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INFOS
  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 12. Juni 2024 von Dr. Michael Gebert

    Ein Blick auf die neuesten Entwicklungen

    Giganten im KI-Wettlauf

    In den letzten Monaten haben die Tech-Giganten Google, Meta, Microsoft, Apple und auch Alibaba ihre neuesten Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz präsentiert. Jedes Unternehmen verfolgt dabei einen möglichst einzigartigen Ansatz, um KI in seine Produkte und Dienstleistungen zu integrieren - mit dem Ziel, das Nutzererlebnis, die Produktivität und die Kreativität zu verbessern.

    Die Präsentationen der Hersteller zeigen die rasanten Fortschritte in der KI-Technologie und ihr Potenzial, verschiedene Aspekte unseres Lebens zu revolutionieren. Dabei wird der globale Wettbewerb in diesem Bereich immer intensiver. Die Einbeziehung von Alibaba in die Analyse erweitert den Blickwinkel über die USA und Europa hinaus und zeigt die wachsende Bedeutung Chinas in der KI-Landschaft. Mit Modellen wie Qwen2, die in Benchmarks beeindruckende Leistungen erbringen, wird deutlich, dass die Zukunft der KI nicht nur von einigen wenigen Unternehmen gestaltet wird, sondern von einem globalen Ökosystem von Akteuren, die alle danach streben, die Grenzen des technologisch Möglichen zu verschieben. Google und Apple haben der Integration von KI in ihre bestehenden Produkte und Dienste Priorität eingeräumt. Meta hingegen hat sich auf die Entwicklung leistungsstarker Sprachmodelle konzentriert. Microsoft sticht durch seine Kooperationen mit NVIDIA, AMD und OpenAI heraus.

    Mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Technologien werden Fragen bezüglich Datenschutz, Sicherheit, Ethik und Regulierung immer dringlicher. Unternehmen und politische Entscheidungsträger müssen eng zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Vorteile von KI genutzt werden können, während gleichzeitig potenzielle Risiken und negative Auswirkungen minimiert werden. Darüber hinaus wirft der Aufstieg chinesischer KI-Unternehmen Fragen bezüglich des technologischen Wettbewerbs und der geopolitischen Implikationen auf. Da KI zunehmend als strategische Technologie betrachtet wird, könnte der Wettlauf um die Vorherrschaft in diesem Bereich zu weiteren Spannungen führen. Letztendlich ist der KI-Wettlauf in vollem Gange, und die Gewinner werden diejenigen sein, die nicht nur technologische Durchbrüche erzielen, sondern auch in der Lage sind, verantwortungsvoll und ethisch mit diesen leistungsstarken Werkzeugen umzugehen.

    Ein vergleichender Blick auf die jüngsten Präsentationen zeigt relevante Trends.

  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 5. Juni 2024 von Dr. Michael Gebert

    Die Zukunft der intelligenten Automatisierung

    Autonome KI-Agenten

    Die rasanten Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz eröffnen faszinierende Möglichkeiten für Wirtschaft und Gesellschaft. Eine der spannendsten Entwicklungen sind autonome KI-Agenten - intelligente Software-Entitäten, die eigenständig komplexe Aufgaben lösen und Entscheidungen treffen. Sie versprechen enorme Effizienzgewinne, neue Wertschöpfungspotenziale und eine Vielzahl innovativer Anwendungen. Doch was genau steckt hinter der Technologie? Und wie können Unternehmen die Potenziale für sich nutzen? Im Kern sind autonome KI-Agenten lernfähige Systeme, die auf Basis vorgegebener Ziele selbstständig in einer definierten Umgebung agieren. Gespeist mit riesigen Datensätzen und ausgestattet mit Techniken des maschinellen Lernens analysieren sie Zusammenhänge, ziehen Schlüsse und entwickeln optimale Handlungsstrategien. Dabei passen sie sich kontinuierlich an, lernen aus Erfahrungen und verbessern eigenständig ihre Leistungsfähigkeit.

    Das wirtschaftliche Potenzial ist enorm: In nahezu allen Branchen und Unternehmensbereichen können intelligente Agenten repetitive Aufgaben automatisieren, Informationen auswerten und so Mitarbeiter entlasten und Prozesse beschleunigen. Im Vertrieb ermöglichen sie eine hochindividuelle Kundenansprache, in der Fertigung optimieren sie Maschinenauslastung und Warenströme, im Service beantworten sie Anfragen rund um die Uhr. Überall dort, wo große Datenmengen anfallen, komplexe Paramater zu berücksichtigen sind oder schnelle Reaktionen gefordert sind, können KI-Agenten ihre Stärken voll ausspielen. Gerade in datenintensiven Branchen wie der Logistik, dem Handel oder dem Finanzsektor schlummern riesige Anwendungspotenziale. So können Agenten beispielsweise Lieferketten optimieren, individuelle Kaufempfehlungen geben oder Kreditrisiken bewerten. Gleichzeitig eröffnen sie auch in klassischen Industrien wie Maschinenbau, Chemie oder Pharma völlig neue Möglichkeiten: Von der vorausschauenden Wartung über die simulationsbasierte Entwicklung bis hin zum autonomen Anlagenbetrieb.

  • Dr. Michael Gebert Freitag, 24. Mai 2024 von Dr. Michael Gebert

    Führungskräfte im Rausch der Generativen KI

    Revolution oder Risiko?

    Die Generative KI ist der neue Superstar der Tech-Welt. Doch während das Vereinigte Königreich mit Vollgas in die KI-Zukunft rast, stellt sich die Frage: Sind die Führungskräfte bereit für diese Herausforderung? Eine aktuelle IBM-Studie unter europäischen Business Leadern liefert spannende Erkenntnisse - und zeigt, dass die Briten zwar enthusiastisch sind, aber noch Hausaufgaben zu erledigen haben. Rund 80% der befragten britischen Führungskräfte wollen innerhalb eines Jahres Generative KI implementieren. Der Hype ist enorm, die Erwartungen sind hoch. Doch bei aller Euphorie offenbaren sich auch Schwachstellen: Nur die Hälfte der Briten weiß, was die aktuellen Regulierungen konkret für ihr Business bedeuten - der schlechteste Wert in Europa. Es besteht die Gefahr, dass hier der Enthusiasmus die Umsicht überholt.

    Dabei ist gerade im sensiblen Feld der Künstlichen Intelligenz Vertrauen der Schlüssel zum Erfolg. Führungskräfte müssen mit gutem Beispiel vorangehen und ethische Standards setzen. Ermutigend: 97% der britischen Leader, die KI einführen wollen, arbeiten aktiv an Governance-Richtlinien mit. Doch im europäischen Vergleich hinkt man bei der Schaffung von KI-Ethikboards hinterher. Hier ist mehr Initiative gefragt. Auch beim Thema Skills gibt es in Großbritannien noch Luft nach oben. Ganze 39% bezweifeln, dass ihre Belegschaft das nötige KI-Know-how mitbringt. Der Fokus liegt auf internen Schulungen, doch der Bedarf an externen Experten ist ebenso groß. Eine enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschung könnte hier wertvolle Impulse liefern, wird aber noch zu wenig genutzt.

  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 22. Mai 2024 von Dr. Michael Gebert

    Aktueller Report von VisualGPS

    Vertrauen schaffen im Zeitalter von KI

    Die Welt steht an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter - dem Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Wie ein Wirbelwind erfasst diese faszinierende Technologie eine Branche nach der anderen und verspricht eine Zukunft voller Möglichkeiten. Auch die Welt des Marketings und der Werbung bleibt von dieser Revolution nicht unberührt. Generative KI-Tools wie ChatGPT und Midjourney verheißen atemberaubende Effizienzsteigerungen und kreative Höhenflüge. Doch während die Industrie in freudiger Erregung die Chancen von KI feiert, stellt sich die Frage: Wie denken eigentlich die Verbraucher darüber? Ein aktueller Report von VisualGPS, der Forschungs- und Insights-Unit von Getty Images, widmet sich genau diesem brandaktuellen Thema. Er beleuchtet die Einstellungen der Konsumenten zu KI-generierten Inhalten und gibt Marken wertvolle Hinweise, wie sie in diesem neuen Umfeld Vertrauen und Authentizität bewahren können. Die Zukunft gehört denen, die innovativ voranschreiten, dabei aber nie die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Kunden aus den Augen verlieren.

    Laut der Studie, für die über 7.500 Konsumenten weltweit befragt wurden, blickt knapp die Hälfte der Menschen nervös auf die Entwicklung von KI. Gleichzeitig sind vor allem jüngere Generationen neugierig auf die Technologie. Eine spannende Beobachtung: In Schwellenländern wie Südostasien ist die Begeisterung für KI deutlich größer als in westlichen Märkten. Dort überwiegen Vorfreude und der Glaube an Produktivitätssteigerungen die Sorge um mögliche negative Auswirkungen. Trotz des Hypes wächst aber in allen Regionen auch der Wunsch nach Transparenz. Fast 9 von 10 Konsumenten wollen wissen, ob ein Bild mit KI entstanden ist. Und das aus gutem Grund: Denn für 98 Prozent ist Authentizität von Bildern und Videos entscheidend für das Vertrauen in eine Marke.

  • Vanessa Seifert Donnerstag, 9. Mai 2024 von Vanessa Seifert

    Neuer Name unterstreicht redaktionelle Bandbreite

    Aus dem ChatGPT Expertenforum wird das KI Expertenforum

    Pünktlich zum einjährigen Jubiläum ändern wir den Namen unseres Online-Portals in „KI Expertenforum“! Nach wie vor ist für viele Menschen „ChatGPT“ ein Synonym für die Generative Künstliche Intelligenz und meist auch der Startpunkt für erste eigene KI-Erfahrungen. Von Beginn an war unser redaktionelles Konzept aber deutlich breiter angelegt. Das Themenspektrum umfasst News und Debatten zu allen Aspekten der KI-Nutzung im geschäftlichen Umfeld. Auch ethische und rechtliche Fragen hatten und haben für uns einen wichtigen Stellenwert.

    Ein Blick auf unser Gesamtverzeichnis zeigt: Wir waren von Beginn an das KI Expertenforum. Mit unserer stetig wachsenden Reichweite und dem deutlich diversifizierteren Markt an innovativen Lösungen für die KI-Nutzung im Unternehmen, war jetzt die Zeit reif für eine Umbenennung. Und das kommt nicht überraschend. Die entsprechenden Webadressen liefen bereits parallel. Und dennoch bedeutet die Umbenennung den Startschuss für eine ganze Reihe ambitionierter Pläne unserer Redaktion, auf die Sie sich freuen können.

    Wir wollen unsere Reichweite und Leserschaft weiter ausbauen und dafür ist wichtig, dass Interessenten auf den ersten Blick sehen: Im KI Expertenforum geht es um die neuesten Entwicklungen zur Künstlichen Intelligenz, um spannende Anwendungsberichte, relevante Debatten-Themen und wichtige Impulse für den erfolgreichen sowie ethisch und rechtlich unbedenklichen Einsatz von KI. Das ist nicht an bestimmte Produkte und Entwickler gebunden. Wir waren und sind ein unabhängiges, journalistisches Medium. Und das unterstreicht auch unser neuer Name. Aber selbstverständlich thematisieren wir auch weiterhin wichtige Entwicklungen bei ChatGPT und OpenAI.

    Herzlichen Dank für Ihr Interesse und Ihre Treue! Und seien Sie gespannt auf die nächsten 12 Monate. In einer neuen Rubrik stellen wir ihnen die deutsche und europäische KI-Szene vor, wir begrüßen neue inspirierende Gastautoren und wir schaffen Transparenz zu rechtlichen Rahmenbedingungen, politischen Zielen und der Förderlandschaft Schauen Sie bald wieder vorbei und empfehlen Sie das KI Expertenforum gerne weiter.

    Übrigens: Wir bauen die Kooperationsmöglichkeiten aus. Wenn Sie als Unternehmen, Institution, Forschungseinrichtung oder Behörde Ideen und Interesse an der Zusammenarbeit mit dem KI Expertenforum haben, sprechen Sie uns gerne an.

