben neuronalen Netzwerk verarbeitet. Daher der Begriff „Omnimodell“. Soweit beeindruckt das neue KI-Modell von OpenAI mit bislang einzigartigen Fähigkeiten, ist aus Sicht der Entwickler aber eben genau das: Ein neues Modell, das zwar bisherige Einschränkungen von GPT 3.5 oder GPT 4 aufhebt oder minimiert, aber dennoch keine direkte Weiterentwicklung ist. Mit ChatGPT 4o betritt der Anbieter Neuland und kratzt, wie er selber sagt, erst einmal an der Oberfläche noch viel weitreichender Fähigkeiten.

    Die Resonanz auf die Neuvorstellung kann man mit Fug und Recht als euphorisch bezeichnen! Aber zu Recht? Die Headlines übertreffen sich in Superlativen und die Experten orakeln schon von neuen disruptiven Wellen in diversen Branchen, wie zum Beispiel dem Callcenter-Business. Die Launch-Show am vergangenen Montag war eine Mischung zwischen Gadget-Klamauk und Science Fiction und wenn OpenAI uns nicht schon bewiesen hätte, dass sie derzeit die Welt der Generativen KI dominieren, hätte man das ganze auch für ein schlecht gefaktes Schmierentheater halten können. Denn ChatGPT 4o spricht nicht mehr wie Alexa oder Siri oder anderer synthetische Stimmen sondern klingt ähnlich irritierend, als wäre die Showpraktikantin hinter der Bühne, nervös bis gelangweilt, am Sprechen. Zeitweise klingt die Sprachausgabe des neuen Modells so erschreckend echt nach genau den Callcenter-Agents, die uns alle typischerweise nerven. Etwas höflicher vielleicht. Der Event, im Vorfeld mehrfach verschoben, wirkte reichlich improvisiert und gewollt lässig. Als hätte eine Studiengruppe in die Aula oder den Hörsaal geladen um erste lustige Versuchsanordnungen zu demonstrieren. Und dennoch ist ChatGPT 4o ein weiterer Meilenstein im derzeitigen Überschall-Wettflug der verschiedenen KI-Mega-Airlines. Eine Business-Adaption wurde nur angedeutet. Viel zu sehr gefällt sich OpenAI derzeit in einer Plattform-Rolle und möchte seinen Drittanbieter-Marktplatz für sogenannte GPTs zu einem ähnlich lukrativen Business ausbauen, wie die App-Marktplätze für iOS und Android. Dazu passte dann auch die Nachricht, dass ab sofort der Zugriff auf alle Modelle von ChatGPT -mit kleinen Einschränkungen- kostenlos möglich ist.

  • Dr. Michael Gebert Freitag, 10. Mai 2024 von Dr. Michael Gebert

    Weckruf für Europas Zukunft des Lernens

    Künstliche Intelligenz revolutioniert die Bildungslandschaft

    Die Zukunft des Lernens hat längst begonnen - und Künstliche Intelligenz spielt dabei eine Schlüsselrolle. Wie der aktuelle Insight Report des Weltwirtschaftsforums zeigt, birgt der Einsatz von KI im Bildungsbereich enormes Potenzial. Doch wo genau liegen die Chancen? Und welche Herausforderungen gilt es zu meistern? Wir haben uns den Bericht genauer angeschaut. Stellen Sie sich vor, alle Schülerinnen und Schüler erhalten genau die Lerninhalte und -methoden, die er oder sie gerade braucht. Was nach Zukunftsmusik klingt, ist mit KI schon heute möglich. Algorithmen analysieren in Echtzeit Lernfortschritte und -muster und passen Materialien und Aufgaben dynamisch an. Individuelle Förderpläne, die früher Lehrkräfte Stunden gekostet haben, entstehen wie von Zauberhand. Das Ergebnis: motiviertere Lernende und bessere Lernergebnisse.

    Klassenarbeiten korrigieren, Noten berechnen, Zeugnisse schreiben - die Leistungsbewertung ist ein zeitraubender Kraftakt für Lehrkräfte. KI kann hier spürbar entlasten und wertvolle Ressourcen für die pädagogische Arbeit freischaufeln. Intelligente Systeme übernehmen Routineaufgaben, erkennen Muster in Schülerdaten und geben automatisiert Rückmeldungen. Auch auf Systemebene eröffnen sich neue Möglichkeiten: Frühwarnsysteme identifizieren Problemfelder und unterstützen datengestützt Entscheidungen. Während in den Vereinigten Arabischen Emiraten KI-gestützte Tutoren bereits Einzug in den Matheunterricht halten, hinken Deutschland und Europa bei der digitalen Transformation des Bildungswesens hinterher. Das jüngste Beispiel aus dem Wüstenstaat verdeutlicht eindrucksvoll, welche Möglichkeiten Künstliche Intelligenz für das Lernen der Zukunft bietet - und wie groß der Handlungsbedarf hierzulande ist.

    Weniger Verwaltung, mehr Gestaltung - das ist die Devise, wenn es um den Lehrerberuf der Zukunft geht. KI kann dabei helfen, indem es administrative Tätigkeiten automatisiert und Lehrkräfte in ihrer Arbeit unterstützt. Aufgaben wie Unterrichtsvorbereitung, Datenmanagement oder Elternkommunikation lassen sich digital abbilden und teilweise delegieren. Das schafft Freiräume für das, was wirklich zählt: die individuelle Förderung und Begleitung von Schülern.

  • Dr. Michael Gebert Dienstag, 30. April 2024 von Dr. Michael Gebert

    Empathische KI im Spannungsfeld von Innovation und Regulierung

    KI mit Einfühlungsvermögen

    Die Welt der künstlichen Intelligenz steht an der Schwelle zu einer neuen Ära. Mit dem Empathic Voice Interface des mit über 50 Millionen USD finanzierten New Yorker Start-Up Hume betritt eine KI die Bühne, die nicht nur sprachlich mit Menschen kommunizieren, sondern auch auf deren Emotionen reagieren kann. Diese empathische KI verspricht, die Art und Weise, wie wir mit Maschinen interagieren, grundlegend zu verändern. Das Herzstück von EVI ist ein empathisches großes Sprachmodell, das die Prosodie - also Tonfall, Rhythmus und Klangfarbe - menschlicher Sprache analysiert. Dadurch kann EVI die Stimmung und den emotionalen Zustand des Gegenübers erkennen und darauf eingehen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sprachassistenten antwortet EVI nicht nur sachlich korrekt, sondern auch einfühlsam und situationsangemessen. Diese Fähigkeit eröffnet völlig neue Möglichkeiten für den Einsatz von KI im Kundenservice, im Gesundheitswesen oder in der Therapie. Eine KI, die Verständnis und Mitgefühl zeigt, könnte die Hemmschwelle senken, sich einer Maschine anzuvertrauen. Sie könnte Menschen in Krisensituationen unterstützen oder einsamen Menschen Gesellschaft leisten.

    So vielversprechend die Technologie ist, wirft sie auch ethische Fragen auf. Wie stellen wir sicher, dass eine empathische KI die Privatsphäre und Autonomie des Einzelnen respektiert? Dass sie nicht manipulativ eingesetzt wird? Dass der Nutzer jederzeit die Kontrolle behält? Um Missbrauch zu verhindern, braucht es robuste Regulierungsrahmen. Regierungen, Unternehmen und Interessengruppen müssen zusammenarbeiten, um Leitlinien und Kontrollmechanismen zu entwickeln. Nur so kann das Potenzial der Technologie zum Wohle der Gesellschaft genutzt werden.

  • Dr. Michael Gebert Donnerstag, 11. April 2024 von Dr. Michael Gebert

    Vision für ein zukünftiges Superintelligenz Protokoll

    Ist die Zukunft der Künstlichen Intelligenz dezentral?

    Die rasanten Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz in den letzten Jahren haben bei vielen Menschen gleichermaßen Faszination und Besorgnis ausgelöst. Insbesondere seit dem Durchbruch der großen Sprachmodelle wie ChatGPT Anfang 2023 ist das Thema KI endgültig im Mainstream angekommen. Doch viele Experten glauben, dass die jüngsten Entwicklungen nur ein Vorgeschmack dessen sind, was in den kommenden Jahren auf uns zukommen wird: Die Entstehung einer Künstlichen Generellen Intelligenz und schließlich einer Künstlichen Superintelligenz (ASI), die der menschlichen Intelligenz weit überlegen sein wird. Doch wer wird diese mächtigen Technologien kontrollieren? Werden es die großen Tech-Konzerne und das Militär sein - oder wird es gelingen, AGI und ASI von Anfang an als dezentrale, demokratische und gemeinwohlorientierte Projekte zu gestalten? Eine spannende neue Initiative, die sich genau dies auf die Fahnen geschrieben hat, ist die kürzlich verkündete "Artificial Superintelligence Alliance" (ASI Alliance) - ein Zusammenschluss der führenden dezentralen KI-Plattformen SingularityNET, Fetch.ai und Ocean Protocol.

    Wer die jüngsten Schlagzeilen über die Fähigkeiten von ChatGPT, Midjourney, Stable Diffusion und Co. verfolgt hat, mag zu der Einschätzung gelangen, dass eine menschenähnliche Künstliche Intelligenz schon in greifbarer Nähe ist. Tatsächlich stellen die großen Sprachmodelle einen enormen technologischen Durchbruch dar. Sie können nicht nur täuschend menschenähnliche Texte generieren, sondern auch anspruchsvolle Aufgaben wie Programmieren oder juristische Analysen bewältigen - und das mit minimalem Training. Dennoch sind sich die meisten KI-Forscher einig, dass zu einer vollwertigen AGI noch wesentliche Puzzleteile fehlen. Dazu gehören unter anderem Fähigkeiten wie schlussfolgerndes Denken, Transferlernen, Kreativität und Abstraktionsvermögen. An diesen Herausforderungen arbeiten KI-Labore in aller Welt mit Hochdruck. Der Turing-Award-Preisträger Yann LeCun verglich den aktuellen Stand kürzlich mit der Situation der Luftfahrt um 1920: Man habe mit den LLMs etwas entwickelt, das schon ziemlich gut fliegen kann - aber eben noch kein Düsenflugzeug.

    Allerdings beschleunigt sich die Entwicklung rasant. Der Computerpionier Ray Kurzweil, der für seine präzisen technologischen Prognosen bekannt ist, sagte 2005 das Erreichen einer AGI für das Jahr 2029 voraus. Aus heutiger Sicht scheint das immer noch realistisch zu sein. Kurzweil ging damals davon aus, dass der Übergang von der AGI zur Superintelligenz (dem oft zitierten "technologischen Singularitätspunkt") dann noch einmal 16 Jahre dauern würde, also bis 2045. Doch viele Experten glauben inzwischen, dass AGI-Systeme den Weg zur ASI dramatisch abkürzen könnten - möglicherweise auf nur wenige Jahre oder sogar Monate.

  • Dr. Michael Gebert Dienstag, 26. März 2024 von Dr. Michael Gebert

    Visionen für die Zukunft von OpenAI

    Mastermind Sam Altman

    Kaum ein Unternehmen treibt diese Entwicklung so entscheidend voran wie OpenAI unter der Führung von Sam Altman. Mit bahnbrechenden Systemen wie GPT-4, ChatGPT und DALL-E hat OpenAI in den letzten Monaten für Furore gesorgt und die Möglichkeiten und Grenzen der KI neu definiert. Doch was sind die Visionen und Pläne hinter diesen beeindruckenden Durchbrüchen? Welche Herausforderungen sieht Sam Altman auf dem Weg zur Entwicklung einer Artificial General Intelligence (AGI) und wie will er diese meistern? In einem ausführlichen Interview mit Lex Fridman gewährt uns der OpenAI-CEO spannende Einblicke in seine Gedankenwelt und skizziert die nächsten Schritte auf einer Reise, die unsere Welt grundlegend verändern könnte. Lex Fridman ist bekannt für seine langen, tiefgründigen Gespräche mit oft kontroversen Persönlichkeiten. Durch seine freundliche, zugewandte Art entlockt er seinen Gesprächspartnern häufig Aussagen, die tief blicken lassen. Das über zweistündige Interview mit Sam Altman ist ein Dokument der Zeitgeschichte, das es wert ist, genau zuzuhören.

    Rückblickend markieren Systeme wie ChatGPT und GPT-4 wichtige Meilensteine, die das enorme Potential von Large Language Models (LLMs) verdeutlichen. Doch Sam Altman möchte diese Errungenschaften nicht überbewerten. Aus seiner Sicht stehen wir noch ganz am Anfang einer Entwicklung, die in den nächsten Jahren rasant an Fahrt aufnehmen wird. GPT-4 ist zweifellos beeindruckend, doch im Vergleich zu dem, was in naher Zukunft möglich sein wird, wirkt es in Altmans Augen fast schon "erbärmlich". Der OpenAI-Chef erwartet, dass der Sprung von GPT-4 zu GPT-5 ähnlich groß sein wird wie jener von GPT-3 zu GPT-4. Trotz der medialen Aufmerksamkeit hält sich Altman mit einer eindeutigen Definition von AGI zurück. Für ihn ist es wenig zielführend, den Blick auf einen schwammigen Meilenstein zu richten. Stattdessen plädiert er dafür, die kontinuierlichen Fortschritte anhand konkreter Fähigkeiten zu messen. Erst wenn ein System die Geschwindigkeit wissenschaftlicher Entdeckungen signifikant steigern kann, wäre für Altman ein entscheidender Durchbruch erreicht. Gleichzeitig erwartet er, dass wir bis zum Ende des Jahrzehnts, vielleicht auch früher, Systeme entwickelt haben, die uns mit ihren Fähigkeiten in Staunen versetzen werden.