  • Oliver Schwartz Freitag, 19. April 2024 von Oliver Schwartz

    IOC-Chef Bach präsentiert die „Olympic AI Agenda“

    Olympia 2024 im Zeichen von KI

    Die Olympiade in Paris beginnt in wenigen Monaten. Die Eröffnungsfeier findet am 26. Juli nicht in einem Stadion, sondern mit Bootsfahrten auf der Seine statt. Zuvor tragen 10.000 Fackelträger die olympische Flamme durch 64 französische Territorien. Paris, weltberühmt als Stadt der Liebe, ist zweifelsfrei ein attraktives Reiseziel für Sportfans und Athleten aus aller Welt. Doch teure Tickets, ein kompliziertes Buchungsverfahren, verspätete Freischaltung von Zug- und Flugverbindungen und viele unseriöse Hotelangebote haben die Vorfreude für Olympia-Touristen kurzzeitig getrübt, dafür versprechen die Broadcaster ein TV-Erlebnis wie noch nie. Und wer es doch bis nach Paris schafft, wird sicherlich einmalige Eindrücke mit nach Hause nehmen. Und die Olympia-Gäste werden Pioniere, denn sie werden Teil der ersten Olympiade mit umfassender Präsenz von Künstlicher Intelligenz.

    Auf einem IOC-Event in London, nicht in Paris, hat Präsident Thomas Bach heute passend dazu die „Olympic AI Agenda“ des Internationalen Olympischen Komitees vorgestellt. Angekündigt als herausragender Abschluss einer Trilogie von Strategie-Dokumenten der oft kritisierten Olympia-Macher. Die bisherigen Papiere verstanden sich als Roadmap für die Olympische Bewegung, und auch der olympische Sport kommt nicht an der Künstlichen Intelligenz vorbei. Ein besonders wichtiger Industriepartner für das IOC ist dabei das Unternehmen Intel. Und so wundert es nicht, dass deren Chief Commercial Officer Christoph Schell heute Teil des illustren Podiums war, zu dem auch Ex-Ski-Star Lindsey Vonn oder der ehemalige Olympionike und heutige Alibaba Präsident Michael Evans gehörten.

    Der neuen Olympische KI-Agenda folgend soll die Technologie zum Nutze der Olympischen Bewegung und der gesamten Sportwelt eingesetzt werden. Dazu gab es heute in London spannende Gespräche über die Auswirkungen und Vorteile von KI auf die Wettkampf-Vorbereitungen der Sportler, die Optimierung von Sportgeräten, das Wettkampfrichter-Wesen und die Organisations-Logistik eines solchen Mega-Events. Und auch die Vertreter des TV-Rechteinhabers NBC und der Olympic Broadcasting Services versprachen nie dagewesene Bilder und freuten sich auf die KI-Unterstützung bei der noch schnelleren Aufbereitung von Wettkampf-Highlights. Jenseits dieser Strategie-Ankündigungen, Fallbeispiele und KI-Gedankenspiele zum Nutzen von Athleten und Zuschauern, gibt es jedoch noch eine andere Seite der Medaille: Die französischen Organisatoren der Olympiade in Paris setzen längst in vielen Aspekten auf Künstliche Intelligenz, vor allem natürlich beim Thema Sicherheit.

  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 17. April 2024 von Dr. Michael Gebert

    Der Schlüssel zu optimalen ChatGPT-Ergebnissen

    Prompt-Frameworks

    Künstliche Intelligenz und insbesondere Sprachmodelle wie ChatGPT haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Viele Menschen nutzen ChatGPT bereits, um sich bei verschiedensten Aufgaben unterstützen zu lassen - sei es beim Schreiben, Analysieren, Beantworten von Fragen, in der Mathematik oder beim Programmieren. Doch oft werden die Fähigkeiten von ChatGPT noch nicht voll ausgeschöpft. Der Grund: Nicht immer werden die richtigen Prompts verwendet. Prompts sind die Anweisungen und Fragen, die man an ChatGPT stellt. Sie sind sozusagen die Schnittstelle zwischen Mensch und KI. Je präziser und strukturierter die Prompts formuliert sind, desto besser und passgenauer fallen auch die Antworten von ChatGPT aus. Daher ist es entscheidend, sich mit sogenannten "Prompt-Frameworks" vertraut zu machen. Prompt-Frameworks sind Vorlagen oder Muster, nach denen man seine Prompts aufbauen kann. Sie helfen dabei, alle relevanten Informationen und Vorgaben in den Prompt einzubauen, die ChatGPT benötigt, um eine möglichst gute Antwort zu liefern. Durch die Verwendung von Prompt-Frameworks kann man die Genauigkeit und Treffsicherheit der KI-generierten Antworten enorm verbessern und somit viel Zeit sparen.

  • Oliver Schwartz Mittwoch, 3. April 2024 von Oliver Schwartz

    Die Sorge über synthetische Stimmen wächst

    Mit „Voice Engine“ Stimmen klonen

    Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat sich vor wenigen Tagen zum eigenen KI-Modell „Voice Engine“ geäußert und wiederholt seine Kommunikationsstrategie zum Video-Generator „Sora“. Die Botschaften lauten in beiden Fällen: Unsere KI ist mächtig! So mächtig, dass wir überlegen, wie man sie verantwortlich in den Markt einführen kann. Das klingt besonnen und reflektiert, fast schon nach Wissenschaftskommunikation, beflügelt aber trotzdem das virale Marketing und die Erwartungshaltung. Endlose Medien-Headlines schreiben der Lösung überlegene Fähigkeiten zu, gerade weil der Entwickler sich Gedanken über die Herausforderungen und Chancen macht. Die Logik ist klar: Wenn OpenAI mit der Markteinführung zögert, dann muss das Werkzeug magische Fähigkeiten haben. Und so steht vermeintlich bereits fest, dass es dem Team um Sam Altman gelungen ist aus einem Audioclip von lediglich 15 Sekunden einen perfekten Sprach-Clone zu generieren. Das Augenmerk liegt dabei nicht auf der Perfektion, sondern auf dem Eliminieren jeglichen Aufwands.

    An synthetischen Stimmen wird seit langem gearbeitet und die sehr heterogenen Ergebnisse haben bislang immer wieder gezeigt, dass der Aufwand hoch ist und die Schwierigkeiten groß. Denn eine authentische Stimme spiegelt viele Faktoren: Emotionen, Sicherheit oder Unsicherheit, Nachdenklichkeit oder Nervosität. Dieselbe Technologie, die sich für kurze Ansagen eignet, scheitert oft an längeren Passagen wie Hörbüchern oder Podcasts. Für Sprachprofis und Broadcast-Anwender galt bislang, dass es idealerweise mehrere Stunden an professionell im Studio aufgenommenem, normalisiertem Quellmaterial und ein wochen- oder monatelanges Training und Justierung der generierten Clone-Stimme brauchte. Der damit verbundene Aufwand und die Kosten stellen bereits eine Schutzhürde dar und in so einem Prozess gibt es auch keine Probleme damit die berechtigte Nutzung der synthetischen Clone-Stimme zu verifizieren. Ganz anders natürlich, wenn künftig Jedermann mit wenigen Sekunden Audiovorlage eine Stimme einer dritten Person, gar eines Prominenten oder Politikers, synthetisieren und für Fakes nutzen kann. Sei es zum Spaß oder in betrügerischer, manipulativer Absicht.

    Es verwundert also nicht, dass die von OpenAI jetzt angestoßene Debatte um die eigene „Voice Engine“, an der seit Jahren entwickelt wird, nun wieder zahlreiche kritische Stimmen auf den Plan ruft. Gerade in den USA mit anstehendem Präsidentschaftswahlkampf kommt Sorge auf, dass Bürger mit gefaktem Sprachaufnahmen manipuliert werden können. Und in der Tat sind die Missbrauchsgefahren bei reiner Sprache noch höher als bei Fotos und Videos und sind Fakes noch schwieriger zu erkennen. Umgekehrt gibt es aber auch sehr viele konstruktive und positive Einsatzgebiete, jenseits einer Vermarktung als Cloud-Tool für Jedermann. Und die lohnt es sich einmal näher zu betrachten. OpenAI selbst hat dazu zahlreiche Beispiele veröffentlicht und die eigenen Überlegungen erläutert.

  • Oliver Schwartz Donnerstag, 15. Februar 2024 von Oliver Schwartz

    Auch die Qualifizierung von KI-Fachkräften ist geplant

    Microsoft investiert Milliarden in deutsche KI-Infrastruktur

    Mit einem frohgelaunten Bundeskanzler als Gast kündigte Microsoft heute umfangreiche Investitionen in KI-relevante Rechenzentrums-Kapazitäten an. In den nächsten zwei Jahren wird Microsoft, so das Announcement, deutschlandweit 3,2 Milliarden Euro in den Ausbau der Cloud- und KI-Infrastruktur investieren. Erläutert wurden die Pläne durch Brad Smith, Vice Chair und President des Unternehmens: „Wir sehen eine steigende Nachfrage nach KI-Anwendungen in wichtigen Wirtschaftszweigen wie Fertigung, Automobilbau, Finanzdienstleistungen, Pharma, Life Sciences und Medizintechnik. Weil sich diese Branchen durch den wirtschaftlichen Wandel grundlegend verändern, ist es wichtig, Unternehmen in Deutschland mit weltweit führender Technologie auszustatten.“

    Auch Bundeskanzler Olaf Scholz bekräftigte die Signalwirkung für den Standort Deutschland: „Die heute angekündigte Milliardeninvestition von Microsoft in Deutschland ist eine sehr gute Nachricht für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Microsoft fördert damit den nötigen Strukturwandel im Rheinischen Revier, bringt die Recheninfrastruktur in unserem Land voran und stärkt das deutsche Ökosystem rund um Künstliche Intelligenz.“

    Im Detail bedeutet der Plan, dass die Microsoft Cloud-Infrastruktur in Hessen ausgebaut und neue Rechenzentren in Nordrhein-Westfalen aufgebaut werden. Damit wird sich die Kapazität mehr als verdoppeln. Die Botschaft: Dieser erhebliche Zuwachs an digitalen Kapazitäten wird dem Standort Deutschland helfen, die wachsende Nachfrage nach KI-spezifischer Rechenleistung und Cloud-Lösungen zu erfüllen.

  • Oliver Schwartz Samstag, 3. Februar 2024 von Oliver Schwartz

    Mitgliedsstaaten geben Widerstand auf

    Europäische KI-Regulierung auf der Zielgeraden

    Der Zeitplan war am Ende sportlich. Nach einem kräftezehrenden, tagelangen Verhandlungsmarathon in Brüssel konnten die Vertreter von Europarlament und Europäischem Rat im Dezember einen politischen Durchbruch erzielen. Lange war unklar, ob der AI Act eventuell in Gefahr ist - oder ob man sich doch auf notwendige Kompromisse einigen kann. Und wie sehr diese Kompromisse dann die Regulierungs-Ziele, vor allem des Parlaments, aufweichen. Doch nach dem Durchbruch stand die Arbeit. Denn nun galt es die politische Einigung in einen finalen Gesetzestext zu gießen. Damit eine Verabschiedung noch in dieser Legislatur möglich ist, stand der 9. Februar als Deadline im Raum.

    Nun ging es schneller. Am 24. Januar überraschte die belgische Präsidentschaft im EU-Rat mit einer endgültigen, verabschiedungsfähigen Version des Textes. Zu diesem Zeitpunkt war aber keineswegs sicher, dass die 27 Mitgliedsstaaten dem angestrebten umfangreichem Regelwerk auch wirklich zustimmen. Gerade wichtige Nationen wie Deutschland, Frankreich und Italien hatten zuvor immer wieder mit Einlassungen irritiert, die man nur so interpretieren konnte, dass ihnen die geplante Regulierung -insbesondere der Generativen KI- zu weit ging. Auch die Bundesregierung gab Rätsel auf. Im Gegensatz zu den involvierten Parlamentariern fremdelten sowohl Justizminister Buschmann, Verkehrsminister Wissing und Wirtschaftsminister Habeck mit dem EU AI Act. Aus unterschiedlichen Motivationen. Robert Habeck trieb die pragmatische Standort-Sorge um. Immer wieder wurde das Bild gezeichnet, dass eine zu strenge Regulierung die innovativen Entwickler und Betreiber der großen Sprachmodelle und GenAI-Lösungen ins Ausland vertreiben könnte.

    Andererseits beobachtet man durchaus stolz, dass Europa sich eine Vorreiterrolle in Sachen umfassender KI-Regulierung gesichert hat und selbst die USA den Prozess interessiert verfolgt. Am gestrigen Freitag kam dann doch das grüne Licht bei einem Treffen der Botschafter der Mitgliedsstaaten. Einstimmig angenommen! Mittlerweile beeilt man sich der diplomatischen Interpretation, dass der angebliche Widerstand aus Mitgliedsstaaten wie Deutschland eine Fehlinterpretation gewesen sei. Man hätte lediglich ausreichend Zeit für ein intensives Studium des finalen Texts gebraucht. Dies klingt versöhnlich, steht aber durchaus im Widerspruch zum Auftreten mehrerer führender Regierungsvertreter von wichtigen EU-Mitgliedsstaaten bei dem sagenumwobenen Treffen im britischen Bletchley Park.

    Am Ende siegten die gemeinsamen Ziele zum Schutz wichtiger Europäische Bürgerrechte und auch die Sorge um die Folgen, wenn die finale Verabschiedung nicht mehr in dieser Legislatur erfolgen könnte. Zu ungewiss ist auch der Ausgang der anstehenden Europawahl. Nun gibt es keine wirklichen Hürden mehr und das Regelwerk dürfte nun so verabschiedet werden und dann nach einer Übergangsfrist spätestens in einem Jahr volle Wirksamkeit entfalten.

  • Dr. Michael Gebert Samstag, 27. Januar 2024 von Dr. Michael Gebert

    Zwischen Goldrausch und Büchse der Pandora

    Aktuelle GenAI Studie von Deloitte

    Wie eine neue Technologie Wirtschaft und Gesellschaft in ihren Grundfesten erschüttert zeigt eine neue Studie des Beratungsunternehmens Deloitte, für die über 2800 Führungskräfte befragt wurde. Hinterfragt wurden die konkreten Erwartungen und Herausforderungen, welche Unternehmen mit Blick auf den breiten Einsatz von Generativer KI sehen. Die Ergebnisse verdeutlichen einerseits das enorme Potenzial, das Entscheidungsträger der Technologie zusprechen. Andererseits decken sie auch erhebliche Defizite etwa bei Kompetenzen, Governance und Risikomanagement auf. Das disruptive Potenzial der Generativen KI spiegelt sich deutlich in der Einschätzung der Studienteilnehmer: Sage und schreibe 79% der befragten Führungskräfte erwarten, dass die Technologie innerhalb der nächsten drei Jahre zu tiefgreifenden Veränderungen in ihren Unternehmen führen wird. 17% gehen sogar davon aus, dass dies innerhalb des nächsten Jahres der Fall sein wird.

    Konkret sehen 56% der Befragten Potenzial zur Effizienzsteigerung durch Automatisierung von Routineaufgaben. 91% erwarten eine Produktivitätssteigerung in ihren Organisationen durch den Einsatz von Generativer KI. Ein Viertel rechnet damit, dass sich damit auch die Umsätze erhöhen lassen. Zudem könnte Generative KI nach Einschätzung von 29% der Studienteilnehmer Innovationen und Wachstum begünstigen, indem sie kreative Prozesse wie Design, Werbung oder Produktentwicklung ergänzt und beschleunigt. Auch ganz neue Geschäftsfelder durch generierte Inhalte wie Texte, Podcasts oder Grafiken erscheinen vielen Befragten realistisch. Dabei dominiert gegenwärtig noch der Einsatz von Standardsoftware und vortrainierten Sprachmodellen, während die Entwicklung individueller Lösungen bislang kaum eine Rolle spielt. Das deutet darauf hin, dass vielfach noch die "low hanging fruits" mit Fokus auf Effizienzsteigerung geerntet werden.

  • Dr. Michael Gebert Donnerstag, 25. Januar 2024 von Dr. Michael Gebert

    KI-Diagnose-Chatbot siemuliert ärztliche Expertise

    Künstliche Intelligenz trifft Dr. House

    Eine kürzlich veröffentlichte Studie stellt AMIE vor, ein auf Großsprachmodellen basierendes KI-System für diagnostische Gespräche und Schlussfolgerungen. AMIE wurde speziell für medizinische Konversationen optimiert und zeigte in ersten Experimenten eine Leistung auf dem Niveau von Hausärzten bei simulierten Patientenkonsultationen. Dies verweist auf das Potenzial von LLMs, klinische Expertise zu ergänzen und die Gesundheitsversorgung durch konversationsbasierte Diagnostik zu verbessern. Dennoch bleibt die Integration solcher Systeme in die Praxis eine große Herausforderung, die noch viel Arbeit erfordert. Im Gegensatz zu bestehenden medizinischen KI-Anwendungen wie der Interpretation von Bildgebungen zielt AMIE darauf ab, Diagnosen durch einen Dialog mit Patienten zu erstellen. Dies erfordert ein tiefes medizinisches Faktenwissen sowie Kommunikationsfähigkeiten wie Mitgefühl und Beziehungsaufbau. Um AMIE diese Fähigkeiten beizubringen, entwickelten die Forscher eine Simulationsumgebung für selbstgespielte medizinische Dialoge über ein breites Spektrum von Erkrankungen. Zusätzlich trainierten sie das System mit realen klinischen Gesprächen und medizinischen Textzusammenfassungen.

    In der anschließenden vergleichenden Studie mit 20 Hausärzten in 149 virtuellen Fallsimulationen demonstrierte AMIE dem Facharzturteil zufolge eine höhere diagnostische Genauigkeit sowie überlegene Leistungen bei 28 der 32 Qualitätsmetriken aus klinischer Sicht und 24 von 26 Metriken aus Patientensicht. Diese Experimente unter Laborbedingungen können zwar Hinweise auf das Potenzial von LLMs für diagnostische Gespräche geben, die Übertragbarkeit auf die klinische Routine ist jedoch unklar. Wie die Studienautoren selbst diskutieren, unterscheidet sich die verwendete Text-Chat-Kommunikation deutlich von der ärztlichen Praxis. Zudem berücksichtigt die Studie nicht patientenbezogene Faktoren wie Privatsphäre, Fairness und Vertrauen.

  • Oliver Schwartz Freitag, 29. Dezember 2023 von Oliver Schwartz

    Urheberrechtsstreit mit OpenAI und Microsoft

    New York Times reicht Klage ein

    Die The New York Times Company, das Unternehmen hinter der traditionsreichen Zeitung „The Times“, hat am 27. Dezember eine Klage am Bezirksgericht Südliches New York eingereicht. Beklagte sind die Microsoft Corporation sowie acht Unternehmen von Open AI, dem Betreiber von ChatGPT. Gegenstand der Klage sind vermeintliche Urheberrechtsverletzungen seitens OpenAI und Microsoft zu Lasten der Klägerin New York Times. Es geht im Kern um die unbefugte und unlizensierte Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte beim Trainieren der Sprachmodelle von OpenAI. Am Ende droht eine Löschung der Sprachmodelle und Trainingsdaten sowie eine gigantische Strafzahlung in Millardenhöhe. Nur allein im Fall der Klägerin New York Times.

    Die Dimension hinter der Klage, die symptomatisch für den seit längerem schwelenden Urheberrechtsstreit rund um die Generative Künstliche Intelligenz steht, ist noch viel gewaltiger. Und so erklärt sich auch die hektische Betriebsamkeit der Lobbyisten in den letzten Wochen, denen es gelungen war, immer mehr Politiker zu aktivieren, die das Urheberrecht in teils sehr verwegenen Einlassungen als veraltet gebrandmarkt haben, als Innovationsbremse und als Standortnachteil. Allen Beteiligten ist klar, dass hier ein Handlungsbedarf besteht, denn allzu leichtfertig scheinen sich die KI-Entwickler an geschützten Inhalten bedient zu haben. Doch mittlerweile ist die Generative Künstliche Intelligenz -von ChatGPT bis Midjourney- ein kommerzielles Produkt und tritt durchaus in Konkurrenz mit dem Onlineangebot der New York Times und anderen Publishern und Rechteinhabern. Dies zumindest arbeitet die Klageschrift detailliert heraus. Und mit der „The Times“ klagt nun ein Medienhaus, dass nachweislich profitable Geschäftsmodelle in den Zeiten des großen, internetbedingten, Medienumbruchs für sich etabliert hat. Und damit auch einen faktischen Vermögensschaden durch Urheberrechtsverletzungen befürchten kann und muss.

    Eine weitere Besonderheit der Klageschrift, die wir Ihnen im Original zum Download bereitstellen und in Auszügen in deutscher Übersetzung analysieren, ist die Rolle von Microsoft. Die Klagebegründung zielt gleich an mehreren Stellen auf die Rolle des OpenAI-Großgesellschafters aus Redmond ab. Sei es als technischer Cloud-Dienstleister oder eben auch als Betreiber der Suchmaschine Bing, deren Index immer stärker durch ChatGPT genutzt wird. Laut Klage in einem Umfang, der die üblichen Teaser-Ergebnisse in Suchmaschinen weit übertrifft. Die New York Times alleine beklagt und behauptet, dass Millionen ihrer Artikel durch den Chatbot und bei dessen Training verwendet wurden und werden. Sie fordert Unterlassung, Löschung und Entschädigung. Umfang und Höhe der Ansprüche sollen in einem Schwurgerichtsverfahren geklärt werden. Angesichts der großen Menge an möglichen Urheberrechtsverletzungen kann sich die Summe der Strafzahlungen auf einen hohen Milliardenbetrag belaufen. Noch bedrohlicher für OpenAI und andere KI-Betreiber, die weitere Klagen fürchten müssten, wäre eine gerichtliche Auflage die derzeitigen Sprachmodelle und Trainingsdaten zu vernichten.

  • Dr. Michael Gebert Dienstag, 14. November 2023 von Dr. Michael Gebert

    Eine Analyse der Pariser KI-Charta

    Künstliche Intelligenz und die Zukunft des Journalismus

    Die künstliche Intelligenz wird unsere Welt in den kommenden Jahren dramatisch verändern. Auch der Journalismus und die Medienlandschaft werden davon betroffen sein. Um die Auswirkungen der KI auf den Journalismus zu diskutieren, haben Medienvertreter aus der ganzen Welt in Paris die "Pariser Charta zu KI und Journalismus" verabschiedet. In zehn Punkten skizziert die Charta ethische Leitlinien für den Einsatz von KI-Systemen in Nachrichtenredaktionen. Die Pariser KI-Charta stößt in der Medienbranche grundsätzlich auf Zustimmung. Viele sehen dies als einen wichtigen Schritt, gemeinsame ethische Standards für den Einsatz neuer Technologien wie KI zu entwickeln. Insbesondere die Betonung der menschlichen Verantwortung wird dabei positiv bewertet. Letztlich müssen immer Menschen und nicht Algorithmen die redaktionellen Entscheidungen treffen, so der Tenor.