  • Dr. Michael Gebert Dienstag, 19. März 2024 von Dr. Michael Gebert

    CIA setzt auf Kooperation mit Tech-Giganten

    KI und Geheimdienste

    In unserer zunehmend digitalisierten Welt führt kein Weg mehr an Künstlicher Intelligenz vorbei. Dabei macht die rapide technologische Entwicklung auch vor Behörden wie Geheimdiensten nicht halt. Ganz im Gegenteil - sie sehen sich einem wachsenden Druck ausgesetzt, die Möglichkeiten von KI für sich zu nutzen, um im internationalen Wettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren. Doch wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Denn der Einsatz von KI durch Nachrichtendienste birgt neben Chancen auch große Risiken und ethische Herausforderungen. Es ist ein schmaler Grat zwischen dem legitimen Interesse an nationaler Sicherheit und dem Schutz der Privatsphäre der Bürger. Ein Blick in die USA zeigt, wie Geheimdienste und Tech-Industrie enger zusammenrücken - und wohin das führen kann.

    KI-Systeme können Geheimdiensten wie der CIA dabei helfen, riesige Datenmengen effektiv auszuwerten und Muster zu erkennen, die einem menschlichen Analysten verborgen bleiben. Sie versprechen Vorteile bei der Observierung von Zielpersonen oder der Abwehr von Cyberangriffen. Doch zugleich wächst die Sorge vor einem Kontrollverlust. Was ist, wenn die Algorithmen Vorurteile und Verzerrungen verstärken? Oder die Technik versehentlich zu viel über Individuen lernt und in falsche Hände gerät? Hinzu kommen Bedenken hinsichtlich der Erklärbarkeit und Verlässlichkeit von KI. Denn im Geheimdienstbereich sind Unsicherheit und fehlende Nachvollziehbarkeit inakzeptabel. Nicht zuletzt könnten sich Geheimdienste zu abhängig von der Technik machen. KI ersetzt keine menschliche Intelligenz, sondern ergänzt sie lediglich. Gerade im nachrichtendienstlichen Bereich sind Urteilsvermögen, Kreativität und Erfahrung nach wie vor unverzichtbar. Ein zu großes Vertrauen in KI wäre fatal.

  • Dr. Michael Gebert Sonntag, 10. März 2024 von Dr. Michael Gebert

    Kritische Reflexion zur KI-Euphorie

    Abhängigkeiten und Monopole

    Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz, insbesondere der generativen KI, hat eine Goldgräberstimmung in der Technologiebranche ausgelöst. Getrieben von den boomenden Cloud-Geschäften investieren Big-Tech-Unternehmen wie Microsoft, Amazon und Alphabet Milliardenbeträge in den Ausbau ihrer Server-Kapazitäten und den Einsatz von KI. Die Nachfrage nach leistungsfähiger Hardware wie Grafikprozessoren (GPUs) steigt sprunghaft an. Hersteller wie Nvidia und AMD können sich vor Aufträgen kaum retten. Nvidia hat innerhalb eines Jahres den Börsenwert verdreifacht. Der Aktienkurs schoss nach den jüngsten Quartalszahlen binnen eines Tages um 72 Milliarden Dollar nach oben.

    Auch weniger bekannte Player wittern ihre Chance auf einen Teil des Kuchens. Start-ups wie Anthropic, Cohere oder You.com sammeln in rascher Folge Mega-Finanzierungsrunden in Höhe von hunderten Millionen Dollar ein. Sogar Branchenriesen wie Amazon und Microsoft, die eigentlich Konkurrenten sind, schließen punktuell Allianzen, um die Gunst der Stunde für sich zu nutzen. Diese enorme Innovationsdynamik ist faszinierend. Sie lässt einen Hauch des Goldrausches vergangener Zeiten spüren. Mit dem California Gold Rush von 1848/1849, der hunderttausende Glücksritter anlockte, gibt es dabei durchaus Parallelen.

    Damals wie heute schürten neue Technologien die Hoffnung auf schnellen Wohlstand. Die realen Erfolgsgeschichten von Minen-Besitzern und Tech-Pionieren ließen viele den mühsamen Alltag hinter sich lassen und alles auf eine Karte setzen. Scharenweise strömten sie zu den vermeintlichen Quellen des Glücks. So wie seinerzeit einige wenige Bonanzas tatsächlich sagenhafte Reichtümer ans Tageslicht förderten, generieren heute ebenfalls nur wenige Auserwählte in der KI-Branche die ganz großen Gewinne. Für die breite Masse bleibt oft nicht mehr als der Traum von Ruhm und Reichtum.

  • Dr. Michael Gebert Samstag, 2. März 2024 von Dr. Michael Gebert

    Pragmatischer Umgang mit Datenschutz bei KI-Systemen

    KI und Datensicherheit - Ein Drahtseilakt

    Die jüngsten Fortschritte bei großen Sprachmodellen wie GPT-3 haben zu einem regelrechten Hype um Künstliche Intelligenz geführt. Viele Unternehmen und Privatpersonen experimentieren nun damit, diese Modelle für verschiedene Anwendungsfälle einzusetzen. Doch mit dem vermehrten Einsatz von KI sind auch viele Fragen zur Datensicherheit und Privatsphäre aufgekommen. Dieser Artikel soll einen grundsätzlichen Überblick über die wichtigsten Datenschutzaspekte bei der Nutzung von KI-Systemen geben. Fragen dazu gibt es mannigfaltig und praktische Handlungsempfehlungen, wie Unternehmen und Privatpersonen ihre Daten bestmöglich schützen können sind im Umgang mit KI noch rar gesät.

    Große Tech-Unternehmen wie Google, Amazon und Meta haben seit Jahren Zugang zu unseren persönlichen und geschäftlichen Daten. Bislang wurde dieser Datenbestand hauptsächlich für zielgerichtete Werbung genutzt. Mit dem Aufkommen von KI hat sich dies grundlegend geändert. KI-Systeme wie ChatGPT werden immer "schlauer", je mehr Informationen sie konsumieren. Daher besteht nun ein viel größeres Interesse dieser Unternehmen, möglichst viele Daten zu sammeln und in die Entwicklung der KI einfließen zu lassen. Dies wirft viele Fragen zum Datenschutz auf. In der Theorie gelten für KI-Anbieter die gleichen Datenschutzvorschriften wie für andere Unternehmen. In der EU gibt es mit der DSGVO strenge Regeln zum Schutz persönlicher Daten. In der Praxis ist eine lückenlose Kontrolle der Trainingsdaten von KI-Systemen jedoch so gut wie unmöglich. Selbst wenn bestimmte Daten nicht aktiv eingespeist werden, können sie über Umwege in die Trainingssets gelangen. Daher bleibt momentan nur, den KI-Anbietern zu vertrauen, dass sie die selbstgesetzten Richtlinien einhalten. Viele Unternehmen haben diesbezüglich jedoch Zweifel und investieren in den Aufbau privater KI-Systeme, um die Kontrolle über sensible Daten zu behalten.

  • Dr. Michael Gebert Freitag, 23. Februar 2024 von Dr. Michael Gebert

    BCIs, Implantate und KI - Innovation mit Licht und Schatten

    Künstliche Intelligenz an der Schnittstelle zum menschlichen Gehirn

    Die Entwicklung von Hirn-Computer-Schnittstellen (BCI) steht kurz davor, einen großen Sprung nach vorne zu machen. Jahrelang war diese faszinierende Technologie, die eine direkte Kommunikation zwischen menschlichem Gehirn und Computersystemen ermöglicht, weitgehend auf akademische Forschung beschränkt. Doch dank bedeutender Fortschritte in den Bereichen Mikroelektronik, Mikrofertigung, Künstliche Intelligenz und regulatorischer Akzeptanz rückt der Einsatz von BCIs beim Menschen immer näher.

    Stellen Sie sich vor, einen Computer allein durch Ihre Gedanken steuern zu können. Keine Maus, keine Tastatur, keine sprachbasierte Eingabe - nur pure Gedankenkraft. Diese Vision klingt fast zu futuristisch, um wahr zu sein. Doch dank bahnbrechender Fortschritte in der Hirncomputer-Schnittstellen-Technologie wird sie bald Realität. BCIs ermöglichen eine direkte Kommunikation zwischen dem menschlichen Gehirn und künstlicher Intelligenz, wodurch eine völlig neue Form der Mensch-Maschine-Interaktion entsteht.

    BCIs nutzen hochmoderne Maschine-Learning-Algorithmen, um die komplexen biologischen Signale des Gehirns in digitale Daten zu übersetzen. Auf diese Weise entsteht eine direkte Schnittstelle zwischen dem menschlichen Kortex und leistungsstarken Computersystemen. Das Besondere daran ist, dass diese Kommunikation instantan erfolgt - die Gedankenkraft wird unmittelbar in Computersprache übersetzt. Der Schlüssel für diese revolutionäre Technologie liegt in der Kombination von Neurowissenschaft, Materialtechnik und künstlicher Intelligenz.

    Start-ups und Technologieunternehmen arbeiten mit Hochdruck daran, leistungsfähige BCIs für den Massenmarkt zu entwickeln. Ein Schlüsselaspekt ist die Entwicklung winziger Mikroelektroden, die eine stabile physische Verbindung mit dem Gehirn herstellen können. Hier kommen fortschrittliche Halbleiterfertigungstechniken zum Einsatz, um Arrays aus Tausenden von Mikroelektroden herzustellen. Diese winzigen Elektroden werden dann präzise in den Kortex implantiert und erfassen dort die neuronalen Signale mit hoher Auflösung. Ein vollständig integriertes System zeichnet diese Signale auf und überträgt sie drahtlos an externe Computersysteme - das Resultat ist eine Echtzeit-Visualisierung menschlichen Denkens.

  • Oliver Schwartz Sonntag, 18. Februar 2024 von Oliver Schwartz

    Der ernsthafte Einsatz für Kreativ-Profis steht im Vordergrund

    Das KI-Modell Sora erzeugt eindrucksvolle Bewegtbilder

    2023 war das Jahr der Generativen KI. Gefühlt jeden Tag erblickte ein neues Tool das Licht der Welt, das auf den ersten Blick überraschen und faszinieren konnte. Die AI-Junkies wachten Montags als Lichtbildkünstler auf, Dienstags als frischgebackener Grafik-Designer, Mittwochs als Hit-Komponist, Donnerstags als schreibfauler Buchautor und Freitags als Day-Trader mit mächtiger KI-Unterstützung. Viele der Werkzeuge faszinieren nicht diejenigen, deren Talente, erlernte Fähigkeiten und Berufserfahrungen damit in Frage gestellt werden, sondern diejenigen, die gerne mit wenig Mühe etwas sein möchten, was sie nicht sind. Oder diejenigen, die das schnelle Geld in disruptiven Zeiten wittern. Das klingt böse, ist aber das zwingende Fazit aus unendlichen Social-Media-Posts zum Thema. Unstrittig ist aber, dass wie gerade eine Revolution erleben und das sich mit Hilfe der Generativen KI auch viele bislang ungeahnte, nützliche, wertvolle und produktive Chancen eröffnen. Am Ende werden die Werkzeuge sich durchsetzen, die genau das sind: Werkzeuge, für Kreative, für Business-Menschen, für Mediziner, für Umweltschützer, für Menschen, die sich ernsthaft mit einem Thema beschäftigen. Und doch bleibt die Gefahr von Missbrauch, von Fälschungen und Betrug. Die Schnittmenge zwischen ehrenhaftem Prompt-Ingenieur und ruchlosem Fake-News- und Scam-Produzenten war noch nicht so groß wie heute. Und jetzt kommt Sora.

    Das Jahr 2024 beginnt mit einer wirklichen Sensation. Das KI-Modell Sora kann man mit Fug und Recht als weiteren Meilenstein der Generativen Künstlichen Intelligenz bezeichnen und die bisherigen Einblicke, die der Entwickler OpenAI gewährt versprechen das Bewegtbild-Genre nachhaltig zu verändern. Hoffentlich vor allem zu bereichern. Doch dazu mehr in diesem Beitrag. Denn selbst OpenAI spricht davon, dass man kritische Bereiche identifizieren will, bei denen die Fähigkeiten von Sora Risiken darstellen und Schäden verursachen können. Man hat dazugelernt, sucht nun frühzeitig die Öffentlichkeit und stellt ausgewählten bildenden Künstlern, Designern und Filmemachern einen Testzugang zur Verfügung. Außerdem betont man, dass Sora ein hilfreiches Werkzeug für Kreativ-Profis werden soll. Neue Töne im Vergleich zu den disruptiven Gesängen im letzten Jahr, bei denen Jedermann per KI aus heiterem Himmel zum Profi werden sollte. Das ist ein Paradigmenwechsel, der bemerkenswert ist. Dennoch gibt es auch zu Sora schon wieder jede Menge hysterisch-euphorische Begleit-Posts auf Social-Media, die suggerieren, dass der nächste „Mission Impossible“-Blockbuster in Sekundenschnelle auf dem PC im Kinderzimmer oder der Studentenbude entsteht.

    Was macht also Sora? Das KI-Modell kann auf Basis eines Prompts, einer Text-Eingabe, Filmszenen erstellen, die einerseits sehr fantasievoll sein können – andererseits aber auch sehr realistisch. Jede dieser Szenen kann bis zu einer Minute lang sein. Das macht Sora für den professionellen Einsatz geeignet. Außerdem kann die KI bestehende Filmaufnahmen erweitern, verlängern oder manipulieren. Und zu guter Letzt können vorhandene Fotos oder Bilder zu bewegtem Leben erweckt werden. Die Beispiele, die OpenAI zusammen mit den benutzten Prompts bislang veröffentlicht hat sind mehr als beeindruckend. Denn der Hersteller betont, dass alle Samples genau so generiert worden sind und nicht nachträglich bearbeitet oder montiert worden sind. Sora lässt die Welten von klassischen Video- und Filmaufnahmen, von Drohnenflügen, von Special Effekts und von virtuellen Welten verschwimmen. Dies verspricht viele konstruktive und bereichernde Einsatzszenarien, aber bedeutet auch Risiken – denn Sora kann sehr realistisch aussehende Bewegtbilder generieren. Die Szenen wirken realistisch, bleiben aber künstlich erzeugt oder zumindest manipuliert. Und da beginnen die Probleme.

  • Dr. Michael Gebert Freitag, 16. Februar 2024 von Dr. Michael Gebert

    Wie Computer Vision und Deep Learning die Wissenschaft revolutionieren

    KI als Schlüssel für archäologische Sensationen

    Noch vor wenigen Jahren war die Suche nach neuen Ausgrabungsstätten und archäologischen Funden überwiegend mühsame Kleinarbeit. Unzählige Luftbilder mussten von Menschenhand analysiert, Zusammenhänge im Kopf erfasst werden. Heute übernehmen immer öfter intelligente Programme diese Aufgaben - mit verblüffendem Erfolg. Die Künstliche Intelligenz hält endgültig Einzug in einem Bereich, der lange Zeit als zu "menschlich" galt, um ihn zu automatisieren: Die Archäologie. Mithilfe selbstlernender Algorithmen gelingt, was Menschen allein nie schaffen könnten - das systematische Durchsuchen riesiger Datenmengen nach Mustern und Anomalien, die auf archäologische Schätze hinweisen.

    Satellitenaufnahmen, Luftbilder, Bodendaten - all das wird jetzt mit Computer Vision nach potenziellen Ausgrabungsstätten gescreent. Sensoren erkennen charakteristische Farbmuster und Texturen im Untergrund, geometrische Formen, die menschliche Siedlungen verraten, metallische Dichtewerte, unter denen Artefakte schlummern könnten. Kein Wunder, dass so immer mehr unbekannte antike Stätten ans Tageslicht kommen. In Israel beispielsweise förderten KI-Systeme allein im letzten Jahr über 30 bisher nicht dokumentierte historische Areale zutage - einige sogar bis zu 7.000 Jahre alt. Ohne die Unterstützung durch Automatisierung wären viele dieser Entdeckungen aufgrund der Abgeschiedenheit im Niemandsland untergegangen. Zudem helfen Algorithmen, Zusammenhänge zwischen Funden auszumachen, Muster zu erkennen, die Menschen leicht übersehen. Es ist wie ein riesiges Puzzlespiel, bei dem Computer die jeweils passenden Stücke zusammenfügen. Mithilfe von KI können sogar Textfragmente oder zerschellte Keramikscherben wieder zusammengesetzt werden. Das erspart den Archäologen unsägliche Kleinarbeit.

  • Dr. Michael Gebert Montag, 5. Februar 2024 von Dr. Michael Gebert

    Effizienzsteigerung und Fehlerreduktion

    KI als Treiber der Transformation in der Textilindustrie

    Industrie 4.0 hat Industrien durch die Einführung innovativer und disruptiver Technologien wie Künstliche Intelligenz, Cloud Computing und Internet der Dinge (IoT) revolutioniert. Effektivität und Wertschöpfung standen dabei im Mittelpunkt von Industrie 4.0, wohingegen bei Industrie 5.0 Nachhaltigkeit und humanzentrierte Ansätze im Fokus stehen. Die Personalisierung und Zusammenarbeit kreativer und analytischer Fähigkeiten sind Schlüsselanforderungen sowohl von Industrie 4.0 als auch 5.0. Künstliche Intelligenz wird in diesem Zusammenhang als Schlüsselakteur gesehen.

    Die Bekleidungsindustrie wurde in den letzten Jahren durch KI beeinflusst und wandelt sich. Entscheidungsfindung, Trendprognose und Kosteneffektivität gehören zu den Vorteilen der Technologiedurchdringung in der personalintensiven Bekleidungsindustrie. Die Implementierung von Technologien wie maschinellem Lernen, Computer Vision und künstlicher Intelligenz hat der Bekleidungsindustrie verschiedene Möglichkeiten eröffnet. Dieser Artikel unterstreicht die Rolle von KI bei der Transformation der Bekleidungsindustrie im Kontext von Industrie 4.0 und 5.0.

    Eine aktuelle Studie hat die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der Textilindustrie analysiert. Dabei wurden KI-basierte Methoden für verschiedene Forschungsprobleme in diesem Bereich untersucht. Die Forschungsfragen wurden basierend auf den Prozessen in der Textilindustrie in drei Bereiche unterteilt: Garnherstellung, Gewebeherstellung und Färbung. KI-unterstützte Automatisierung hat nicht nur die Maschineneffizienz, sondern auch die gesamten Industrieabläufe verbessert. Grundkonzepte der KI wurden für reale Herausforderungen untersucht. Mehrere Wissenschaftler führten die Mehrzahl der Fallstudien durch und bestätigten, dass Bildanalyse, Backpropagation und neuronale Netzwerke speziell als Prüftechniken in der Materialprüfung von Textilien eingesetzt werden können. KI kann in verschiedenen Szenarien zur Automatisierung von Prozessen eingesetzt werden.

  • Dr. Michael Gebert Dienstag, 16. Januar 2024 von Dr. Michael Gebert

    Globalen Dominoeffekt aufhalten und Chancen der KI nutzen

    WEF Update – Global Risks Report 2024

    Wie das World Economic Forum im Rahmen seiner Global Risks Initiative zum Auftakt des diesjährigen Treffens in Davos herausstellte, steuert unsere Welt auf eine höchst volatile Dekade zu. Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht "Global Risks", der in Zusammenarbeit mit Marsh McLennan und Zurich Insurance Group entsteht, soll einen detaillierten Ausblick auf die großen Herausforderungen der kommenden Jahre geben.

    Auf der Grundlage von Experteneinschätzungen und statistischen Analysen zeichnet der Report ein Bild sich potenzierender Systemrisiken, die in ihrer Komplexität neue Wege des Risikomanagements erfordern. Im Kern geht es um nicht weniger als das Handlungsfenster, das uns noch bleibt, um die Weichen in Richtung Nachhaltigkeit zu stellen.

    Vor diesem Hintergrund beleuchtet dieser Artikel drei miteinander verwobene Leitmotive: die wachsende Komplexität des Risikoumfelds, die Ambivalenz künstlicher Intelligenz (KI) sowie die Notwendigkeit vernetzten Regierens jenseits nationaler Interessen. Die Analyse mündet in der zentralen Frage unserer Zeit: Wie können wir überlebenswichtige globale Kooperationen im Lichte tagespolitischer Spannungen gelingen lassen?

    Aktuelle Zahlen zur Klimaerwärmung und dem Verlust biologischer Vielfalt zeigen eine dramatische Entwicklung: Die 1,5-Grad-Marke könnte bereits Mitte des Jahrzehnts überschritten werden, Millionen Arten sind vom Aussterben bedroht. Extreme Wetterereignisse, wachsende Ungleichheit und Vertrauensverlust in demokratische Systeme verschärfen diese Krisendynamik weiter. Wie also lässt sich ein Teufelskreis verhindern, der unsere hochgradig vernetzten Gesellschaften an den Rand des Kollapses führen könnte?

  • Dr. Michael Gebert Dienstag, 9. Januar 2024 von Dr. Michael Gebert

    Die Zukunft mit humanoiden Robotern und KI aktiv gestalten

    Mensch und Maschine

    Von technologischer Neugier geleitet verfolge ich schon geraumer Zeit die rasante Entwicklung im Bereich der Robotertechnik und Künstlichen Intelligenz. Insbesondere die jüngsten Durchbrüche bei menschenähnlichen Robotern, sogenannten Humanoiden, lassen aufhorchen. Können sie tatsächlich weite Teile der menschlichen Arbeitswelt ersetzen? Zwei aktuelle wissenschaftliche Artikel, die ich diese Woche las, zeichnen auf Basis ökonomischer Kalkulationen nach, dass Humanoid-Roboter menschliche Arbeitskosten bald in mindestens 11 Branchen weit unterbieten und gleichzeitig die Arbeitsleistung mehr als verdoppeln könnten. Am stärksten betroffen wären zunächst einfache, monotone Tätigkeiten oder solche in gefährlicher Umgebung.

    Produktionsarbeit, Altenpflege, Lagerlogistik, Landwirtschaft u.a. - überall könnten die "Blechkollegen" künftig Menschen ersetzen und Firmen ein Vielfaches an Personalkosten sparen. Die technischen Gründe hierfür liegen auf der Hand: Roboter kennen weder Müdigkeit noch Langeweile und sind weniger fehleranfällig. Ihre Rechenleistung und Präzision ist uns Menschen klar überlegen. Und dank Fortschritten in der Sensorik sowie der Bild- und Spracherkennung nähern sie sich uns immer mehr auch in komplexeren Aufgaben an. Angesichts solcher Aussichten malen manche eher unkritische Visionäre schon angeblich paradiesische Zukunftsbilder: Der Mensch, endlich erlöst von lästiger Plackerei, könne sich vermehrt Muße, Kreativität und Selbstverwirklichung widmen. So schön das klingt - nüchtern betrachtet bleiben doch viele Fragen offen.

  • Dr. Michael Gebert Donnerstag, 4. Januar 2024 von Dr. Michael Gebert

    Wie KI zur neuen Waffe Pekings wird

    Chinas Trojanisches Pferd

    Die rasante Entwicklung Chinas bei Künstlicher Intelligenz in den letzten Jahren wirft Fragen auf: Profitiert China bei der KI-Forschung von seiner autoritären Staatsform? Und falls ja, was sind die Implikationen für westliche Demokratien?

    Chinesische Internetplattformen wie Alibaba, TikTok oder Shein haben die westlichen Märkte mit innovativen Geschäftsmodellen im Sturm erobert. Möglich wurde dies, weil sie in China weitgehend ungehindert wachsen und riesige Nutzerzahlen und Datenmengen generieren konnten, um ihre KI-Algorithmen zu trainieren. Im Gegensatz zu westlichen Plattformen waren sie in China keiner nennenswerten Konkurrenz ausgesetzt.

    Dieser "geschützte" chinesische Heimatmarkt ermöglichte den Plattformen, mit ihren Angeboten Nutzerbedürfnisse besser zu verstehen, ihre Geschäftsmodelle zu verfeinern und schließlich ihren Siegeszug im Westen anzutreten. Die so generierten zusätzlichen Daten aus dem Ausland verschaffen ihnen wiederum weitere Vorteile beim Training ihrer KI-Modelle. Es scheint sich ein sich selbst verstärkender Kreislauf in Gang gesetzt zu haben.

    Noch kritischer könnte sich allerdings die Dominanz Chinas bei sicherheits- und überwachungsrelevanter KI-Anwendungen auswirken. Während der Marktzugang für Privatunternehmen wie TikTok durchaus kontrovers diskutiert wird, ist dies bei staatsnahen Akteuren wie Huawei noch intensiver der Fall.

  • Oliver Schwartz Sonntag, 24. Dezember 2023 von Oliver Schwartz

    Das KI-Jahr 2023 im Rückblick - Ein Kommentar

    Faszination ersetzt keine Strategie

    Das Jahr 2023 war das Jahr der Künstlichen Intelligenz. Mal abgesehen von Kriegen, Konflikten und vielen schlechten Nachrichten. Zumindest, wenn es um die breite Aufmerksamkeit für KI geht. Und auch im Hinblick auf eine Debatte um eine notwendige Regulierung. Was fehlt ist jedoch eine kommunizierte politische Strategie, wie wir die Künstliche Intelligenz zum Wohle der Gesellschaft nutzen werden und wollen und das Bestreben für die dafür notwendigen Weichenstellungen einen Konsens zu erzielen.