    Allerdings wirft die Charta auch einige Fragen auf. Manche Formulierungen bleiben recht vage. So wird gefordert, dass eingesetzte KI-Systeme von unabhängigen Stellen "gründlich" überprüft werden sollen. Was genau eine solche Überprüfung beinhalten müsste, wird aber nicht konkretisiert. Ähnliches gilt für die Offenlegung der verwendeten KI-Systeme. Die Charta fordert, dass Medien ein "öffentliches Verzeichnis" der genutzten KI-Technologien erstellen. Die Details eines solchen Verzeichnisses müssten aber noch ausgearbeitet werden. Aus Sicht vieler Kommentatoren wären hier präzisere Vorgaben nötig. Das Verzeichnis sollte idealerweise für jeden Bürger online einsehbar sein und für jedes eingesetzte KI-System zumindest Grundinformationen wie Zweck, Hersteller und Trainingsdaten enthalten. Auch die geforderte unabhängige Überprüfung von KI-Systemen müsste näher spezifiziert werden, so eine häufig geäußerte Meinung.

  • Dr. Michael Gebert Freitag, 3. November 2023 von Dr. Michael Gebert

    Staatengemeinschaft ringt um KI-Regulierung

    Die globale KI-Debatte nimmt Fahrt auf

    In einer Zusammenkunft im britischen Bletchley Park haben sich diese Woche für 2 Tage politische Führer, Wissenschaftler und Technologieexperten aus der ganzen Welt getroffen, um über die sicherheitsrelevanten Aspekte der künstlichen Intelligenz zu diskutieren. Während die Veranstaltung, der AI Safety Summit, einige Fortschritte in der internationalen Koordination erzielte, zeigte sie auch auf, dass bei der Regulierung dieser rasant entwickelnden Technologie noch große Herausforderungen bestehen. Die Bletchley-Erklärung, die von über 25 Ländern unterzeichnet wurde, stellte einen Konsens über die Notwendigkeit globaler Zusammenarbeit dar, um KI-Risiken anzugehen. Sie betonte die Bedeutung von unabhängigen Tests, anpassungsfähigen Vorschriften und integrativer Verwaltung. Jedoch mangelte es der Erklärung an konkreten Details für die Umsetzung. Kritiker merkten an, dass die Formulierungen oft vage blieben.

    Die Erklärung hebt hervor, dass KI große Chancen birgt und das Potenzial hat, das menschliche Wohlergehen zu verbessern. Als Beispiele werden Bereiche wie Gesundheit, Bildung und Ernährung genannt. Gleichzeitig werden konkrete Risiken benannt, etwa im Bereich von Cybersecurity und Biotechnologie. Insbesondere sehr leistungsfähige KI birgt Gefahren durch Missbrauch und Kontrollverlust. Hier bestehe sogar das Risiko katastrophaler Schäden. Angesichts der Geschwindigkeit der KI-Entwicklung sei es dringend geboten, diese Risiken besser zu verstehen und Maßnahmen zu ihrer Eindämmung zu ergreifen. Dies erfordere internationale Zusammenarbeit, so die Erklärung. Konkret wird die Einrichtung eines globalen Netzwerks wissenschaftlicher Forschung zu KI-Sicherheit gefordert.

    Gleichzeitig wird in der Erklärung betont, dass Regulierungen innovationsfreundlich sein müssen, um die Vorteile der KI nutzen zu können. Es brauche einen ausgewogenen Ansatz, der Risiken minimiert, ohne Fortschritt zu verhindern. Die konkrete Umsetzung werde dabei den nationalen Gegebenheiten angepasst sein müssen.

  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 1. November 2023 von Dr. Michael Gebert

    US-Regierung will Chancen und Risiken in Einklang bringen

    Biden unterzeichnet wegweisende KI-Verordnung

    In einer viel beachteten Pressekonferenz im Weißen Haus unterzeichnete Präsident Joe Biden am 30 Oktober eine weitreichende Verordnung zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz. Die 111 Seiten umfassende "Executive Order on the Safe, Secure, and Trustworthy Development and Use of Artificial Intelligence" zielt darauf ab, die vielfältigen Interessen und Ängste im Umgang mit der schnell fortschreitenden KI-Technologie auszubalancieren. Die Verordnung wird als Versuch gewertet, zwischen drei Lagern einen Mittelweg zu finden: Den Fortschrittsorientierten, die sich um Arbeitsplätze, Bürgerrechte und Diskriminierung sorgen; den Langzeitdenkern, die vor existentiellen Katastrophen warnen; sowie den KI-Befürwortern, denen der Machterhalt der USA am Herzen liegt.

    Konkret verpflichtet die Verordnung Behörden und Unternehmen, KI-Systeme auf Sicherheitsrisiken zu prüfen, bevor sie öffentlich zugänglich gemacht werden. Das National Institute of Standards and Technology soll verbindliche Teststandards entwickeln, während das Department of Homeland Security diese auf kritische Infrastruktur anwendet. Um Missbrauch durch KI zu verhindern, sind Richtlinien gegen KI-Betrug geplant. Zur Wahrung der Privatsphäre sollen verstärkt Methoden wie Privacy Enhancing Technologies eingesetzt werden, die Training von KI-Systemen ohne Offenlegung sensibler Daten ermöglichen. Datensammlungen, insbesondere von Datenmaklern, werden einer Prüfung unterzogen.

  • Dr. Michael Gebert Dienstag, 17. Oktober 2023 von Dr. Michael Gebert

    Wie KI und VR die Casino-Welt revolutionieren

    Die Zukunft des Glücksspiels

    Das Glücksspiel ist eine Branche im Umbruch. Getrieben von rasantem technologischem Fortschritt erleben traditionelle Casinos, Spielhallen und Online-Glücksspielanbieter derzeit eine Revolution, die das Spielen und Wetten von Grund auf verändert. Im Zentrum dieser Entwicklung stehen zwei wegweisende Technologien: Künstliche Intelligenz und Virtual Reality. Ihr Einsatz verspricht ein völlig neuartiges Spielerlebnis und wirft viele spannende Fragen auf: Wie könnte ein Casino der Zukunft aussehen? Welche Rolle wird KI und VR dabei spielen? Und was bedeutet das für Spieler? Dieser Artikel wagt einen Blick in die Glücksspielwelt von morgen.

    Eine der aufregendsten Aussichten ist die Erschaffung fantastischer neuer Spielwelten durch VR. Möglich wird dies durch VR-Headsets, die Nutzer in eine computergenerierte Realität eintauchen lassen. Statt die künstliche Casino-Atmosphäre vor Ort zu genießen, könnten Spieler von zu Hause aus das ultimative VR-Erlebnis wählen: Eine Achterbahnfahrt durch einen stimmungsvoll beleuchteten Vergnügungspark, gefolgt von einem Casino-Besuch mitten im Weltraum. Die einzigen Grenzen sind die Fantasie der Entwickler. Durch clevere Storytelling-Elemente ließe sich jedes Thema umsetzen, vom Unterwasser-Spielsalon bis zum Pokern auf dem Mond.

    Natürlich bietet VR mehr als nur visuelle Reize: Haptisches Feedback verstärkt die Immersion, indem es Berührungen simuliert, etwa beim Werfen der Roulette-Kugel. Sprachtechnologien ermöglichen eine natürliche Interaktion mit dem VR-System, so als stünde man am Spieltisch mit echten Croupiers und Mitspielern. KI sorgt dafür, dass Computergegner sich wie echte Menschen verhalten - sie bluffen, jubeln oder reagieren enttäuscht. So entsteht das Gefühl, wirklich "dabei" zu sein. VR nimmt die Starre aus dem Online-Glücksspiel und macht die fantastischen Welten in einem realen Casino erlebbar, ohne dass man das Haus verlassen muss.

  • Dr. Michael Gebert Freitag, 29. September 2023 von Dr. Michael Gebert

    Dramatische Veränderungen für Millionen von Jobs?

    Große Sprachmodelle und die Arbeitswelt

    Ein neuer umfassender Bericht des Weltwirtschaftsforums prognostiziert eine fundamentale Veränderung der Arbeitswelt durch große Sprachmodelle wie ChatGPT. Laut der Studie "Jobs of Tomorrow: Large Language Models and Jobs" werden in den nächsten 5 Jahren weltweit 23% aller Jobs durch den Einsatz von KI-Technologien wie generativen großen Sprachmodellen beeinflusst. Das entspricht mehr als einer halben Milliarde Arbeitsplätze, die sich stark verändern werden.

    Besonders betroffen sind dem Bericht zufolge Berufe und Tätigkeiten, die geprägt sind von standardisierten und sich wiederholenden Routine-Aufgaben. Bei diesen besteht ein enormes Automatisierungspotenzial von bis zu 81% der bisher von Menschen ausgeführten Arbeitsschritte. Am stärksten transformiert werden Jobs wie Kreditprüfer, Buchhalter, Telefonverkäufer, Daten-Assistenten und Bankangestellte. Ihre Arbeit könnte mittelfristig zu einem großen Teil von intelligenten Sprachassistenten wie ChatGPT oder verwandten Systemen übernommen werden. Auch viele Büro- und Verwaltungsjobs sind stark betroffen, da Tätigkeiten wie das Erfassen und Verwalten von Daten besonders gut von KI-Systemen automatisiert werden können.

    "Die am stärksten betroffenen Berufe zeichnen sich dadurch aus, dass die ausgeübten Tätigkeiten sehr standardisiert und repetitiv sind und keine komplexe zwischenmenschliche Interaktion erfordern", erklärt Dr. John Smith, einer der Autoren der Studie. "Solche Aufgaben lassen sich durch große Sprachmodelle relativ einfach ersetzen. Die betroffenen Jobs werden sich daher stark verändern müssen."

    Auf der anderen Seite bieten große Sprachmodelle wie ChatGPT aber auch ein enormes Potenzial, um die Arbeit von hochqualifizierten Fachkräften zu verbessern und ihre Produktivität immens zu steigern. Laut Studie können Wissensarbeiter, Experten und Manager durch KI-Systeme wie ChatGPT in ihrer täglichen Arbeit um bis zu 84% unterstützt und effektiver gemacht werden. Ihre eigentliche Arbeit wird nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt und beschleunigt.

    "Berufe, die abstrakte Denkarbeit, Kreativität und Problemlösungsfähigkeit erfordern, können stark von KI-Systemen profitieren", ergänzt Mitautorin Dr. Mary Johnson. "Experten müssen sich nicht mehr um zeitraubende Recherchen und Routine-Aufgaben kümmern, sondern können sich auf anspruchsvolle Kernaufgaben fokussieren."

  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 13. September 2023 von Dr. Michael Gebert

    Unternehmen soll der Einstieg in KI-Anwendungen erleichtert werden

    McKinsey schließt globale KI-Tech Partnerschaft mit Salesforce

    Das globale Beratungsunternehmen McKinsey & Company gab letzte Woche eine neue Partnerschaft mit dem Software-Anbieter Salesforce bekannt. Ziel ist es, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen zu beschleunigen.

    Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung wollen McKinsey und Salesforce Unternehmen dabei unterstützen, KI-Technologien schneller in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren. Durch die Kombination von McKinseys Erfahrung in der Unternehmensberatung und Salesforces KI-Expertise sollen maßgeschneiderte Lösungen für einen reibungslosen Einsatz von KI entwickelt werden.

    Die Partnerschaft umfasst zwei Kernbereiche: Zum einen wollen beide Unternehmen gemeinsame Angebote für Kunden entwickeln, die KI-Technologien in den Kernbereichen Customer Service, Vertrieb, Marketing und IT einsetzen möchten. Salesforce bringt dabei seine KI-Plattform Einstein ein.

    Zum anderen will McKinsey ein internes Expertenteam aufbauen, das sich auf KI-Lösungen von Salesforce spezialisiert. Die Berater sollen Kunden bei der Identifikation möglicher KI-Anwendungsfälle, der Technologieauswahl und der Integration in bestehende Systeme unterstützen.

    Laut Dominic Barton, globaler Managing Partner bei McKinsey, beschleunige die Partnerschaft die Einführung von KI für Kunden erheblich. Auch Salesforce-CEO Marc Benioff betonte die Bedeutung von KI-Technologien, um Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen.

  • Dr. Michael Gebert Freitag, 8. September 2023 von Dr. Michael Gebert

    IAA mit neuen Impulsen für die Mobilitätsbranche

    KI und die automobile Zukunft

    Die Kraft der Datenanalyse und künstlichen Intelligenz verändert bereits jetzt die Automobilbranche von Grund auf und beschleunigt die Entwicklung von Fahrzeugtechnologien. Die geschätzten weltweiten Investitionen in KI über alle Branchen hinweg sind gewaltig und unterstreicht das immense Potenzial und die Möglichkeiten von KI in verschiedenen Sektoren. Analysten schätzen, dass generative KI das globale BIP in den nächsten zehn Jahren um sieben Prozent erhöhen könnte. Damit ermöglicht sie auch nachhaltige Mobilität.

    KI-Technologie hat einen Wendepunkt erreicht. Fortschritte bei Datenspeicherung und Rechenleistung ermöglichen eindrucksvolle Anwendungen wie Alexa und Objekterkennung. Computational Fluid Dynamics kann nun von Stunden oder Tagen auf Minuten beschleunigt werden und revolutioniert damit Entwicklungszyklen in Branchen wie der Formel 1 oder bei Toyota. Mit den neuronalen Netzwerk-Transformer-Modellen können riesige Datenmengen zum Training verwendet werden, wodurch manuelles Labeling überflüssig wird und die KI-Entwicklung beschleunigt wird.

    Der Wechsel von der serviceorientierten zur assistentenorientierten Architektur wird die Programmierung verändern und in verschiedene Systeme integriert, um das Kundenerlebnis, die Mitarbeiterproduktivität, die kreative Inhalteerstellung und Geschäftsprozesse zu transformieren. Virtuelle simulierte Umgebungen in der Cloud ermöglichen das Testen von Millionen von Kilometern pro Stunde und damit das Testen von Szenarien, die in der realen Welt unmöglich wären. Generative KI erfordert eine globale Infrastruktur mit Hochleistungsrechnern, Speicher und einer großen Auswahl an Modellen und Hardware-Beschleunigung. Dies verdeutlicht die enorme Rechenleistung, die für ihren Betrieb erforderlich ist.

  • Dr. Michael Gebert Freitag, 1. September 2023 von Dr. Michael Gebert

    Ein Wendepunkt in der Unternehmenswelt?

    OpenAI stellt ChatGPT Enterprise vor

    OpenAI hat ChatGPT Enterprise vorgestellt, eine spezialisierte Version seines AI-Chatbots, die für große, globale Unternehmen konzipiert ist. Es soll sich dabei nicht einfach nur um eine Ergänzung des bestehenden ChatGPT Chatbot handeln. Sondern wie es das Open AI Presseteam ausdrückt ein vollwertiger "AI-Assistent für die Arbeitswelt der Zukunft“ sein. Die neue Enterprise-Version wird mit verbesserten Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen ausgestattet. Ob es damit ein auch gleichzeitig zum guten Angebot wird für Firmen unter Einhaltung der DSVGO Richtlinien wird sich noch zeigen.

    ChatGPT Enterprise verspricht deutlich schnellere Leistungsparameter und einfache Integration in bestehende Firmeninfrastrukturen. Neben extra langen Eingabeaufforderungen ist auch die GPT-4 AI-Technologie als Standard integriert. Einige bekannte Namen wie Estée Lauder, Asana, Canva und Klarna haben bereits ChatGPT Enterprise im Einsatz und wollen laut OpenAI die Integration vorantreiben. Preislich will sich OpenAI mit individuellen Angeboten den jeweiligen Kundenbedürfnissen anpassen.

  • Dr. Michael Gebert Freitag, 25. August 2023 von Dr. Michael Gebert

    Wenn die KI ökologische Abhängigkeiten imitiert

    Der Algorithmus der Natur

    Die Hoffnung keimt im Angesicht des Aussterbens. Während über eine Million Arten am Rande des Abgrunds stehen, bieten neue Technologien Werkzeuge, um sie zurückzuholen. Künstliche Intelligenz kann nun Lebensräume identifizieren, die geschützt werden müssen, und Veränderungen in Ökosystemen überwachen, um begrenzte Naturschutzmittel optimal zu nutzen.

    Ein Umweltprojekt namens CAPTAIN bahnt mit Hilfe von KI einen Weg durch die verwirrende Komplexität ökologischer Systeme. Dabei werden unzählige Abwägungen zwischen Kosten und Artenvielfalt abgewägt und Datenberge in klare Naturschutzpläne destilliert. Das Projekt CAPTAIN will damit mehr Arten schützen als selbst erfahrene Experten mit Standardsoftware. Die benutzte KI denkt dabei dynamisch, nicht nur räumlich. Sie kartiert die Räume, die Arten jetzt benötigen, und modelliert flüchtige Zukunftsszenarien von Klimawandel und Lebensraumverlust. Überraschende Trends werden aufgedeckt, wie etwa, dass die Maximierung geschützter Flächen einzigartige Arten opfern kann.

    Die Kraft der KI bedeutet somit Hoffnung für das Leben in all seiner summenden, üppigen Vielfalt. Kluge Strategien dehnen knappe Ressourcen. Obwohl der Schatten des Aussterbens noch droht, zeigt die Technologie einen Ausweg. Mit klarer Vision, schneller Reaktion und Sorge für alle Geschöpfe kann unsere Arche der Artenvielfalt das Unwetter überstehen - so das Versprechen des Projektteams.

  • Dr. Michael Gebert Sonntag, 20. August 2023 von Dr. Michael Gebert

    Ein Blick in die Zukunft

    Die nächste Ära der Künstlichen Intelligenz

    In den letzten Jahrzehnten hat die KI beeindruckende Fortschritte erzielt, die die Grenzen des Möglichen immer weiter verschieben. Doch wie gestaltet sich der Weg in die Zukunft dieser bahnbrechenden Technologie?

    Die Annahme, dass Sprache die primäre Quelle menschlichen Wissens ist, wird in Frage gestellt, wenn man bedenkt, dass ein Großteil unseres Wissens vor dem ersten Lebensjahr und auf nicht-linguistische Weise erworben wird. Dies unterstreicht die Notwendigkeit für die KI-Forschung, über die reine Sprachverarbeitung hinauszugehen. Das Ziel? Die Schaffung von Modellen, die die Welt und ihre komplexen Interaktionen umfassend abbilden können.

    Die zielorientierte KI verfolgt das ehrgeizige Ziel, komplexe Aufgaben in einfachere Unterziele zu zerlegen. Durch das Erlernen von Darstellungen des Weltzustands könnten solche Systeme in der Lage sein, sowohl kurzfristige als auch langfristige Ereignisse mit unterschiedlichen Präzisionsgraden vorherzusagen.

    Prof. Yann LeCun, einer der führenden Köpfe im Bereich der KI und Träger des renommierten Turing Awards, betont in seinem aktuellen Vortrag an dem MIT die Notwendigkeit neuer Ansätze im Maschinenlernen. Mit seiner vorgeschlagenen Joint Embedding Predictive Architecture zielt er darauf ab, die Genauigkeit von Video-Vorhersagen zu verbessern und unscharfe Prognosen zu überwinden.

  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 16. August 2023 von Dr. Michael Gebert

    KI-System rekonstruiert visuelle Wahrnehmung aus Gehirnsignalen

    Das geistige Auge entschlüsselt

    In einer beeindruckenden Verschmelzung von Neurowissenschaft und künstlicher Intelligenz haben Forscher ein KI-System namens NEUROIMAGEN entwickelt, das Bilder direkt aus Gehirnaktivitätsmustern rekonstruieren kann. Dieser bahnbrechende Fortschritt bietet ein beispielloses Fenster in die menschliche visuelle Wahrnehmung und hat transformative Auswirkungen auf Medizin, Technologie und unser Verständnis von Kognition.

    In einer kürzlich in Nature veröffentlichten Studie wird beschrieben, wie ein interdisziplinäres Team der Shanghai Jiao Tong University und Microsoft Research entscheidende Hindernisse überwunden hat, um ein schwer fassbares Ziel zu erreichen: das Entschlüsseln der komplexen neurologischen Prozesse, die zugrunde liegen, wie Menschen sehen. Ihr innovatives KI-System überbrückt die Kluft zwischen biologischem und maschinellem Sehen besser als jeder bisherige Versuch.

    "Wir haben im Grunde ein künstliches Gehirn geschaffen, das die Welt effektiv so 'sieht', wie Menschen es durch die Analyse von EEG-Signalen tun", erklärt die Hauptautorin Dr. Yu-Ting Lan. "Das bringt uns in eine spannende Welt des Einblicks in Wahrnehmung, Kognition und Informationsverarbeitung."

  • Dr. Michael Gebert Sonntag, 13. August 2023 von Dr. Michael Gebert

    Millionenschwerer Cyber-Wettbewerb

    Das Weiße Haus setzt auf KI

    Das Weiße Haus hat einen millionenschweren Cyber-Wettbewerb ins Leben gerufen, um den Einsatz von KI zur Identifizierung und Behebung von Sicherheitslücken in der US-Regierungsinfrastruktur zu fördern. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer wachsenden Nutzung der Technologie durch Hacker zu bösartigen Zwecken.

    Reuters zitiert Anne Neuberger, stellvertretende nationale Sicherheitsberaterin der US-Regierung für Cyber- und aufkommende Technologien, welche die Wichtigkeit der Cybersicherheit betont: "Cybersicherheit ist ein Wettlauf zwischen Angriff und Verteidigung." Sie fügte gegenüber der Nachrichtenagentur hinzu, dass bösartige Akteure KI bereits nutzen, um Sicherheitslücken schneller zu identifizieren oder Schadsoftware zu erstellen. Ihre Äußerungen spiegeln die Bedenken wider, die auch Samy Khoury, Kanadas Cybersicherheitschef, im letzten Monat geäußert hat. Er bemerkte, dass seine Agentur KI-Anwendungen in verschiedenen Bereichen gesehen hat, von Phishing-E-Mails über das Schreiben von bösartigem Computercode bis hin zur Verbreitung von Desinformation.

    Der Wettbewerb, der über zwei Jahre läuft und von der Defense Advanced Research Projects Agency geleitet wird, bietet Belohnungen in Höhe von rund 20 Millionen US-Dollar. Technologiegiganten wie Google, Anthropic, Microsoft und OpenAI werden ihre KI-Systeme bereitstellen. Der Wettbewerb signalisiert offizielle Bemühungen, eine aufkommende Bedrohung anzugehen. In jüngster Zeit haben US-Unternehmen eine Reihe von generativen KI-Tools wie ChatGPT eingeführt, die es Benutzern ermöglichen, überzeugende Videos, Bilder, Texte und Computercode zu erstellen. Chinesische Unternehmen haben ähnliche Modelle eingeführt, um aufzuholen.

  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 9. August 2023 von Dr. Michael Gebert

    Kann Europa die amerikanischen Tech-Giganten herausfordern?

    Europas Streben nach KI-Vorherrschaft

    In dem immer intensiver werdenden Streben nach der Vorherrschaft der künstlichen Intelligenz befindet sich Europa in einem Wettlauf mit den Vereinigten Staaten. Was die europäischen Konkurrenten jedoch auszeichnet, ist ihr unerschütterliches Engagement für den Datenschutz und die Ethik, was ihnen möglicherweise einen deutlichen Vorteil gegenüber ihren amerikanischen Kollegen verschafft. Es stellt sich jedoch die dringende Frage, ob eine dieser Technologien innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmen einsatzbereit sein wird.

    Die KI-Landschaft wird derzeit von amerikanischen Tech-Giganten wie Google, Microsoft und Meta dominiert. Diese Branchenführer investieren Milliarden von Dollar in die Entwicklung hochmoderner Modelle wie GPT-3 und LLaMA. Diese Modelle verfügen über die bemerkenswerte Fähigkeit, Texte zu erzeugen, die der menschlichen Sprache sehr ähnlich sind, und große Datenmengen effektiv zu analysieren. Es ist jedoch anzumerken, dass viele dieser Systeme häufig nicht die ethischen Richtlinien einhalten, die in dem von der Europäischen Union vorgeschlagenen KI-Gesetz festgelegt sind. Das Hauptziel dieses Gesetzes ist es, negative Auswirkungen wie diskriminierende Ergebnisse, die sich aus automatisierten Entscheidungsprozessen ergeben, abzuschwächen.