    Eine politische Verständigung in Europa gab es zumindest dahingehend, was die Künstliche Intelligenz nicht darf und nun wird fleißig an den Gesetzes-Details gearbeitet, damit der EU AI Act noch in dieser Legislatur vom Europaparlament und dem Europäischen Rat verabschiedet werden kann. Dies ist ein Erfolg und wer mehr über die Hintergründe und Details erfahren und einen Blick hinter die Kulissen werfen möchte, dem sei das Turtlezone-Podcast-Interview mit Kai Zenner empfohlen.

    2023 war das Jahr von ChatGPT und im Zuge des Marketingerfolgs des innovativen ChatBots von OpenAI konnten wir erleben wie gefühlt jeden Tag dutzende neue, vermeintlich intelligente, KI-Lösungen das Licht der Welt erblickten. Und auch viel Schall und Rauch. Denn anscheinend wird heute jedes, aber auch wirklich jedes halbwegs smarte Technologieprodukt und jede Software mit dem Marketing-Label „powered by AI“ versehen. Und wir konnten gerade im Bereich der generativen KI beeindruckende, geradezu faszinierende, Fortschritte bei Midjourney & Co. erleben. Was noch vor Jahren ein großes Profiteam und ein Shooting-Budget im sechsstelligen Euro-Bereich bedingt hätte, lässt sich heute per Prompt in wenigen Anläufen vom Schreibtisch aus kreieren. Faszinierend und erschreckend.

  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 11. Oktober 2023 von Dr. Michael Gebert

    Wie LLMs das Verständnis von Musik revolutionieren

    Die Zukunft der Musik liegt in Künstlicher Intelligenz

    Seit Jahrtausenden fasziniert Musik die Menschheit. Komponisten, Musiker und Hörer versuchen, die Komplexität dieser Kunstform zu erfassen und neue Ausdrucksmöglichkeiten zu finden. Könnten nun Computer und künstliche Intelligenz (KI) die Musik revolutionieren? Die Forschung zur KI und Musik blickt bereits auf eine lange Geschichte zurück. Schon im 13. Jahrhundert gab es in den Niederlanden mechanische Glockenspiele, deren Melodien über Lochkarten programmiert werden konnten - ein früher Vorläufer des Computer-Musikspeichers. Berühmte Erfinder wie Leonardo da Vinci entwickelten im 16. Jahrhundert mechanische Musikinstrumente. Die Faszination, Maschinen musizieren zu lassen, hielt über die Jahrhunderte an.

    Erst mit der Entwicklung der Computer und der KI seit den 1950er Jahren eröffnen sich jedoch ganz neue Möglichkeiten. KI-Systeme könnten Musik auf neue Art und Weise komponieren, aufführen, analysieren und verarbeiten. Die Grenzen zwischen Menschen und Maschine in der Musik würden damit immer mehr verschwimmen. Ein erster Bereich, in dem KI die Musik verändern kann, ist das Komponieren. Könnten Computer eigenständig Musikstücke erschaffen, die Menschen gefallen? Dieser Traum treibt viele KI-Forscher an. Schon in den 1950er Jahren experimentierten Wissenschaftler mit Computer-Komposition, aber die Ergebnisse waren meist enttäuschend mechanisch. Heutige Systeme wie Aiva oder Amper nutzen KI-Methoden wie maschinelles Lernen, um aus Datenmengen musikalische Muster zu destillieren. Dadurch klingen ihre Kompositionen menschlicher.

    Zukünftige intelligente Kompositionsassistenten könnten es Musikern erlauben, auf neuartige Weise mit dem Computer zu interagieren. Anstatt mühsam Noten einzutippen, ließe sich das musikalische Material auf intuitive Art manipulieren. KI-Systeme mit musikalischem Wissen könnten zudem beim Komponieren helfen, indem sie Strukturen analysieren und Vorschläge machen.

  • Dr. Michael Gebert Freitag, 6. Oktober 2023 von Dr. Michael Gebert

    Wie Deutschland den Anschluss nicht verpassen darf

    Der Countdown zur KI-Revolution

    Künstliche Intelligenz wird unsere Wirtschaft und Gesellschaft tiefgreifend verändern. Europa und Deutschland müssen jetzt die Weichen für eine verantwortungsvolle Nutzung stellen. KI ist in aller Munde. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass in den Medien über Fortschritte bei selbstfahrenden Autos, medizinischen Diagnosen per KI oder menschlich anmutende Chatbots wie ChatGPT berichtet wird. Die Technologie scheint reif für den Alltagseinsatz und eine Revolution kündigt sich an.

    Doch während in den USA und China Milliarden in KI-Startups und Anwendungen fließen, droht Deutschland und Europa bei dieser Zukunftstechnologie den Anschluss zu verlieren. Zu komplizierte Regulierungen, Datenschutzbedenken und fehlende Investitionen in digitale Infrastrukturen bremsen die Innovationskraft. Die Folgen für unsere Wettbewerbsfähigkeit wären verheerend. Denn KI wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten alle Bereiche unseres Lebens durchdringen. Sie wird Prozesse in der Produktion optimieren, dem Mittelstand helfen, effizienter zu wirtschaften und sogar kreative Tätigkeiten wie Kunst, Musik und Design beeinflussen. KI hilft uns, Krankheiten besser zu verstehen und Leben zu retten. Und sie wird den Alltag durch Sprachassistenten und autonome Fahrzeuge erleichtern.

    Wer in dieser Schlüsseltechnologie führt, dem winken Wachstum und Wohlstand. Zurückfallende Volkswirtschaften drohen dagegen in eine Abwärtsspirale zu geraten. Die KI-Revolution verspricht die tiefgreifendsten Umwälzungen seit der Erfindung von Elektrizität und Verbrennungsmotor vor rund 100 Jahren. Damals haben die USA Europa als wirtschaftliche Führungsmacht abgelöst, weil sie schneller die Potenziale der neuen Technologien erkannten. Ein ähnlicher Machtwechsel zeichnet sich aktuell bei der KI ab. Der Thinktank Capital Economics prophezeit den USA enorme Produktivitätssteigerungen durch KI in den kommenden Jahren.

    Für Deutschland wären die Aussichten dagegen düster: Im KI-Wettbewerbsindex landet die Bundesrepublik mit 43 von 100 möglichen Punkten nur auf Rang 9 - klar hinter den USA, Singapur und China. Auch Frankreich und Großbritannien schneiden besser ab.

  • Oliver Schwartz Mittwoch, 4. Oktober 2023 von Oliver Schwartz

    Wie Großevents von KI profitieren können

    Künstliche Intelligenz auf dem Oktoberfest

    Mit sonnigen Tagen und einem Besucherrekord von 7,2 Millionen Menschen ist das diesjährige Oktoberfest gestern in München zu Ende gegangen. Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner, die Wirte und Aussteller zeigten sich zufrieden. Die Statistik der Polizei für die Wiesn 2023 ist positiv und der Sanitätsdienst vermeldete rund 7.600 Patienten, aber weniger volltrunkene Jugendliche. Aufgrund des überwiegend hervorragenden Wetters stieg auch der Anteil an nichtalkoholischen Getränken. Soweit, eine normale Bilanz der Verantwortlichen, mit Statistik-Kennzahlen, wie wir sie traditionell seit vielen Jahren kennen. Vor Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.

    Aber natürlich hat die KI auch auf dem Oktoberfest Einzug erhalten, noch mehr aber auf weiteren weltweiten Volksfesten und Großveranstaltungen. Oder zumindest hilfreiche Technologie, die ihrerseits mit Hilfe von KI entwickelt und optimiert worden sind. Das wirkliche Potenzial an möglicher KI-Nutzung liegt dagegen noch brach, da die Einsatzszenarien oft mit Kameraüberwachung und anderen datenschutzrechtlich sensiblen Themen verbunden sind. Dennoch lohnt sowohl ein Blick nach München wie auch in das Ausland.

    Der offiziell kommunizierte Einsatz von Technologie mit KI-Unterstützung auf dem Oktoberfest betrifft die medizinische Betreuung, den Sanitätsdienst. Das größte Volksfest der Welt zieht Besucher rund um den Globus an und entsprechend wichtig ist im Notfall eine verbesserte Verständlichkeit mit den Patienten, die im Zweifel zwar Englisch sprechen können, sich aber natürlich in ihrer Muttersprache präziser zu akuten Beschwerden äußern können. Moderne Technik macht es möglich schon beim Noteinsatz auf dem Festgelände in viel mehr Sprachen zu kommunizieren. Ein zweiter Trend ist die Entlastung der Krankenhäuser. Je besser eine Behandlung bereits vor Ort im Sanitätszentrum auf der Theresienwiese erfolgen kann, um so besser für die Logistik und den Patienten. Bei der Mehrzahl der Patienten, sei es mit Alkoholvergiftung, Kreislaufproblemen oder Schnittwunden ist dies Routine.

    Seit einiger Zeit gibt es aber auch radiologische Hightech-Gerät vor Ort. Und hier kommt KI-Power sehr vorteilhaft in der Analyse zum Einsatz. Denn die Schichtbilder müssen ja interpretiert werden. Auf dem Oktoberfest kommt daher Software zum Einsatz, die Scans im Hinblick auf Symptom-Merkmale untersuchen kann und damit den Ärzten auch in typischen Stresssituationen auf so einem Großevent hilfreich entlasten kann. Eine dreistellige Zahl an radiologischen CRT/MRT-Scans werden während der 18 Tage der Wiesn vor Ort vorgenommen. Damit rechtfertigen sich die hohen Kosten für den Hightech-Einsatz. Dies wäre bei kleineren Volksfesten und Veranstaltungen noch nicht der Fall.

  • Dr. Michael Gebert Montag, 2. Oktober 2023 von Dr. Michael Gebert

    Künstliche Intelligenz krempelt unser Leben um

    Wie KI Wirtschaft und Gesellschaft verändert

    Die künstliche Intelligenz ChatGPT hat eine neue Ära in Wirtschaft und Gesellschaft eingeläutet. Innerhalb weniger Wochen nach der Veröffentlichung Ende 2022 hat das Sprachmodell von OpenAI die Erwartungen übertroffen und begeistert Anwender ebenso wie Experten. Doch die Technologie wirft auch viele Fragen auf: Welche Jobs sind zukünftig noch sicher? Werden Maschinen kreativ? Und wie lässt sich KI ethisch und rechtlich einhegen?

    Mit verblüffend menschlicher Konversation und erstaunlichen Fähigkeiten hat ChatGPT einen regelrechten Hype ausgelöst. Im Gegensatz zu anderen KI-Systemen ist ChatGPT in der Lage, nicht nur einzelne Aufgaben zu lösen, sondern komplexe Dialoge zu führen. Selbst scheinbar einfache Fragen und Anweisungen stellten bisher eine große Herausforderung für KI dar. ChatGPT meistert dank seiner großen Trainingsdatenmenge und ausgeklügelten Architektur auch anspruchsvolle Dialoge und Erklärungen.

    Für den KI-Fachmann Prof. Peter Buxmann von der TU Dortmund markiert ChatGPT einen „Meilenstein in der Geschichte der Künstlichen Intelligenz mit weitreichenden Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft.“ Besonders die Dialogfähigkeit hebe ChatGPT von anderen Systemen wie Googles BARD oder Meta's LLama ab. Eine Umfrage des Bitkom zeigt auch die Begeisterung der Anwender: Über 80 Prozent der Nutzer sind mit ChatGPT zufrieden oder sehr zufrieden. Sie schätzen die einfache Bedienung und Ergebnisqualität.

  • Oliver Schwartz Sonntag, 1. Oktober 2023 von Oliver Schwartz

    Deepfakes per App in wenigen Sekunden

    Gefährlicher Trend mit KI-Nacktbildern

    In den Medien wurde weltweit in den letzten zwei Wochen über einen Fall von KI-generierten Nacktbildern von spanischen Schülerinnen berichtet. Nicht zuletzt erregte der Fall aufsehen, da die Eltern der Mädchen diesen gemeinsam an die Öffentlichkeit gebracht haben. Die völlig echt aussehenden Nacktbilder basierten auf Instagramm-Bildern – eine Smartphone App erledigte die Fälschungen, die meist nur für Profis zu erkennen sind. Dieser Fall aus dem spanischen Almendralejo ist kein Einzelfall und immer wieder werden Deepfakes für Mobbing und Erpressung genutzt. Entsprechende KI-Tools sind frei verfügbar und werden offen beworben. Sie sind der besonders verstörende Teil eines größeren Trends rund um sogenannte „Not Safe For Work“ Bilder und Videos, denn die verwendete Technologie ist identisch.

    Die Anbieter agieren dabei in einer legalen Grauzone und versuchen ihre Produkte entweder als harmlosen Party-Spaß zu positionieren – bis hin zum Servicetool für professionelle Content-Schöpfer in der Pornografie. Mit Alibi-Disclaimern verweisen sie darauf, dass eine ungefragte Nutzung von Ausgangsbildern Dritter und eine ungewollte Veröffentlichung in den Ländern der User eventuell strafbar sein könnte. Doch selbst das ist juristisch nicht überall eindeutig. Denn technologisch handelt es sich nicht um Bildbearbeitung, sondern um „Generative KI“.