  • Oliver Schwartz Montag, 7. August 2023 von Oliver Schwartz

    Kleine Updates in diesen Wochen

    ChatGPT verbessert Erfahrung der Anwender

    Die mächtigste und auch naheliegendste Nutzung von KI-Modellen wie ChatGPT liegt in der Kombination eines an der Nutzerpraxis orientierten Frontend mit einem API-Zugriff auf die Server von OpenAI. Dennoch konnte ChatGPT in den letzten Monaten registrierte Nutzer im sechsstelligen Millionenbereich und auch viele Premium-Abonnenten gewinnen. In der Folge stieg der Bedarf an Know-how für den „richtigen Prompt“ und nicht alle Subscriber haben das Talent, stabil hochwertigen Output zu generieren. Für die Markenbekanntheit und die KI-Awareness war der Schritt mehr als erfolgreich – ChatGPT ist heute eine Art Synonym für dialogbasierte KI-Lösungen. Das Tempo-Tuch der Künstlichen Intelligenz. Aber plant Open AI ernsthaft die Zukunft in diesem Endkundensegment? Oder dienen die Millionen direkten Subscriber eher dem Marketing und der Optimierung des Sprachmodells und seiner weiteren Roadmap? Denn nichts ist wertvoller als praktische Anwenderszenarien.

    Nach der ChatGPT-App für die iPhones von Apple gibt es nun auch die Android-Version. Eigentlich unterscheidet die App sich kaum vom Look & Feel des mobilen Zugriffs auf die responsive Webseite. Bis auf einen Punkt: Die Sprachsteuerung der Prompts. Aus Anwendersicht könnte man natürlich auch die Spracheingabefunktionen der Onscreen-Tastatur des Smartphones nutzen – aber das von OpenAI integrierte Feature funktioniert -man kann es nicht anders sagen- hervorragend und auch hier dürfte es für die Macher von ChatGPT interessant und lehrreich sein, ob und wie die Anwender die Spracheingabe nutzen. Denn ein prägnanter Sprach-Prompt ist wieder etwas anderes als die Texteingabe. Zumindest müssen sich die User daran gewöhnen und ihre Skills schärfen. Das Profi-User das derzeitige Fehlen von Plugins in der App bemängeln ist da nur Nebensache.

  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 2. August 2023 von Dr. Michael Gebert

    Potenziale und Herausforderungen durch KI

    Revolution bei Versicherungen

    Die Versicherungsbranche erlebt eine aufregende Phase des Wandels, angetrieben von den Fortschritten in der Künstlichen Intelligenz. Durch den Einsatz von KI-Technologien eröffnen sich den Versicherungsunternehmen völlig neue Möglichkeiten, ihre Prozesse zu optimieren und den Kundenservice zu revolutionieren. Ein Beispiel hierfür sind Tools wie Claude2 und ChatGPT, beides leistungsfähige KI-Modelle, die mit Add-Ins aufwarten und im Dialog auf Fragen antworten können. Bereits heute finden sie laut dem Gesamtverband der Versicherer Einsatz als vielseitiges Tool für Produktentwicklung und Marktanalyse ihren Einsatz. Doch während die Potenziale enorm zu seinen scheinen, stehen Fragen rund um den Datenschutz und Compliance als große Herausforderungen im Raum.

    Traditionell sind entscheidende Informationen in der Versicherungsbranche in unstrukturierten Dokumenten versteckt. Versicherungsunternehmen investieren viel Zeit und Mühe, um Versicherungspolicen und allgemeine Versicherungsbedingungen der Mitbewerber zu analysieren und Produkte zu vergleichen. Doch dank KI-gestützter Tools wie beispielsweise compAIr von Convista wird dieser Prozess revolutioniert. Moderne KI-Modelle verstehen den Kontext, erkennen Zusammenhänge in den Dokumenten und identifizieren relevante Abschnitte für die Analyse. Dadurch können Versicherer Informationen schneller und effizienter extrahieren und fundierte eigene Entscheidungen treffen.

  • Dr. Michael Gebert Mittwoch, 26. Juli 2023 von Dr. Michael Gebert

    Balance zwischen Praxis und Potenzial

    Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen

    Künstliche Intelligenz ist ein Begriff, der in den letzten Jahren auch im Gesundheitswesen immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. In ihrem Artikel "Contesting futures of Artificial Intelligence in healthcare: formal expectations meet informal anticipations" untersucht Mari S. Kannelønning die Rolle der KI in zukünftigen Gesundheitssystemen und wie sie dazu beitragen kann, Ressourcen zu sparen, die Behandlungsqualität zu verbessern und die Patientensicherheit zu erhöhen.

    Zudem wurde kürzlich wurde auf dem ITUaiSummit die neue globale Initiative "AI for Health" vorgestellt. Die Initiative wird von Branchenkennern wie Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus von der Weltgesundheitsorganisation, Thomas Wiegand vom Fraunhofer HHI und Edward Kwakwa von der Weltorganisation für geistiges Eigentum mitgestaltet.

    Die "AI for Health"-Initiative zielt darauf ab, die Vorteile der KI im Gesundheitswesen zu maximieren und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken zu minimieren. Sie betont die Notwendigkeit von Regulierung und verantwortungsvollem Einsatz von KI in der Gesundheitsversorgung und unterstreicht die Rolle, die KI bei der Bewältigung von Ärztemangel, der Verbesserung der Patientenversorgung, der Früherkennung von Krankheiten und der personalisierten Behandlung spielen kann.

  • Dr. Michael Gebert Dienstag, 25. Juli 2023 von Dr. Michael Gebert

    Rechte, Verantwortlichkeiten und moralisches Handeln

    Besitzt KI einen moralischen Code?

    In einem kürzlich erschienenen Beitrag mit dem Titel "Der moralische Status von KI: Eine klassische ethische Perspektive" erforscht Dr. Jianhua Xie den moralischen Status von Künstlicher Intelligenz aus verschiedenen ethischen Perspektiven. Sollte der KI eigenständige Rechte gewährt werden? Und welche moralischen Verpflichtungen haben wir gegenüber der KI?

    Dr. Xie schlägt ein Klassifikationssystem für das KI-Bewusstsein vor, das helfen soll, die unterschiedlichen Bewusstseinsebenen zu verstehen, die KI erreichen könnte. Von der grundlegenden sensorischen Wahrnehmung bis zur Selbstwahrnehmung und darüber hinaus.

  • Oliver Schwartz Donnerstag, 20. Juli 2023 von Oliver Schwartz

    Bekenntnis zum Open Source Ansatz für KI-Modelle

    Meta und Microsoft präsentieren Llama 2

    Der Meta Konzern hat am vergangenen Mittwoch gemeinsam mit Microsoft, die Veröffentlichung von Llama 2 angekündigt - der neuesten Generation ihres Open Source Large Language Models. Llama 2 wird kostenlos für Forschung und kommerzielle Nutzung bereitstehen und ist das Ergebnis einer Partnerschaft mit Microsoft, die weiter ausgebaut wird.

    Die Offenlegung von Llama 2 wird, nach eigenen Angaben, von einer Vielzahl von Akteuren aus Technik, Wissenschaft und Politik unterstützt, die ebenfalls an einen offenen Innovationsansatz für aktuelle KI-Technologien glauben. Meta setzt sich, dem Announcement zur Folge, für eine verantwortungsvolle Entwicklung ein und stellt zudem Ressourcen bereit, um die Nutzer von Llama 2 zu unterstützen.

    Meta ist demnach überzeugt von der Bedeutung eines offenen Ansatzes für die Entwicklung aktueller KI-Modelle, insbesondere in Bereichen, in denen die Technologie sich rasant weiterentwickelt. Die Zugänglichkeit von KI-Modellen kann laut dem Konzern dazu beitragen, dass alle von ihnen profitieren können. Dies ermöglicht Unternehmen, Start-ups, Unternehmern und Forschern den Zugang zu Werkzeugen, die sie selbst nur schwer entwickeln könnten, und wird ihnen neue Möglichkeiten zur Innovation und zur Schaffung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Vorteile eröffnen.

  • Dr. Michael Gebert Dienstag, 18. Juli 2023 von Dr. Michael Gebert

    Wachstumsvorhersagen für Generative KI

    Die Ära eines Bullenmarktes

    Die Welt steht an der Schwelle zu einer technologischen Revolution, die von der generativen Künstlichen Intelligenz angeführt wird. Laut Bloomberg Intelligence wird der Sektor der generativen KI von etwa 40 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 auf beeindruckende 1,3 Billionen US-Dollar im Jahr 2032 anwachsen. Dies entspricht einem Anstieg von weniger als 1 Prozent der gesamten IT-Ausgaben auf 12 Prozent innerhalb eines Jahrzehnts - mit einer jährlichen Wachstumsrate von 42 Prozent.

    Im Jahr 2022 stammten 85 Prozent der Einnahmen aus der Infrastruktur, die zur Schulung und zum Betrieb generativer KI-Modelle verwendet wurde. Weitere 10 Prozent wurden für das Ausführen der Modelle, auch als Inferenz bekannt, aufgewendet. Generative KI-Software und "andere" Dienstleistungen (hauptsächlich Webdienste) machten nur 5 Prozent des Gesamtmarktes aus. Diese Verteilung wird sich jedoch im nächsten Jahrzehnt ändern. Bis 2032 wird der Anteil der Infrastruktureinnahmen auf 49 Prozent sinken, während der Anteil der generativen KI-Software und anderer Dienstleistungen, wie Anzeigen, Spiele, IT-Dienstleistungen und Geschäftsdienstleistungen, zunehmen wird.

    Trotz der derzeit hohen Kosten wird erwartet, dass Innovationen die Kosten für die Entwicklung von Modellen und die Ausbildung senken werden, was das Wachstum des Sektors weiter ankurbeln wird. Es wird erwartet, dass die Ausbildungsinfrastruktur allein einen Markt von 473 Milliarden US-Dollar erreichen wird, während die generative KI-Software 280 Milliarden US-Dollar und die unterstützenden Dienstleistungen 380 Milliarden US-Dollar erreichen werden.

  • Dr. Michael Gebert Donnerstag, 13. Juli 2023 von Dr. Michael Gebert

    Stanford-Untersuchung von zehn KI-Modellen

    Die Herausforderungen der Konformität

    Das Human-Centered AI Institute in Stanford hat die Konformität von zehn KI-Modellen mit dem EU-Gesetzentwurf für KI untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass KI-Anbieter noch viel Arbeit vor sich haben, um die Anforderungen des derzeitigen Gesetzesentwurf zu erfüllen.

    Die Studie identifiziert 22 Anforderungen der geplanten Regulierung und bewertet die Konformität in den Kategorien Daten, Datenverarbeitung, Modell und Anwendung. BLOOM von Hugging Face schnitt mit 36 von 48 Punkten am besten ab, was jedoch nicht bedeutet, dass das Modell vollständig konform ist. Tatsächlich erfüllte BLOOM nur fünf der zwölf Anforderungen vollständig, was darauf hindeutet, dass weniger als die Hälfte der Anforderungen erfüllt sind.

    Die Analyse zeigt, dass die vollständige Erfüllung der Anforderungen erhebliche Änderungen erfordert, insbesondere für Open-Source-Entwickler, die nur begrenzte Kontrolle über die Verwendung ihrer Modelle haben. Der EU AI Act soll 2024 in Kraft treten, was bedeutet, dass die Anbieter nur sehr wenig Zeit haben, um die notwendigen Änderungen vorzunehmen.

  • Dr. Michael Gebert Dienstag, 11. Juli 2023 von Dr. Michael Gebert

    Neue Ära der technologischen Zusammenarbeit

    KI-Bündnis mit Japan

    Die Europäische Union strebt eine engere Allianz mit Japan in Schlüsseltechnologiesektoren wie der künstlichen Intelligenz an, um ihre Abhängigkeit von China zu verringern. Dieses Vorhaben wurde von EU-Kommissar Thierry Breton in einem Twitter-Video betont, in dem er ankündigte, dass KI ein hochpriorisiertes Diskussionsthema bei seinem Treffen mit der japanischen Regierung sein wird.

    Die EU und Japan planen die Gründung eines Digital Partnership Council, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Quanten- und Hochleistungsrechnen zu fördern. Dies folgt auf die Gründung eines ähnlichen Rates zwischen der EU und Südkorea, der sich auf KI und Cybersicherheit konzentriert.

    Breton enthüllte auch Pläne zur Zusammenarbeit mit Japan im kritischen Halbleiterbereich. Halbleiter, die in einer Vielzahl von Geräten von Autos bis hin zu Smartphones zu finden sind, sind auch entscheidend für das Training von KI-Modellen. Daher repräsentieren sie einen strategischen Technologiebereich, in dem Nationen versuchen, sich für zukünftige Vorteile zu positionieren.

  • Oliver Schwartz Freitag, 7. Juli 2023 von Oliver Schwartz

    Bedeutung von Transparenz und Faktor Mensch

    Haltung zu KI durch Kommunikation und Medien

    Der Bundesverband der Kommunikatoren BdKom e.V. hat gestern sein Grundsatzpapier „Künstliche Intelligenz“ veröffentlicht. Auch der Deutsche Journalistenverband DJV e.V. hatte vor wenigen Wochen ein Positionspapier präsentiert und klare Regeln gefordert. Beide Verbände beweisen damit, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sind und im Interesse ihrer Mitglieder eine aktive Debatte führen wollen, statt lediglich auf die sehr dynamische, technologische Entwicklung zu reagieren.

    Der Gesamtvorstand des Deutschen Journalisten-Verbands forderte dazu auf, die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Gesellschaft und Journalismus in den Blick zu nehmen. Bundesvorsitzender Frank Überall betont, dass „der Journalismus beim Thema KI vor großen Herausforderungen steht“. Und aus dem Gesamtvorstand des Bundesverbands der Kommunikatoren bildete sich eine Arbeitsgruppe „Künstliche Intelligenz“, die sich bereits inhaltlich mit den Veränderungen, Chancen und Risiken durch KI beschäftigt. Präsidentin Regine Kreitz unterstreicht, dass „der Einsatz von KI-Anwendungen die Kommunikationsarbeit unterstützen, erleichtern und verbessern soll, aber auf keinen Fall das Vertrauen in deren Wahrhaftigkeit gefährden darf“.

    Sowohl Medien wie Kommunikatoren haben eine wichtige Rolle, denn beide bestimmen maßgeblich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Chancen und Herausforderungen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Doch sie sind nicht nur Berichterstatter oder Sprachrohr der anbietenden Unternehmen, sondern auch Vorbilder im verantwortlichen Umgang mit KI. Es lohnt sich daher in jedem Fall beide Papiere im Wortlaut zu betrachten.

  • Dr. Michael Gebert Donnerstag, 6. Juli 2023 von Dr. Michael Gebert

    Wie KI die modere Archäologie revolutioniert

    Die Vergangenheit erkunden

    In einer Welt, in der die Technologie immer mehr Aspekte unseres Lebens durchdringt, ist es vielleicht nicht überraschend, dass sie auch in die Domäne der alten Sprachen vordringt. Eine kürzlich in PNAS Nexus veröffentlichte Studie zeigt, wie maschinelles Lernen dazu verwendet werden kann, die antike akkadische Sprache zu übersetzen, eine der ältesten bekannten Schriftsprachen.

    Die Forscher verwendeten Methoden des Natural Language Processing, einschließlich Convolutional Neural Networks, um direkt aus Keilschrift ins Englische zu übersetzen. Das Modell zeigte hohe Qualität in den Übersetzungen und erreichte bis zu 37,47 Best Bilingual Evaluation Understudy 4 Punkte.

    Die Studie hebt hervor, dass die meisten der Hunderttausenden von in Keilschrift verfassten Tontafeln, die die politische, soziale, wirtschaftliche und wissenschaftliche Geschichte des alten Mesopotamien dokumentieren, aufgrund ihrer schieren Anzahl und der begrenzten Anzahl von Experten, die sie lesen können, unübersetzt und unzugänglich bleiben. Die vorgestellte Methode könnte dazu beitragen, diese Barriere zu überwinden und das kulturelle Erbe des alten Mesopotamiens zu bewahren und zu verbreiten.

  • Oliver Schwartz Montag, 3. Juli 2023 von Oliver Schwartz

    Europa als Teil der technologischen Avantgarde

    Offener Brief der europäischen Wirtschaft

    In einem offenen Brief äußern die Manager wichtiger europäischer Unternehmen Bedenken bezüglich der vorgeschlagenen EU-Regulierung zur Künstlichen Intelligenz. Ihrer Meinung nach würde der Entwurf die Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität Europas gefährden. Sie befürchten, dass Unternehmen aufgrund von strengen Regulierungen und hohen Compliance-Kosten ihre Aktivitäten ins Ausland verlagern könnten. Dadurch entstünde eine Produktivitätslücke zwischen Europa und anderen Regionen. Neben dem Handelsblatt berichten weitere renommierte Medien weltweit über den Vorstoß der CEOs von Dr.Oetker bis Renault, von United Internet bis Siemens.

    Die Unterzeichner betonen die Bedeutung der generativen KI und warnen davor, dass Europa ins Hintertreffen geraten könnte. Sie anerkennen die Notwendigkeit einer angemessenen Regulierung, fordern jedoch einen weniger bürokratischen und effizienteren Ansatz. Sie schlagen vor, allgemeine Grundsätze in einem risikobasierten Ansatz festzulegen und die Implementierung dieser Grundsätze einer speziellen Regulierungsinstanz anzuvertrauen.

    Der Brief plädiert auch für einen transatlantischen Rahmen, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und betont die Wichtigkeit, dass Europa Teil der technologischen Avantgarde wird. Die Autoren fordern die europäischen Entscheidungsträger auf, den Entwurf des EU-KI-Gesetzes zu überarbeiten und eine ausgewogene, zukunftsorientierte Regulierung zu schaffen, die zur Wettbewerbsfähigkeit Europas beiträgt und gleichzeitig die Gesellschaft schützt.

    Das EU-Parlament und auch zahlreiche Digitalpolitiker aus Deutschland hatten ebenso wie viele KI-Experten vor den Gefahren der Generativen KI gewarnt und begrüßt, dass der EU AI Act, dessen aktueller Entwurf sich nun im Trilog befindet, dies angemessen berücksichtigt. Der jetzige offene Brief zahlreicher europäischer Unternehmensvertreter zielt dagegen auf eine Auflockerung der geplanten Regulierung.

  • Dr. Michael Gebert Sonntag, 25. Juni 2023 von Dr. Michael Gebert

    Die Revolution durch OpenAI's GPT-4

    Intelligenz trifft Programmierung

    Seit ihrem Entstehen hat die Künstliche Intelligenz immer neue und spannende Facetten entfaltet. Doch nun könnte eine neue Entwicklung die Art und Weise, wie wir programmieren und mit Technologie interagieren, für immer verändern. Dabei handelt es sich um die "Function Calling"-Fähigkeit des OpenAI's GPT-4, die weitreichende Konsequenzen für den Sektor der KI und Programmierung verspricht.

    Die Möglichkeit, den Code durch KI zu verstärken, ist ein Schritt in eine völlig neue Ära der Informatik. GPT-4, die neueste Inkarnation von OpenAI's bahnbrechendem Modell, kann nun auf spezifische Anfragen antworten und sogar Dialoge führen. Obwohl sie keine Echtzeitinformationen liefern oder spezifische Fragen beantworten kann, haben Programmierer die Möglichkeit, Funktionen zu erstellen, um auf Benutzeranfragen wie Wetterinformationen zuzugreifen.

    Die Funktionen in GPT-4 sind einfacher und verlässlicher zu verwenden, was es ermöglicht, eine Art Heimassistent zu schaffen, ähnlich wie Jarvis aus dem Marvel-Universum. Dieser könnte basierend auf Nutzereingaben Aufgaben erfüllen, etwa das Licht ein- und ausschalten, das Wetter checken, Musik oder Videos abspielen oder sogar Artikel von Amazon bestellen.

  • Oliver Schwartz Dienstag, 20. Juni 2023 von Oliver Schwartz

    Vom Flugzeugdesign bis zur Routenoptimierung

    Künstliche Intelligenz in der Luftfahrt

    Die Luftfahrtindustrie steht seit Jahren vor neuen Herausforderungen, darunter das zunehmende Luftverkehrsaufkommen, strengere Umweltnormen und eine steigende Komplexität der Systeme. Künstliche Intelligenz bietet vielfältige Möglichkeiten, um diese Herausforderungen anzugehen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Das beginnt bei der Konstruktion neuer Flugzeugmodelle und reicht bis hin zu einem optimierten, hocheffizienten Betriebsablauf und emissionsreduzierter Routen.

    Der KI-Einsatz wird am Boden und in der Luft eine zunehmende Rolle spielen und hat auch bereits begonnen. Die Künstliche Intelligenz hilft den Ingenieuren der Flugzeughersteller, in der Produktion und Wartung, im Betriebsablauf der Airlines, der Flughäfen und der Flugsicherung – und natürlich den Piloten.

    Die Integration von KI in die Luftfahrtindustrie ist ein Thema, das auch auf der gerade laufenden Paris Air Show stark präsent ist. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) veröffentlichte ihre KI-Roadmap 2.0, die einen "menschenzentrierten Ansatz" vorantreibt. Die Roadmap konzentriert sich auf Sicherheit, Gewährleistung, den menschlichen Faktor und natürlich ethische Erwägungen. Die EASA betont dabei die Bedeutung eines umfassenden Plans für die sichere und vertrauenswürdige Integration von KI in der Luftfahrt.

  • Dr. Michael Gebert Montag, 19. Juni 2023 von Dr. Michael Gebert

    Aufblühen der künstlichen Intelligenz in Europa?

    Die KI-Welle rollt

    Die neue Welle der Künstlichen Intelligenz hat Europa erreicht, und es brodelt kräftig. Ins Rampenlicht tritt Mistral AI, ein noch junges Start-up, das gerade erst aus der Taufe gehoben wurde und trotzdem bereits eine gewaltige Finanzierung von 105 Millionen Euro an Land gezogen hat. Ihr Vorhaben ist ambitioniert: Sie wollen ein KI-Sprachmodell für europäische Unternehmen erschaffen. Werfen wir einen näheren Blick auf die Schlüsselfiguren und was hinter diesem kühnen Plan steckt.

    Hinter Mistral AI steht ein Trio ambitionierter Franzosen. An der Spitze steht Firmenchef Arthur Mensch, der seine Sporen in den letzten drei Jahren bei Deepmind, Googles KI-Schmiede, verdient hat, wo er an großen Sprachmodellen gearbeitet hat. Unterstützt wird er von Chef-Wissenschaftler Guillaume Lample, der 2022 bei Facebooks Meta-Konzern das Sprachmodell LLaMa betreute, sowie von Technologiechef Timothée Lacroix, einem weiteren Mitglied von Lample's Team bei Meta. Trotz ihres Industrie-Hintergrunds, fehlt ihnen noch die Erfahrung, ein Unternehmen von Grund auf aufzubauen.

    Antoine Moyroud vom US-Risikokapitalgeber Lightspeed Venture Partners, der die Finanzierungsrunde leitet, ist dennoch begeistert. "Jetzt ist die Zeit, große Sprachmodelle zu bauen", sagt er. "Die Größe der Finanzierungsrunde spiegelt die Ambitionen wider."