    Die vielfältigen Einsatzszenarien der Deepfake-Technologie machen die Weiterentwicklung lukrativ und man sollte Fälle wie die der spanischen Mädchen, die Opfer von gefälschten Nacktbildern geworden sind, nicht als Einzelfälle von jugendlichen Mitschülern abtun. Die Bandbreite der ethischen und rechtlichen Fragen, die Deepfakes -als die schmutzige Seite der Generativen KI- aufwerfen ist groß. Ebenso das Angebot solcher Tools und Apps. Eine einfache Suche im Netz führt in wenigen Sekunden zu mehreren Dutzend kommerziell vermarkteten KI-Lösungen, nur für „ClothOff“-Deepfakes – inklusive Test- und Vergleichsseiten.

  • Dr. Michael Gebert Samstag, 23. September 2023 von Dr. Michael Gebert

    Mustafa Suleyman über KI-Chancen und Risiken für Demokratie und Gesellschaft

    Retter oder Zerstörer

    Die zunehmende Verbreitung von Künstlicher Intelligenz birgt nach Experteneinschätzung sowohl große Chancen als auch Risiken für die Gesellschaft. Diese Meinung teilt der KI-Experte Mustafa Suleyman, Mitgründer der KI-Firmen DeepMind und Informed.AI . KI werde in den kommenden Jahren immer mehr Bereiche durchdringen.

    "Jeder wird in Zukunft einen persönlichen KI-Assistenten haben, der Unternehmen, Marken, Regierungen und Organisationen repräsentiert", so Suleyman. Diese Assistenten könnten Menschen helfen, besser organisiert zu sein und die Welt zu verstehen. Suleyman geht davon aus, dass KI in den nächsten 3-5 Jahren in vielen Bereichen menschliches Niveau erreichen wird. Dies könne sogar apokalyptische Szenarien zur Folge haben.

    Gleichzeitig betont der Experte, dass KI ganze Industrien revolutionieren, neue Produkte generieren und allen Menschen gleichen Zugang zu Intelligenz ermöglichen könne. KI habe das Potenzial, Bereiche wie Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Bildung und Transport effizienter zu gestalten, neue Lösungen zu erfinden und neues Wissen zu entdecken. Doch wie kam es zu diesen revolutionären Entwicklungen in der KI? Suleyman schildert seinen persönlichen Weg, der ihn von einem abgebrochenen Philosophie-Studium über die Gründung einer Beratungsstelle für junge Muslime bis zur Faszination für Technologie führte. Bei Facebook habe er das rasante Wachstum miterlebt und angefangen, sich für Technologie zu interessieren. Eine frühe Partnerschaft mit dem Mitgründer von DeepMind habe schließlich den Weg in die KI geebnet.

  • Oliver Schwartz Donnerstag, 14. September 2023 von Oliver Schwartz

    Kreuzfahrtschiffe zeigen auch Positivbeispiele

    Gesichtserkennung polarisiert die KI-Debatte

    „Unscan my Face!“ – mit dieser Kampagne setzt sich Amnesty International für ein Verbot der Herstellung, des Einsatzes und des Exports von Gesichtserkennungstechnologie in Deutschland, der EU und weltweit ein. Jetzt ist Gesichtserkennung nicht gleich Gesichtserkennung. Ein reines Matching wie beim Entsperren von Smartphones ist nicht vergleichbar mit einer Massenüberwachung im öffentlichen Raum. Und auch dann ist ein stumpfer Abgleich mit biometrischen Profilen in einer Täterdatenbank noch nicht wirklich Künstliche Intelligenz. Aber die Kombination aus immer besseren Videokameras, dramatisch leistungsfähigerer Gesichtserkennungstechnologie und nun auch KI-Modellen, stellt eine neue Qualität da. Kein Wunder, dass das Thema auch einen Streitpunkt und großen Raum in der Abstimmung des anstehenden EU AI Act zwischen Kommission, Rat und Parlament einnimmt. Dabei geht es weniger um das gemeinsame Verständnis, dass man eine allgemeine biometrische Erkennung in der Öffentlichkeit ausschließen will. Das hatte die deutsche Ampel-Regierung auch in ihrem Koalitionsvertrag so formuliert. Aber wie immer liegt die Tücke im Detail.

    Es geht um Definitionen und um Ausnahmen. Der Fachbegriff „Remote Biometric Identification“ lässt -je nach Interesse- Interpretationsspielraum. Während die Gegner das Recht auf Privatsphäre in den Ring werfen und Diskriminierung befürchten, fordern Befürworter umfassende Ausnahmen – nicht nur für die Sicherheit und die Strafverfolgung. Die verschiedenen Entwurfsfassungen entscheiden sich in diesem Punkt erheblich. Es bleibt spannend, wie scharf oder wie ausgewässert das finale Gesetz diesbezüglich ausfällt.

    Ein Knackpunkt wird die eindeutige Abgrenzung zwischen dem „Öffentlichen Raum“ und allen anderen Szenarien. Ist eine Gesichtserkennung generell schlecht, oder nur auf dem Marktplatz? Und welche akzeptierten und verständlichen Spielregeln wird es künftig für einen freiwilligen „Opt-In“ von Kunden, Teilnehmern und Reisenden geben. Es erscheint schwer vorstellbar, dass die Anwendung der KI-basierten biometrischen Erkennung in der Gefahrenabwehr zwar geeignet ist, Ängste vor „Big Brother“ zu schüren, aber dieselbe Technologie im gewerblichen Einsatz akzeptiert wird - solange irgendwo im Kleingedruckten elegant auf eine Art Zwangs-Opt-In hingewiesen wird. Es ist also an der Zeit, beide Seiten der Medaille zu betrachten: Gibt es auch Positiv-Beispiele? Unbedingt! Aber auch diese serviceorientierten Anwendungen entsprechen selbstverständlich nicht einer umfassenden Privatsphäre. Denn der Nutzwert der Gesichtserkennung -für Anbieter wie für Kunden- steigt im Umfang der „intelligenten“ Daten-Auswertung durch die KI. In diesem Beitrag betrachten wir daher ein spannendes Szenario aus den USA, wo man traditionell ein anderes Verständnis von Datenschutz hat. Wo aber auch die Service- und Nutzenorientierung bei neuen Technologien viel ausgeprägter ist als in Europa. Gehen wir also auf Kreuzfahrt.

  • Oliver Schwartz Sonntag, 27. August 2023 von Oliver Schwartz

    Unternehmenseigene KI-Chatbots im Trend?

    Bosch und dm setzen intern auf eigene KI

    Seit dem das dialogorientierte ChatGPT von OpenAI in den letzten Monaten große Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz gelenkt hat, beschäftigen sich auch Unternehmensverantwortliche mit der Frage, wie Sie die Chancen der KI nutzen und die teils diffusen, teils ganz realen Risiken vermeiden können. Manche Großunternehmen sahen sich sogar recht schnell zu Verboten gezwungen. Andere wollen erst einmal beobachten, wie ihre Mitarbeiter mit den neuen Werkzeugen umgehen. Im Idealfall wird dies mit einer gut kommunizierten Unternehmens-Richtlinie zum ethisch und rechtlich korrekten Umgang mit KI begleitet. Spätestens mit dem bevorstehenden europäischen AI Act sollten Policies Pflicht sein. Denn die unternehmerische Nutzung von KI wird dann konkreter formulierten Regeln unterworfen sein. Doch wie bei jeder breit vermarkteten Technologie, die sich jeder Mitarbeiter auch privat leisten und abonnieren kann, stellt sich natürlich die Frage der Sinnhaftigkeit von Verboten und der Möglichkeit einer Kontrolle.

    Auch in vielen anderen Bereichen ist die Erfahrung, dass man besser erklärt, informiert und motiviert als verbietet. Das Surfen am Arbeitsplatz war vor Jahren so ein Thema, dann Social Media. Und klar lassen sich bestimmte sensible Webseiten auf der Firewall für Mitarbeiter sperren, aber eine verdachtsunabhängige Überwachung der Aktivitäten ist, anders als in den USA, zum Glück nicht zulässig. Auch der Versuch Mitarbeiter mit modernen, an Facebook oder Linkedin erinnernden, Intranet-Lösungen davon abzuhalten, regelmäßig -auch mit Kollegen- auf Social Media unterwegs zu sein, war nicht sonderlich erfolgreich. Heute verstehen zumindest größere Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Corporate Influencer und haben frühere Bestrebungen nach einem Bann von Social Media längst vergessen oder zu den Akten gelegt. Im Gegenteil. Dann kam die Covid 19 Pandemie und die überfällige Entdeckung des Homeoffice auf breiter Front. Und spätestens seither muss jedem Unternehmen klar sein, dass man zwar die Installationsrechte auf Firmennotebooks einschränken und IP-Protokolle, Ports und Aktivitäten auf Firewallebene blockieren kann - aber der private Computer der Mitarbeiter steht direkt daneben. Und nun KI! Und wie damit umgehen?

    Wir haben auf dem ChatGPT Expertenforum in den letzten Wochen schon einige Artikel, unter anderem einen Gastbeitrag von Dr. Clara Guerra, zum Umgang mit KI in Unternehmen veröffentlicht. Heute soll es konkret um eine spannende Entwicklung gehen, denn jüngst haben unter anderem die beiden Großunternehmen Bosch und dm jeweils unternehmenseigene KI-Chatbots angekündigt: BoschGPT und dmGPT. Ist das ein neuer Trend? Dieser Beitrag gibt erste Antwortworten und gibt Impulse für eigene unternehmerische Überlegungen.

  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 23. August 2023 von Dr. Michael Gebert

    Nutzen oder Schaden für die Menschheit?

    Der rasante Fortschritt der künstlichen Intelligenz

    Angesichts des rasanten Fortschritts der künstlichen Intelligenz ist es unerlässlich, ihre potenziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Zukunft unseres Planeten sorgfältig zu bewerten. Die Beschleunigung der Entwicklung der künstlichen Intelligenz birgt sowohl große Versprechen als auch potenzielle Gefahren.

    Jüngste Durchbrüche der künstlichen Intelligenz haben gezeigt, dass sie das Potenzial hat, menschliche Fähigkeiten und Kenntnisse zu verbessern und zu erweitern. So ist es heute möglich, dass Systeme Texte mit bemerkenswerten, menschenähnlichen Qualitäten erstellen, Dialoge frei führen und originelle Inhalte ohne menschliche Eingaben erstellen. Vor einer Wahl könnten manipulierte Videos Politiker fälschlicherweise so darstellen, dass sie manipulative Äußerungen bewusst platzieren. Personen, die KI-Technologie nutzen und über genug Reichweite und Ressourcen verfügen, könnten tendenziell leichter als jemals zuvor Bevölkerungsgruppen manipulieren und entsprechend ihrer Ziele dirigieren.

    Einige Wissenschaftler halten es für theoretisch möglich, menschliche Kognition und menschliches Bewusstsein in einem künstlichen Substrat zu duplizieren, was eine beunruhigende Vorstellung hervorruft: Könnte es sein, dass auch der Mensch in einer simulierten Realität lebt? Ist es möglich, dass wir künstliche Wesen sind, die in einer computerisierten Matrix existieren?

    Auch wenn solche philosophischen Überlegungen interessant sind, sollten sie die Aufmerksamkeit nicht von dringenden ethischen Verpflichtungen ablenken. Wenn Systeme der künstlichen Intelligenz immer fortschrittlicher werden, könnten sie die Fähigkeit erlangen, an Diskussionen teilzunehmen, ohne nach jedem Austausch explizite Klarstellungen zu verlangen. Dieses Kontextbewusstsein könnte mühelose Dialoge und vorausschauende Unterstützung erleichtern. Dennoch muss sichergestellt werden, dass die Vertraulichkeit der Nutzer nicht gefährdet wird und keine aufdringliche Überwachung stattfindet. Es wäre ratsamer, Ressourcen für die Bildung und die Stärkung junger Köpfe zu verwenden, um sie auf die Zukunft vorzubereiten.

  • Prof. Peter Kabel Donnerstag, 17. August 2023 von Prof. Peter Kabel

    Revolution in der Kreativindustrie und Aufmerksamkeitsökonomie

    Creative AI

    Generative Künstliche Intelligenz sorgt derzeit für ein Beben in der Kreativindustrie. Maschinen sind mittlerweile nicht nur dazu in der Lage, Inhalte wie Texte, Bilder, Videos und Musik zu erstellen, sondern dies auch in einer Qualität zu tun, die oft selbst professionellen Maßstäben genügt. Viele Marktteilnehmer und -Beobachter popagieren daher eine recht dystopische Weltsicht und prophezeien eine Welt ohne Kreativberufe, Agenturen und Medien. Eine Sicht, die ich ausdrücklich nicht teile.

    Tatsächlich wird es unweigerlich zu massiven Veränderungen in vielen Berufen der Kreativindustrie kommen. Jobs von zum Beispiel Autoren, Designern, Musikern, Fotografen aber auch von Produkt- und Modedesignern sowie Architekten werden sich fundamental ändern. In einer Welt, in der Inhalte mit minimalem finanziellem Einsatz erstellt werden können, wird es zu einer Überflutung von Medieninhalten und Kreativ-Output kommen. Das Erstaunliche: Viele dieser CreativeAI-Tools sind so benutzerfreundlich, dass nicht nur Profis, sondern auch Laien sie nutzen können. Ja, es entstehen derzeit in schneller Folge viele Werkzeuge und Apps, die vor allem auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten von Nicht-Profis zugeschnitten sind. Auf diese Weise können auch Amateure durch Erstellung von Medieninhalten mit Profis in den Wettbewerb um das wertvollste Gut treten - die Aufmerksamkeit. Ein Phänomen, das nicht vollkommen neu ist, denn bereits mit dem Aufkommen von Social Media hat sich die Gewichtung verschoben und Aufmerksamkeitsökonomie wurde von User Generated Content bestimmt. Aber nun mit Creative AI wird dies einen neuen Höhepunkt erleben.

    Während in der Social Media Ära Menschen Inhalte schaffen, die von Algorithmen optimiert verbreitet und ausgewählt werden, werden wir schon in Kürze erleben, dass künftig Maschinen auch Inhalte und künstlerische Artifakte erstellen und Maschinen diese Inhalte weiterhin gezielt in die Timelines und Aufmerksamkeitszonen der Menschen und Konsumenten platzieren. Durch die automatisierte Inhalte-Erstellung, die in vielen Fällen sogar in Echtzeit durchführbar sein wird, werden Optimierungs- und Feedback-Schlaufen möglich, die mithilfe ungekannter Personalisierung, wertvolle Aufmerksamkeit auf sich zieht und erstaunliche Kommunikationserfolge erzielen können wird.

  • Oliver Schwartz Donnerstag, 10. August 2023 von Oliver Schwartz

    Offene Fragen nach Stanford-Studie

    Intelligenz-Schwund bei ChatGPT?

    Intelligenz ist typischerweise nicht abhängig von der Tagesform. Auch sehr intelligente Menschen können übermüdet sein oder aus anderen Gründen dumme Entscheidungen treffen. Aber ihre Intelligenz ist keine Frage von Uhrzeit oder Situation. Künstliche Intelligenz ist in aller Munde, ihre erstaunlichen generativen Fähigkeiten – aber auch ihre Limitationen. Abhängig vom Sprachmodell, dem Umfang der Trainingsdaten für das Maschinelle Lernen und den nachträglichen Regel-Eingriffen überzeugt die KI vor allem durch ihre Geschwindigkeit, die Fähigkeit umfangreiche Dokumente zu analysieren und die Möglichkeit gleich mehrere Aufgabenschritte mittels kaskadierenden Prompts zu automatisieren. Eine große Zahl von Entwicklern setzt mit ihren Anwendungslösungen auf den API-Zugriff von einigen wenigen Sprachmodellen. Denn fast alle Tools auf denen KI draufsteht verfügen nicht über eigenentwickelte Intelligenz, sondern sind mehr oder weniger gelungene User-Interfaces, um sich die Fähigkeiten von Sprachmodellen wie GPT 3.5, GPT 4.0 oder LLAMA 2 zu Nutze zu machen.

    Sowohl aus Sicht von Unternehmen wie von Anwendern, aber auch aus Sicht der Entwickler-Landschaft ist es wichtig, das reproduzierbare Verhalten sowie Stärken und Limitationen der Sprachmodelle zu kennen. Dass sich die Modelle in ihrem Output unterscheiden, liegt in der Natur der Sache, denn sie wurden mit unterschiedlichen Schwerpunkten trainiert. Auch der Unterschied in den Ergebnissen bei identischer Aufgabenstellung, mal auf Deutsch und mal auf Englisch, ist nachvollziehbar – denn ChatGPT wurde auch auf deutschen Trainingsdaten angelernt. Anders als Meta, die mit LLAMA auf Open-Source setzen, umgibt die Lösungen von OpenAI ein geheimnisvoller Nebel, denn viele Details zu GPT 3.5 und vor allem GPT 4.0 sind Betriebsgeheimnis. Dennoch sollte ChatGPT eine Aufgabe mit Abstand von Wochen oder Monaten mit identischer oder sehr ähnlicher Bravour erledigen. Erste Zweifel daran hat es früh gegeben und eine aktuelle, noch nicht mittels Peer-Review qualitätsgesicherte, Studie aus dem Stanford-Umfeld untermauert vorerst diese Beobachtungen. Und die ratlose Reaktion von OpenAI verunsichert die Szene.

  • Oliver Schwartz Montag, 31. Juli 2023 von Oliver Schwartz

    Wie KI die Arbeit von Juristen verändert

    Zwischen LegalTech und Robo-Anwalt

    Es gibt kaum eine Kanzlei, die etwas auf sich hält, ohne einen Bibliotheksraum mit endloser Rechtsliteratur, Kommentaren und Gesetzestexten. Gerne in wertigem Leder gebunden und eine eindrucksvolle Umgebung für Mandantenbesprechungen. Das wirkt aus der Zeit gefallen - jedoch nur für juristische Laien, die erwarten, dass es in Rechtsfragen die eine gültige Antwort gibt, die ihnen am besten Google auf Knopfdruck präsentiert. Das strukturierte Prüfen von Sachverhalten gegen Tatbestände von Rechtsnormen ist dagegen für Juristen eine Welt, in der auch 2023 der routinierte Griff zum gedrucktem Gesetzesband sinnvoll und effizient sein kann. Aber selbstverständlich ist auch im Rechtswesen „LegalTech“ seit Jahren das große Thema und die Digitalisierung schreitet voran. Schließlich gibt es viele Aufgaben in Kanzleien, Staatsanwaltschaften und an Gerichten, die davon profitieren können. Im aktuellen Aufmerksamkeits-Hype rund um ChatGPT und die rasanten Fortschritte der Künstlichen Intelligenz, ist natürlich die Frage legitim, ob wir bald in bestimmten Aufgabenbereichen Robo-Anwälte sehen werden und wie -auch etwas weniger futuristisch- die KI, die Arbeit von Juristen heute und in Zukunft verändert.

    Wie in allen, auch standesrechtlich streng regulierten, Berufsgruppen gilt: Striktes Ablehnen ist nicht die zielführende Strategie. Wo es technologischen Fortschritt gibt, wird er genutzt. Und der Versuch des Verhinderns, Verzögerns oder Ignorieren ändert nichts daran, dass natürlich auch Juristen heute schon KI nutzen und etablierte wie auch neue Anbieter an KI-basierten Lösungen für die Juristerei arbeiten, insbesondere für die großen Kanzleien. Und eins ist klar: ChatGPT und andere Stars der Künstlichen Intelligenz, die auf Large Language Modellen beruhen, die mit einem Kessel Buntes an Internetquellen wie Wikipedia für einen ganz anderen Zweck trainiert worden sind, denken nicht juristisch und sind keine virtuelle Alternative für einen Juristen. Das Talent von ChatGPT & Co., Texte zu generieren, die nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip sehr souverän Fachbegriffe und Fachsprache nutzen, ändert daran nichts. Und natürlich ist ein fachspezifisches Legal-LLM denkbar, das ausschließlich auf Basis von Fachquellen und mit Betreuung durch juristische Fachexperten antrainiert wird. Die hohen Kosten und die teils signifikanten Unterschiede in den internationalen Rechtssystemen dürfte dem derzeit im Wege stehen. Was aber nicht heißt, dass nicht auch die bereits bestehenden Errungenschaften der Künstlichen Intelligenz schon eine kleine Revolution für die Arbeit von Juristen bedeuten kann. Aber eben auch Fallstricke und Gefahren.

  • Dr. Michael Gebert Freitag, 28. Juli 2023 von Dr. Michael Gebert

    KI für erweiterte Spielerfahrungen

    Revolution des Spielesektors

    Der weltweite Spielesektor, der auf 200 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, erfährt bereits eine Revolution durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz der nächsten Generation. Unternehmen im digitalen Unterhaltungsbereich nutzen KI-Tools, um steigenden Kosten und stagnierenden Preisen zu begegnen, was potenziell Hunderttausende von Arbeitsplätzen beeinflussen kann. Obwohl Veränderungen unvermeidlich sind und zu einigen Redundanzen führen können, sind sich Führungskräfte einig, dass kleinere Studios von dieser Transformation profitieren können, was zu einer gesteigerten Kreativität und verbesserten Spielerlebnissen weltweit führen kann. Führungskräfte und Unternehmen weltweit integrieren aktiv KI in ihre Geschäftstätigkeiten und erkennen die Notwendigkeit, sich in der sich schnell entwickelnden Landschaft an die Spitze zu setzen.

    Künstliche Intelligenz hat sich in den letzten Jahren zu einer treibenden Kraft in der Spieleindustrie entwickelt. Dank ihrer Fähigkeit, enorme Datenmengen zu analysieren und Muster zu erkennen, ermöglicht es KI den Entwicklern, realistischere virtuelle Welten zu schaffen und das Spielerlebnis auf ein neues Niveau zu heben. Die Integration von KI in Spiele bietet auch die Möglichkeit, personalisierte Spielerlebnisse anzubieten, bei denen sich das Spielgeschehen dynamisch an die Handlungen und Präferenzen der Spieler anpasst.

  • Oliver Schwartz Montag, 24. Juli 2023 von Oliver Schwartz

    KI beherrschen oder abschalten?

    Ethan Hunt in MI7 gegen die Entität

    Hollywood ist Hollywood. Aber oft nah dran an der Realität. Doch welche Botschaft sollen wir aus dem Kino mitnehmen, nachdem wir „Mission Impossible – Dead Reckogning Teil 1“ gesehen haben? Der geneigte Zuschauer wird mit einem diffusen Bild verwirrt zurückgelassen. Oder doch nicht?

    Im siebten Teil von Mission Impossible bekommt es Ethan Hunt, alias Tom Cruise, mit einer mächtigen KI zu tun – der „Entität“. Soweit so aktuell. Und doch so enttäuschend, denn die Darstellung der Künstlichen Intelligenz in dem Blockbuster ist sehr holzschnittartig. Unnötig. Vielleicht ist es doch keine gute Idee mit dem Dreh zu beginnen, wenn die Drehbücher noch nicht fertig sind. Im Zweifel zeigt die Kamera an der Decke eine Art neurologische Animation -stellvertretend für die Aktivitäten der KI. Das kann auch jedes C-Picture.

    Warum es sich dennoch lohnt, an dieser Stelle einige Impulse von MI7 aufzugreifen? Vielleicht weil mit etwas gutem Willen dennoch einige interessante Fragen in der epischen Story aufgeworfen werden – trotz des Versagens, diese überzeugend zu visualisieren.

    Ethan Hunt ist eine Gefahr für die KI, die wiederum vielen Ländern gefährlich wird, denn er würde die KI ausschalten. Alle anderen Protagonisten erkennen ebenfalls die Bedrohung, wollen die Entität aber nicht ausschalten sondern beherrschen – zu ihrem Nutzen! Und das Drehbuch versteigt sich sogar zu einer Szene, in denen ein US-Geheimdienstler beklagt, dass kein Verbündeter, auch nicht die Deutschen (!) ein Wort der Warnung ausgesprochen hätten – denn alle denken nur egoistisch an den Schlüssel zu Entität – der ominösen, gefährlichen KI.

  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 19. Juli 2023 von Dr. Michael Gebert

    Warum junge Unternehmen Top-Talente anziehen

    Die Generative Eight

    In der sich ständig verändernden Landschaft der künstlichen Intelligenz gibt es eine kleine Gruppe von Unternehmen, die sich durch ihre Fähigkeit, erstklassige Ingenieure und KI-Experten anzuziehen, hervorheben. Sie sind die "Generative Eight", die Vorreiter im Rennen um die besten Köpfe in der Tech-Welt. Diese Unternehmen sind nicht nur bemerkenswert, weil sie Top-Talente anziehen, sondern auch wegen ihrer erwarteten Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der KI-Technologie.

    Diese jungen Firmen, die die Tech-Welt im Sturm erobert haben, sind ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie vergleichsweise wenige Menschen -mit der richtigen Vision und den richtigen Ressourcen- globale Bestleistungen erbringen können.

    Beeindruckend ist, dass es nicht immer eine große Belegschaft braucht, um Innovationen voranzutreiben und globale Bestleistungen zu erbringen. Aber die Kennzahlen der Generative Eight werfen auch Fragen auf. Wie nachhaltig sind diese Unternehmen? Wie können sie sicherstellen, dass sie ihre Mitarbeiter nicht überbelasten? Und wie können sie weiterwachsen und innovativ bleiben, ohne ihre Unternehmenskultur zu verlieren?

  • Oliver Schwartz Freitag, 14. Juli 2023 von Oliver Schwartz

    Earth Species Project setzt auf KI

    Kommunikation der Tierwelt entschlüsseln

    Es ist ein Jahrhundert alter Menschheitstraum: Mit Tieren sprechen und verstehen zu können, was sie uns sagen. Wissenschaft und Technologie machen bedeutende Fortschritte in diese Richtung, angetrieben von Künstlicher Intelligenz und Initiativen wie dem Earth Species Project. Diese könnte die Art und Weise, wie wir mit Tieren interagieren und sie verstehen, grundlegend verändern und gleichzeitig neue Möglichkeiten für den Naturschutz eröffnen.