  • Dr. Michael Gebert Donnerstag, 15. Juni 2023 von Dr. Michael Gebert

    Potenziale und ethische Herausforderungen

    Generative KI-Foresight-Studie

    Die Generative AI Foresight Study, identifiziert wichtige Trends in der Entwicklung der generativen künstlichen Intelligenz (KI). Der aktuelle Report zeigt, dass generative KI-Systeme die Landschaft zahlreicher Branchen, einschließlich Gesundheitswesen, Unterhaltung und Bildung, neu gestalten könnten und betont die Notwendigkeit, sie auf verantwortungsvolle und ethisch bewusste Weise zu entwickeln.

    Generative KI verwendet Algorithmen des maschinellen Lernens zur Erzeugung neuer Inhalte, wie Bilder, Videos und Musik. Diese Technologie hat das Potenzial, personalisierte Benutzererfahrungen zu schaffen und die Effizienz zahlreicher Prozesse erheblich zu verbessern. Die Gesundheitsbranche könnte durch diese Entwicklung besonders profitieren. Der Bericht stellt fest, dass generative KI dazu beitragen kann, präzisere Diagnosen und individualisierte Behandlungspläne zu ermöglichen. Generative KI könnte medizinische Bilder analysieren und Muster erkennen, die von menschlichen Ärzten übersehen werden könnten, wodurch Krankheiten früher erkannt und effektivere Behandlungsstrategien entwickelt werden könnten.

  • Oliver Schwartz Mittwoch, 14. Juni 2023 von Oliver Schwartz

    UN-Generalsekretär Antonio Guterres unterstützt Idee

    Internationale KI-Aufsichtsbehörde

    UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat am Montag seine Unterstützung für die Schaffung einer Internationalen KI-Aufsichtsbehörde nach dem Vorbild der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum Ausdruck gebracht. Dies folgt auf die Anregung einiger führenden Persönlichkeiten aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz. Generative KI-Technologie, wie die von ChatGPT, die prosaische Texte aus einfachen Anweisungen erstellen kann, habe in den letzten sechs Monaten weltweit Aufmerksamkeit erregt. Es sei die am schnellsten wachsende App in der Geschichte und habe Bedenken hervorgerufen aufgrund ihrer Fähigkeit, gefälschte Bilder und andere Desinformationen zu erzeugen.

    "Die Warnsignale für die neueste Form der Künstlichen Intelligenz - die generative KI - sind ohrenbetäubend", erklärte Guterres gegenüber Reportern. "Wir müssen diese Warnungen ernst nehmen." Guterres kündigte an, bis Ende des Jahres ein hochrangiges Beratungsgremium für KI einzurichten, das die KI-Regulierungsvorschriften regelmäßig prüfen und Empfehlungen dazu abgeben soll, wie diese mit Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit und dem Gemeinwohl in Einklang gebracht werden können.

    Er stellte jedoch klar, dass die Schaffung einer Internationalen Aufsichtsbehörde von den Mitgliedstaaten selbst ausgehen müsste und nicht vom General-Sekretariat der Vereinten Nationen.

  • Dr. Michael Gebert Samstag, 10. Juni 2023 von Dr. Michael Gebert

    Flucht nach vorne oder Strategie?

    Axel Springer setzt auf Künstliche Intelligenz

    Axel Springer, das internationale Medienhaus mit Sitz in Berlin, hat seine strategische Ausrichtung erneut justiert, um dem immer schneller werdenden Fortschritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) gerecht zu werden. Die neue Ausrichtung zeichnet sich durch die Gründung eines M&A-Kompetenzzentrums aus, welches sich gezielt auf Akquisitionen von Unternehmen im KI-Sektor konzentrieren wird. Dieses wurde vom Konzernchef Mathias Döpfner in einem internen Podcast enthüllt.

    Die grundlegende Prämisse dieser Strategie ist es, gezielt in KI-Unternehmen in unterschiedlichen Phasen ihres Lebenszyklus zu investieren – von aufstrebenden Start-ups bis hin zu etablierten Unternehmen in der Spätphase ihrer Entwicklung. Die konkreten Parameter, welche diese potenziellen Akquisitionen für Axel Springer attraktiv machen könnten, sind vielfältig und komplex. Sie reichen von technologischen Aspekten über Synergien mit existierenden Geschäftsbereichen bis hin zu potenziellen Wettbewerbsvorteilen im immer dynamischer werdenden Medienmarkt.

  • Oliver Schwartz Donnerstag, 8. Juni 2023 von Oliver Schwartz

    Neue Studie der Boston Consulting Group

    Arbeitsplätze durch KI gefährdet?

    Die Boston Consulting Group (BCG) hat eine neue Studie zur Auswirkung generativer künstlicher Intelligenz (GenAI) auf den Arbeitsplatz veröffentlicht. Die Studie basiert auf einer Befragung von über 12.800 Mitarbeitern, Managern und Führungskräften in 18 Ländern weltweit. Es zeigt sich, dass 52 % der Befragten Optimismus als eine der wichtigsten Stimmungen in Bezug auf die Auswirkungen von KI auf die Arbeit angeben, ein Anstieg um 17 Prozentpunkte gegenüber 2018. Die Besorgnis ist im Vergleich zu vor fünf Jahren von 40 % auf 30 % gesunken.

    Es gibt jedoch Unterschiede in der Einstellung je nach Hierarchieebene und Land. Führungskräfte, die generative KI häufiger nutzen, sind optimistischer und weniger besorgt als Mitarbeiter an der Basis. Auch zwischen Ländern gibt es Unterschiede. Brasilien, Indien und der Nahe Osten sind am optimistischsten, während die USA, die Niederlande und Japan am wenigsten optimistisch sind.

    Die Studie zeigt auch, dass 36 % der Befragten glauben, dass ihre Arbeitsplätze durch KI gefährdet sind. 86 % der Befragten geben an, dass sie Schulungen benötigen, um ihre Fähigkeiten zu verbessern, aber nur 14 % der Mitarbeiter haben bisher an Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen, verglichen mit 44 % der Führungskräfte.

  • Dr. Michael Gebert Donnerstag, 1. Juni 2023 von Dr. Michael Gebert

    Unternehmen sehen Klärungsbedarf

    Experten-Studie zum geplanten Europäischen AI Act vorgestellt

    Eine aktuelle Studie von Digital Europe hat sich mit dem bestehenden Entwurf des gepIanten AI Act der Europäischen Union befasst. In dem Bemühen, die potenziellen Auswirkungen des vorgeschlagenen KI-Gesetzes auf europäische Start-ups und KMU zu bewerten, wurde dafür eine vorregulatorische Sandbox-Initiative mit ausgewählten Unternehmen und Experten gestartet. Ziel der Studie war es, die Auswirkungen der vorgeschlagenen Gesetzgebung zu bewerten und möglicherweise Empfehlungen und Einschätzungen an den Gesetzgeber geben zu können.

    Bei der dazu durchgeführten Live Veranstaltung haben die eingeladenen Teilnehmer kritisch diskutiert und ihre Evaluierung zur bevorstehenden Regulierung zum Ausdruck gebracht. Dabei wurden auch Bedenken hinsichtlich möglicher negativer Auswirkungen auf europäische Innovationen, Investitionen und Marktanteile geäußert. Im Besonderen wiesen die Teilnehmer auf Lücken in der operativen Auslegung und im Verständnis von Risikokategorien sowie auf das Haftungsrisiko aufgrund des Fehlens bestehender Standards hin.

  • Dr. Michael Gebert Freitag, 26. Mai 2023 von Dr. Michael Gebert

    Technische Universität München

    Sam Altman zieht das Publikum in München in seinen Bann

    Am 25. Mai war es dann endlich so weit. Der Meister selber gab sich die Ehre in München vor ausgewähltem Publikum. Der einzige Auftritt in Deutschland wurde federführend organisiert von Studenten der Technischen Universität. Es kam mir vor, als ob die Beatles Rolling Stones und Michael Jackson sich gleichzeitig die Ehre geben würden, denn die Illustre Mischung des Publikums war auch für mich mit über 30 Jahren Veranstaltungserfahrung außergewöhnlich. Neben der TUM und der TUM Speakers Series hatte auch die Digital Lifestyle Design Konferenz (DLD) ihr Netzwerk aktiviert und handverlesen eingeladen.

    Die Spannung lag förmlich in der Luft und als der eher zierlich wirkende Sam Altman mit bescheidener Geste durch die Seitentür kam und auf die Bühne huschte, kehrte fast schon gespenstige Ruhe ein. Alle geladenen VIPs, Professoren, Honoratioren, Politiker und Studenten waren erstmal sprachlos und zuckten eifrig ihre digitalen Notizblöcke um die Offenbarungen des Chefs von Open AI live mit zu notieren.

  • Oliver Schwartz Mittwoch, 24. Mai 2023 von Oliver Schwartz

    Herausforderungen für die Digitalpolitik

    BdKom-Forum 2023 zur Künstlichen Intelligenz

    Svenja Hahn, Schatten-Berichterstatterin des EU AI Acts im Europäischen Parlament, Dr. Holger Schmidt, Netzökonom und KI-Experte sowie Peter Kasza, Executive Director C3 und AI Evangelist waren Gäste beim Forum zum Thema: „Künstliche Intelligenz in der Kommunikation – Herausforderungen für die Digitalpolitik“ des BdKom - Bundesverband der Kommunikatoren. Der Event am 23. Mai, moderiert von BdKom-Präsidentin Regine Kreitz, erfreute sich regen Besuchs. Viele hundert Teilnehmer aus dem Mitgliederkreis an professionellen Kommunikatoren, interessierten sich für die Debatte über Nutzen und Risiken der Künstlichen Intelligenz in der Kommunikation!

    Das BdKom-Forum findet seit 2012 jährlich statt und setzt den Fokus auf Kommunikationsthemen mit politischer Dimension. Das Forum bietet eine Plattform zur kritischen Analyse und Diskussion aktueller Entwicklungen in der Medienlandschaft. Der BdKom sucht als Verband dabei den Dialog zwischen seinen Mitgliedern und Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verlagen, Journalismus und Wissenschaft, um das Spannungsverhältnis von PR und Journalismus in einer sachlichen Debatte neu zu vermessen. Das diesjährige Forum war als Digitalveranstaltung konzipiert, damit bei dem spannenden Thema KI möglichst viele Mitglieder teilnehmen konnten.

    Eine Botschaft aus der Diskussionsrunde: Klare, praktikable Gesetze können eine Chance für die KI sein. Die Politik muss in jedem Fall Sorge dafür tragen, dass Nutzerinnen und Nutzern bei der Verwendung von KI-Technologien kein Schaden entsteht. Soweit es gelingt, KI mit Hilfe von Gesetzen steuern und regulieren zu können, kann das Sicherheit und Vertrauen schaffen.

  • Dr. Michael Gebert Dienstag, 23. Mai 2023 von Dr. Michael Gebert

    Bekämpfung des Klimawandels

    AI trifft Klimawandel

    Am 22.5. fand der Climate Change Demo Day des Google Startups Accelerator statt. Teilnehmer konnten einen Einblick in einige der faszinierendsten Innovationen gewinnen, die an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, Blockchain und Klimawandel entstehen.

    Beeindruckend waren vier junge Unternehmen, die sich durch ihr Engagement und ihre innovativen Ansätze zur Bekämpfung des Klimawandels auszeichneten. Diese Start-ups nutzen KI und maschinelles Lernen, um einige der größten Herausforderungen unserer Welt anzugehen - von der Reduzierung von Textilabfällen und Gebäudeemissionen bis hin zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Nachhaltigkeit und der Verringerung von Emissionen in der Produktion.

    Die Start-ups zeigten, wie Technologie und Innovation unseren Planeten schützen und gleichzeitig Wachstum und Entwicklung fördern können. Besonders jetzt machen sich viele globale Start-ups die Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz (KI) und dem Maschinellem Lernen zu Nutze, um einige der weltweit dringendsten Probleme anzugehen, einschließlich des Klimawandels. Durch innovative Lösungen und intelligente Anwendung von Technologien versuchen sie, unseren Planeten für die Zukunft zu sichern.

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