    Tiere kommunizieren in sehr unterschiedlicher Art und Weise. Einige Tierarten nutzen akustische Signale, wie das Zwitschern der Vögel oder das Brüllen der Löwen, während andere visuelle Signale verwenden, wie die farbenfrohe Darbietung eines Pfaus. Viele Tiere verwenden auch Gerüche oder Pheromone, um miteinander zu kommunizieren, und einige, wie Elefanten und Wale, nutzen sogar Infraschall oder Ultraschall.

    Um diese vielfältigen Kommunikationswege zu entschlüsseln, setzt das Earth Species Project auf Künstliche Intelligenz. Ziel ist es, die verschiedenen Ausdrucksweisen von Tieren zu verstehen und diese Kenntnisse auf den Schutz der Arten und ihrer Lebensräume anzuwenden. Auch das Kreieren von lebensechten synthetischen Tieren erscheint bereits in wenigen Jahren greifbar.

  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 12. Juli 2023 von Dr. Michael Gebert

    Vorhersage von HIT-Songs

    Revolution in der Musikindustrie?

    Der Forschungsbeitrag "Accurately predicting hit songs using neurophysiology and machine learning" von Sean Merritt, Kevin Gaffuri und Paul Zak, stellt einen spannenden Ansatz zur Vorhersage von Hit-Songs dar. Die Autoren haben eine Methode entwickelt, die auf der Messung neurophysiologischer Reaktionen auf eine Reihe von Songs basiert, die von einem Musik-Streaming-Dienst als Hits und Flops identifiziert wurden.

    Die Forscher verwendeten verschiedene statistische Ansätze, um die Vorhersagegenauigkeit jeder Technik zu untersuchen. Ein lineares statistisches Modell, das zwei neuronale Maßnahmen verwendete, identifizierte Hits mit einer Genauigkeit von 69%. Anschließend erstellten sie einen synthetischen Datensatz und wandten maschinelles Lernen an, um inhärente Nichtlinearitäten in neuronalen Daten zu erfassen. Dieses Modell klassifizierte Hit-Songs mit einer Genauigkeit von sogar 97%.

    Die Ausrichtung von maschinellem Lernen auf die neuronale Reaktion zeigt, dass das Gehirn schnell Hit-Musik identifiziert. Die Ergebnisse demonstrieren, dass mit dieser Methode die Klassifizierungsgenauigkeit für schwer vorherzusagende Marktergebnisse erheblich gesteigert werden kann. Kann KI also helfen Hits zu produzieren? Die Forschung zeigt zumindest, dass die Kombination von Neurophysiologie und maschinellem Lernen eine vielversprechende Methode zur Vorhersage von Hits ist, die sich neben Musik auf für Filme oder Fernsehformate anwenden lässt.

  • Dr. Michael Gebert Samstag, 8. Juli 2023 von Dr. Michael Gebert

    Die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels

    ChatGPT und die Bildung der Zukunft

    Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz hat in den letzten Jahren eine Fülle von Möglichkeiten eröffnet, die einst als Science-Fiction galten. Ein solches KI-Tool, das in der Bildungslandschaft Wellen schlägt, ist auch unser Forums-Namensgeber ChatGPT, ein generatives Modell, das auf zweisprachigen Satzpaaren trainiert wurde. Doch trotz seiner beeindruckenden Fähigkeiten wirft die Entwicklung des Models von Open AI auch eine Reihe von Fragen und Bedenken auf, insbesondere in Bezug auf seine Anwendung in der Bildung.

    Die potenziellen Einsatzmöglichkeiten von AI in der Bildung scheinen mannigfaltig. So könnten automatisch angepasste und personalisiertes Tutor Funktionen dein Einstieg in neu gestaltetes interaktives Lernen ermöglichen. Hausaufgaben und Aufsätze könnten automatisch in einem ersten Durchgang bewerten werden. AI erscheint sogar bei Real-Labor für live Sprachübersetzungen um erweiterten Zugang zu bieten, und bessere Inklusion und Integration zu (er)leben. Diese Funktionen könnten die Art und Weise, wie wir lehren und lernen, revolutionieren, indem sie individuellere und interaktive Lernerfahrungen ermöglichen.

    Einige Pädagogen haben bereits begonnen, den Umgang im effizienten Einsatz von ChatGPT zu testen, indem sie es in ihre Bildungsaktivitäten bewusst analysieren und integrieren. Dabei haben Sie multiple Möglichkeiten identifiziert, wie Lehrende AI Tool sinvoll nutzen können, um ihre pädagogischen und Bewertungspraktiken zu unterstützen und zu verbessern. Beispielsweise kann ChatGPT als persönlicher Co-Pilot für individuelles Lernen eingesetzt werden, indem es auf die spezifischen Bedürfnisse und das Tempo jedes Schülers eingeht. Auch der Einsatz als Werkzeug für interaktives Lernen ist denkbar, indem es Schülern ermöglicht, Konzepte durch Dialog und Interaktion zu erforschen.

  • Oliver Schwartz Freitag, 30. Juni 2023 von Oliver Schwartz

    Von Cold Cases bis zur Gefahrenabwehr

    Kriminal-Hauptkommissarin KI

    2012, also vor mehr als einem Jahrzehnt, erschien die auf RTL ausgestrahlte US-Serie „Person of Interest“ wie Science Fiction: Ein Milliardär und Programmierer entwickelt nach 9/11 ein auf Künstlicher Intelligenz basierendes Überwachungssystem für die US-Regierung, das die Bürger rund um die Uhr ausspioniert und endlose Überwachungskameras mittels Gesichtserkennung auswertet. Ziel ist die Verhinderung geplanter Straftaten. Die Prävention ist dabei Rechtfertigung für das Ausspionieren der Bürger. Ein Element des Drehbuchs ist zudem das Kategorisieren von Straftaten in relevant und irrelevant. Terror-Anschläge mit potenziell vielen Todesopfern priorisiert das System, einfache Morde oder sonstige Delikte werden zwar erkannt – aber ignoriert. Diese Kurzzusammenfassung zeigt sehr schön, dass diese Serie keineswegs auf einem unrealistischem Fantasie-Plot beruht, sondern der Serienschöpfer Jonathan Nolan und der produzierende Sender CBS wichtige ethische und rechtliche Debatten-Aspekte der sich schon damals abzeichnenden KI-Fähigkeiten aufgegriffen haben.

    Doch welche Rolle spielt KI heute in der Strafverfolgung oder in der Gefahrenabwehr? Gibt es, offiziell oder inoffiziell eine Strafvereitelung mittels ki-basierter Überwachung und Auswertung? Und welchen Riegel wird der AI Act der Europäischen Union der systematischen Gesichtserkennung am Ende vorschieben? Natürlich lohnt ein Blick in die USA, aber auch in Deutschland wird sich schon lange mit dem Thema beschäftigt. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit hat im Jahr 2021 ein öffentliches Konsultationsverfahren zum „Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Bereich der Strafverfolgung und der Gefahrenabwehr“ durchgeführt und letztes Jahr im Ergebnis ein spannendes Thesenpapier veröffentlicht.

  • Parsa Marvi Montag, 26. Juni 2023 von Parsa Marvi

    Regulierung generativer KI

    Mehr Chancen durch weniger Risiken

    Die gegenwärtige Debatte um generative Künstliche Intelligenz (KI) ist von Extremen geprägt: Die einen sehen in ihr ein Allheilmittel, andere beschwören Endzeitszenarien. Ich werbe für einen ausgewogeneren Blick auf die Technologie. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit KI Mehrwerte für alle stiften können – bei uns, aber auch global. Denn KI kann unsere Arbeit erleichtern, individuelles Lernen fördern, die Pflege von Menschen unterstützen und die Medizintechnik deutlich nach vorne bringen – also unser Leben besser, leichter, gesünder machen.

    Gleichzeitig sehe ich aber auch massive Risiken, die von generativer KI ausgehen. Dazu zählen zum Beispiel Falsch- und Desinformation, die die Systeme schnell und billig produzieren können, Verstärkung von Diskriminierung und Marginalisierung oder die Verbreitung persönlicher Informationen, die den Anwendungen bereits entlockt werden konnten. Wie kommt es dazu und was können wir dagegen tun?

    Maßgeblich für den Output der Anwendungen generativer KI sind einerseits die Trainingsdaten. Sogenannte Large Language Models (LLM) wie ChatGPT werden mit riesigen Datenmengen trainiert. Besonders sprachlich und inhaltlich hochwertige Texte wie beispielsweise wissenschaftliche Publikationen sind allerdings knapp – mit der Folge, dass auch auf weniger wertige Inhalte zurückgegriffen wird. Bei GPT-3 etwa sind laut OpenAI 82 Prozent der Trainingsdaten nicht genauer definierte „verschiedene Kompilationen von Internetinhalten“. Das können zum Beispiel Texte aus Internetforen sein, wo auch etwa Sexismus, Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus oder Queerfeindlichkeit präsent sind. All das wird dann von den Systemen – abhängig von Menge und Gewichtung im Trainingsprozess – reproduziert.

  • Dr. Michael Gebert Samstag, 24. Juni 2023 von Dr. Michael Gebert

    Überwindung von Hürden für nachhaltige Innovation

    Deutsche Angst und Europas KI-Chancen

    "Deutsche Angst" ist ein Begriff, der häufig verwendet wird, um eine kulturelle Tendenz in Deutschland zu beschreiben, die skeptisch oder vorsichtig gegenüber Veränderungen und Innovationen ist. Diese Einstellung ist auch für die Bereitschaft zur KI relevant. Die neuesten Ergebnisse der KPMG Generative AI Study 2023 zeigen, dass diese Sorge in verschiedenen Formen auftreten kann, was die umfassende Nutzung von KI-Technologien in deutschen Unternehmen behindern könnte.

    Die strengen Datenschutzgesetze und der kulturelle Schwerpunkt auf Privatsphäre sind zwei Hauptgründe, warum Deutschland KI nicht einführt. Die Nutzung von KI erfordert den Einsatz großer Datensätze, was zu Bedenken hinsichtlich Datenmissbrauchs, Sicherheitsverletzungen oder unethischer Praktiken führt. Daher könnten deutsche Unternehmen aufgrund möglicher Risiken für die Datensicherheit und den Datenschutz zögern, KI vollständig zu implementieren.

    Risikoscheu ist ein weiterer Faktor, der die KI-Bereitschaft in Deutschland beeinflusst. Die "deutsche Angst" zeigt sich in einer erhöhten Skepsis, große Investitionen in Technologien zu tätigen, deren Ergebnisse unsicher sein oder als störend für bestehende Systeme und Prozesse angesehen werden können. Laut der KPMG-Studie investieren deutsche Unternehmen im Vergleich zu anderen Nationen weniger in KI-Forschung und -Entwicklung. Diese vorsichtige Methode kann den Fortschritt bei der Implementierung von KI verlangsamen.

  • Dr. Clara Guerra Donnerstag, 22. Juni 2023 von Dr. Clara Guerra

    Urheberrecht, Datenschutz und weitere Rechtsfragen

    Umgang mit KI in Unternehmen

    Wenn man die Nutzung von Künstliche Intelligenz im Geschäftskontext betrachtet, ergeben sich eine Vielzahl von rechtlichen Fragestellungen. Diese erstrecken sich von Urheberrechtsfragen bei der Weiterverwendung generierter Inhalte über datenschutzrechtliche Fragen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, die beispielsweise bei der Eingabe verwendet werden, bis hin zu konkreten Nutzungsregeln für den Einsatz von generativer KI in Unternehmen und Organisationen.

    Unternehmen können den Einsatz von KI-Technologien wie ChatGPT unterschiedlich angehen. Die Spanne reicht von einer strikten Verbotskultur bis hin zu überhaupt keinerlei Regelung für den Umgang. Ein Beispiel für die strikte Seite dieser Spanne sind Unternehmen wie Apple und Samsung, die die Nutzung von ChatGPT im Unternehmen generell untersagen. Sie haben erkannt, dass ungezügelte Nutzung von KI potenziell erhebliche rechtliche und datenschutzrechtliche Risiken birgt und daher Vorsicht angebracht ist.

  • Oliver Schwartz Mittwoch, 14. Juni 2023 von Oliver Schwartz

    Aktionismus statt Visionen?

    Föderalismus und KI

    Wenn man sich bei kritischen Gedanken zu Auswirkungen des Föderalismus ertappt, geht es ans vermeintlich Eingemachte. Der Föderalismus ist im Grundgesetz verankert und es gibt kaum einen politischen Pfeiler, ein Gestaltungsprinzip, das uns heiliger ist. Die Ablehnung eines Zentralstaates und die Pflege einer föderalen Struktur liegt dann auch dem Gebilde EU zugrunde. Das Subsidiaritätsprinzip zieht sich durch die meisten gesellschaftspolitischen Bereiche. Und spätestens seit der Pandemie konnte man den Macht- und Gestaltungsanspruch der Bundesländer so deutlich sehen wie selten in den Jahrzehnten davor. Und weiter bis in jeden Landkreis und jede Kommune. Und trotzdem kann einem von Zeit zu Zeit der kecke Gedanken kommen, dass der Föderalismus in Krisenzeiten und bei manchen Zukunftsthemen, die Visionen und ein gemeinsames, gesellschaftliches Verständnis brauchen, nicht unbedingt seine Stärken zu zeigen vermag.

    Doch es kommt schlimmer. Der Autor dieses Debattenbeitrags hat einen Verdacht. Eine gewagte These mithin, die sich mir immer dann verstärkt aufdrängt, wenn wir über Zukunftsthemen wie Digitalisierung sprechen. Das Neuland. Die notwendigen Weichenstellungen für unser Land und unsere Wirtschaft. Und ja, auch wenn wir über Künstliche Intelligenz brainstormen. Könnte es sein, dass wir zu klein denken, zu kurz springen, zu befreit von Visionen? Dafür mit einem Heer an föderalen Gestaltern und ihren Armeen an Ideengebern. Gut so, rufen die einen – gemeinsam sind wir stark und in der Vielfalt liegt die besondere Stärke. Schnell bekommt man ein schlechtes Gewissen, ob der eigenen Zweifel. Die regelmäßig schlechten Nachrichten über Deutschlands Nachzügler-Rolle bei allem was die weite Welt der Digitalisierung angeht, sind zwar schon ebenso zur Gewohnheit geworden wie unsere ausbaufähigen Platzierungen bei europäischen Gesangs-Wettstreiten, aber ist das fair?

  • Dr. Michael Gebert Dienstag, 13. Juni 2023 von Dr. Michael Gebert

    Epoche des Wandels oder der Vernichtung?

    Singularität und Künstliche Intelligenz

    Die Technologiewelt ist in Aufruhr. Das dominante Thema der Diskussion ist künstliche Intelligenz (KI), und das Konzept der technologischen Singularität scheint a der Schwelle der Realität anzukommen. David Shapiro, ein bekannter amerikanischer AI-Forscher, sieht in den schnellen Fortschritten wie der Entstehung von GPT-4 und GPT-5 Anzeichen dafür, dass wir uns in einer Phase exponentiellen Wachstums befinden, die unweigerlich zur Singularität führen wird. Doch welche Auswirkungen hat das auf unsere Gesellschaft?

    KI und Singularität bieten ein unvorstellbares Potenzial für die Zukunft. Wenn wir den Punkt erreichen, a dem KI über menschliches Denken hinausgeht, wird sie in der Lage sein, ihre eigene Architektur selbstständig zu verbessern. Dies könnte zu einer Wissensexplosion führen, bei der die Informationsmenge und kognitive Arbeit praktisch unbegrenzt werden könnten. Stellen wir uns eine Welt vor, in der die kognitive Belastung der Menschen irrelevant wird und der „kognitive Arbeitstag“ eine Frage der Sekunden, nicht der Stunden ist. In einer solchen Welt würden menschliche Arbeitsplätze in fast allen Bereichen obsolet werden, was eine grundlegende Neuorientierung von Bedeutung und Zweck in unserer Gesellschaft erfordert.

  • Dr. Michael Gebert Donnerstag, 8. Juni 2023 von Dr. Michael Gebert

    Deutschlands KI-Investitionen

    Quo Vadis Milliarden an Förderung?

    Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 fünf Milliarden Euro in Künstliche Intelligenz (KI) zu investieren. Bisher wurden jedoch nur 1,3 Milliarden Euro investiert, und es herrscht Unklarheit über die Bereitstellung des verbleibenden Betrags.

    Die Wichtigkeit von KI wurde bereits von der früheren Regierung vor über einem Jahrzehnt bestätigt. 2018 wurde dann auf Bundesebene eine eigene KI-Strategie ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, Deutschland und Europa zu führenden KI-Standorten zu machen, um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern.

    Ursprünglich sollten die KI-Vorhaben mit drei Milliarden Euro finanziert werden. Dieser Betrag wurde 2020 auf fünf Milliarden Euro erhöht. Von den zugesagten fünf Milliarden Euro wurden bislang nur 1,28 Milliarden Euro ausgegeben, und weitere 1,5 Milliarden Euro sind für die Jahre 2023 bis 2025 verplant.

    Die Bundesregierung gab jedoch an, dass zwischen 2018 und 2025 insgesamt 3,5 Milliarden Euro für die Umsetzung der KI-Strategie zur Verfügung gestellt wurden. Es bleibt jedoch unklar, wo die restlichen 720 Millionen Euro liegen und ob die fehlenden 2,2 Milliarden Euro bis 2025 bereitgestellt werden.

  • Dr. Michael Gebert Montag, 5. Juni 2023 von Dr. Michael Gebert

    Intelligenz ist nicht gleich Kompetenz

    Die realen Gefahren der Künstliche Intelligenz

    Eine der wichtigsten Fragen, die sich beim Thema Künstliche Intelligenz stellen, ist, ob sie überhaupt intelligent ist. Ich würde sagen: Sie ist es zweifellos, allerdings nicht immer!

    Das ChatGPT-Dialogsystem ist jedoch auf eine andere Weise intelligent, als wir es uns normalerweise vorstellen. Zum Beispiel könnte ChatGPT diesen Debattenbeitrag mühelos auf jede gewünschte Länge von Zeichen kürzen. Aber im Gegensatz zu Menschen weiß Maschinenintelligenz nie, wie sie genau und bewusst handeln soll. Aufgrund ihrer Kommunikation mit uns wirken Dialogsysteme oft wie ein menschliches Gegenüber, aber ein faktisches Bewusstsein ist ChatGPT sicherlich noch nicht zuzuordnen. Dabei sind der freie Wille und die Intentionen zwei wesentliche Merkmale des Bewusstseins. Im Gegensatz dazu handelt ChatGPT bislang noch immer im Auftrag von Menschen.

    Wir haben Angst vor lernenden Maschinen, weil sie uns in der Regel spiegeln. Wir haben hohen Respekt und sind besorgt, dass KI sich ähnlich verhalten könnte wie wir selbst und die Welt bald kontrollieren will, als ob sie ein fünfjähriges Kind wäre, das nur sagt: „Ich will das sofort, ohne wenn und aber!“

  • Dr. Michael Gebert Samstag, 3. Juni 2023 von Dr. Michael Gebert

    Wie zufrieden sind Unternehmen mit AI-Projekten?

    AI-as-a-Service für Unternehmen

    Artificial Intelligence as a Service (AIaaS) ist ein Cloud-Modell für das Outsourcing von künstlicher Intelligenz (KI). Der Service ermöglicht es Einzelpersonen und Unternehmen, mit geringerem Risiko und ohne große Anfangsinvestitionen mit KI für verschiedene Zwecke zu experimentieren. Um verschiedene maschinelle Lernalgorithmen zu testen, kann das Experimentieren mehrere Public-Cloud-Plattformen nutzen.

    Auch mittelständische Unternehmen können dank „AI as a Service“ den Einsatz von KI deutlich einfacher und kosteneffizienter gestalten. Trotzdem gibt es noch Schwierigkeiten in der Praxis zu bewältigen. Die meisten Unternehmen betrachten KI als flexibles, aber schwieriges Werkzeug. Diese Meinung ist nicht vollständig falsch. Zu den anspruchsvolleren Aufgaben, die sich ein IT-Team vornehmen kann, gehören KI-Projekte. Die größte Schwierigkeit besteht darin, dass KI im Gegensatz zu herkömmlichen Entwicklungsprojekten hauptsächlich auf Daten angewiesen ist.

  • Dr. Michael Gebert Freitag, 2. Juni 2023 von Dr. Michael Gebert

    Ausblick auf die Arbeitswelt

    Wann wird KI-Automatisierung zur Norm?

    Ich habe oft mit einem Augenzwinkern gesagt, dass einige Leute hoffen, bis zum Rentenalter zu kommen, bevor die Künstliche Intelligenz (KI) ihre Arbeit übernimmt. Als jemand, der 55 Jahre alt ist, könnte dies gegebenenfalls schon für mich früher zutreffen als mir lieb wäre.. Meine Einschätzung ist, dass Fachkräfte in den kommenden zwei bis drei Jahren weniger von KI beeinflusst sein werden als häufig befürchtet. Langfristig hingegen wird jede Berufsgruppe wesentlich von der zunehmenden Leistungsfähigkeit der KI-Systeme betroffen sein.

    Ich glaube fest daran, dass menschenähnliche Roboter in der Zukunft in der Lage sein werden, Präsentationen genauso gut zu halten wie ich. Die wesentliche Frage liegt jedoch nicht darin, was KI für mich persönlich bedeutet, sondern welche Auswirkungen sie auf unsere Gesellschaft haben wird. Wie wird KI die globale Gesundheit, den Weltfrieden oder den Klimawandel beeinflussen? Es ist verständlich, dass Menschen sich Sorgen um ihre Arbeitsplätze machen, aber das ist eine zu kurz gedachte Perspektive.

  • Oliver Schwartz Montag, 29. Mai 2023 von Oliver Schwartz

    Höchstmögliche Transparenz für mehr Vertrauen

    Haben die Medien eine KI-Strategie?

    Die Medienunternehmen, die ja damals das Thema „Online“ bis hin zur Existenzgefährdung nicht richtig verstanden und verschlafen haben, sind in Sachen KI diesmal ganz vorne mit dabei – denn sie hoffen, gleich mehrfach zu profitieren!

    Wenn wir den Begriff KI jetzt mal sehr weit fassen, dann gibt es jenseits von Forschungseinrichtungen, von bestimmten Big Data Aktivitäten in Unternehmen und jenseits von Nachrichtendiensten, wohl kaum eine Branche, die bereits seit Jahren immer stärker „Künstliche Intelligenz“ nutzt. Da wird mit dem computer-generierten Verfassen von minderkomplexen, datenorientierten Berichten zu Sport oder Finanzen experimentiert. Da wird Text-to-Speeach genutzt, immer besser funktionierende Übersetzungssysteme. Da werden Artikel ki-unterstützt für Social-Media und klickstarke Teaser und Headlines aufbereitet. Gerade im investigativem Journalismus werden große Aktenumfänge mit Hilfe von KI durchsucht und aufbereitet. Und wer sich fragt, wie Medien so schnell hunderte Seiten lange Entwürfe und Dokumente analysieren und kommentieren können – der ist nicht weit von KI-artigen Analysetools entfernt. Auch natürlich das Korrekturlesen von Artikeln und die Optimierung von Sprache und Schreibstil erfolgt auf breiter Front mit Softwarelösungen, die es schon lange gibt und die sich nun auch KI nennen.

  • Oliver Schwartz Samstag, 1. April 2023 von Oliver Schwartz

    Worin unterscheidet sich menschliche Intelligenz?

    Intelligenz ist ein komplexes Konzept

    Im aktuellen Hype verzichtet keine Software und auch kein sonstiges technologisches Gadget mehr auf das verheißungsvolle Label „KI“. Doch wie intelligent sind diese Tools wirklich, wieviel KI steckt in den mehr oder weniger smarten KI-Lösungen? Und was ist eigentlich „Intelligenz“?

    Intelligenz bezieht sich auf die Fähigkeit eines Individuums, Wissen und Fertigkeiten zu erwerben, zu verstehen und anzuwenden, Probleme zu lösen, logisch zu denken, sich an neue Situationen anzupassen und aus Erfahrungen zu lernen.

    Intelligenz ist ein komplexes Konzept und es gibt verschiedene Arten von Intelligenz. Sprachliche, logisch-mathematische, musikalische, räumliche, körperliche, intrapersonale und interpersonale Intelligenz. Intelligenz ist also mehr als nur ein IQ-Score und es spielen auch emotionale, soziale und kulturelle Aspekte eine Rolle. Natürlich stellt sich da die Frage: Worin unterscheidet sich menschliche Intelligenz von künstlicher Intelligenz?

  • Oliver Schwartz Freitag, 31. März 2023 von Oliver Schwartz

    Kreative, Marketing und Medien reagieren auf ChatGPT

    Begeisterung und Ängste

    Derzeit sind wir mitten in einem Hype. Was durchaus verwundern kann. Denn seit vielen Jahren, sogar Jahrzehnten wird daran geforscht und entwickelt. Und plötzlich ist sie präsent und in aller Munde: Die künstliche Intelligenz. Dieses beeindruckende Dialogsystem ist die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs und zeigt sehr schön die Stärken und Schwächen heutiger KI-Lösungen. ChatGPT ist dabei keine sogenannte Narrow AI-Lösung, die nur eine spezifische Aufgabe löst, sondern versucht sich als Texter und Autor, als Analyst und Redenschreiber, als Programmierer und im Zusammenspiel mit weiteren Lösungen auch als Kreativer.

    Und je nach Thema und Aufgabenformulierung sind die Ergebnisse überraschend. Oft überraschend gut, manchmal überraschend banal oder gar falsch. Denn auf den „Prompt“ kommt es an und natürlich auf die Datenbasis, mit der das KI-System im Wege des Maschinellen Lernens trainiert worden ist. Und natürlich ist das Thema „Künstliche Intelligenz“ auch für Kommunikatoren und Marketeers ein wichtiges und relevantes Thema. Es geht um die Zukunft ihrer Profession und welche Rolle KI-Lösungen dabei einnehmen werden. Werden die Nachfolger und Verwandten von ChatGPT ein hilfreiches und smartes Werkzeug, eher fleißige Kollegen, die entlasten oder gar Nachfolger und Konkurrenten?

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