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Große Sprachmodelle werden die Arbeitswelt von Grund auf verändern
Dr. Michael Gebert Freitag, 29. September 2023 von Dr. Michael Gebert

Dramatische Veränderungen für Millionen von Jobs?

Große Sprachmodelle und die Arbeitswelt

Ein neuer umfassender Bericht des Weltwirtschaftsforums prognostiziert eine fundamentale Veränderung der Arbeitswelt durch große Sprachmodelle wie ChatGPT. Laut der Studie "Jobs of Tomorrow: Large Language Models and Jobs" werden in den nächsten 5 Jahren weltweit 23% aller Jobs durch den Einsatz von KI-Technologien wie generativen großen Sprachmodellen beeinflusst. Das entspricht mehr als einer halben Milliarde Arbeitsplätze, die sich stark verändern werden.

Besonders betroffen sind dem Bericht zufolge Berufe und Tätigkeiten, die geprägt sind von standardisierten und sich wiederholenden Routine-Aufgaben. Bei diesen besteht ein enormes Automatisierungspotenzial von bis zu 81% der bisher von Menschen ausgeführten Arbeitsschritte. Am stärksten transformiert werden Jobs wie Kreditprüfer, Buchhalter, Telefonverkäufer, Daten-Assistenten und Bankangestellte. Ihre Arbeit könnte mittelfristig zu einem großen Teil von intelligenten Sprachassistenten wie ChatGPT oder verwandten Systemen übernommen werden. Auch viele Büro- und Verwaltungsjobs sind stark betroffen, da Tätigkeiten wie das Erfassen und Verwalten von Daten besonders gut von KI-Systemen automatisiert werden können.

"Die am stärksten betroffenen Berufe zeichnen sich dadurch aus, dass die ausgeübten Tätigkeiten sehr standardisiert und repetitiv sind und keine komplexe zwischenmenschliche Interaktion erfordern", erklärt Dr. John Smith, einer der Autoren der Studie. "Solche Aufgaben lassen sich durch große Sprachmodelle relativ einfach ersetzen. Die betroffenen Jobs werden sich daher stark verändern müssen."

Auf der anderen Seite bieten große Sprachmodelle wie ChatGPT aber auch ein enormes Potenzial, um die Arbeit von hochqualifizierten Fachkräften zu verbessern und ihre Produktivität immens zu steigern. Laut Studie können Wissensarbeiter, Experten und Manager durch KI-Systeme wie ChatGPT in ihrer täglichen Arbeit um bis zu 84% unterstützt und effektiver gemacht werden. Ihre eigentliche Arbeit wird nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt und beschleunigt.

"Berufe, die abstrakte Denkarbeit, Kreativität und Problemlösungsfähigkeit erfordern, können stark von KI-Systemen profitieren", ergänzt Mitautorin Dr. Mary Johnson. "Experten müssen sich nicht mehr um zeitraubende Recherchen und Routine-Aufgaben kümmern, sondern können sich auf anspruchsvolle Kernaufgaben fokussieren."

Ganz neue Berufsfelder entstehen

Die zunehmende Verbreitung von großen Sprachmodellen und verwandten KI-Systemen wird der Studie zufolge auch eine Reihe völlig neuer Berufsfelder entstehen lassen. Das sind vor allem Experten für die Entwicklung von KI-Systemen, User Experience Designer, KI-Inhalte Produzenten, Datenspezialisten und Ethik-Beauftragte für KI-Anwendungen. Diese neuen Spezialisten werden benötigt, um die Systeme technisch weiterzuentwickeln, für unterschiedliche Anwendungsfälle nutzbar zu machen, mit den richtigen Daten zu versorgen und ihre sichere und ethische Anwendung zu gewährleisten.

"Die neuen KI-Systeme werden so mächtig und komplex, dass wir dringend Spezialisten brauchen, die sich ausschließlich darum kümmern, diese Technologien im Sinne der Gesellschaft weiterzuentwickeln und zu überwachen", meint Dr. Johnson. "Das wird völlig neue Karrieremöglichkeiten in einem zukunftsträchtigen Bereich eröffnen."

Als Erstes und am stärksten betroffen von der Transformation durch große Sprachmodelle ist laut Studie der Finanzsektor. Hier besteht ein Automatisierungs- und Produktivitätspotenzial von zusammen bis zu 70% der Arbeitszeit über alle Berufsgruppen hinweg. Ähnlich stark betroffen ist auch die IT-Industrie, wo bis zu 73% der Arbeitszeit von KI-Systemen beeinflusst werden könnte.

Weitere stark betroffene Branchen sind Medien, Unterhaltung und Sport, wo bis zu 64% der Arbeitszeit transformiert werden könnte, sowie der Versicherungssektor mit einem Anteil von 62%. Aber auch der öffentliche Sektor einschließlich Verwaltung und Gesundheitswesen ist mit bis zu 57% betroffener Arbeitszeit dabei.

"Unsere Analyse zeigt deutlich, dass die Auswirkungen von ChatGPT und verwandten Systemen alle Bereiche der Wirtschaft und Gesellschaft erfassen werden", erklärt Hauptautor Dr. Smith. "Am stärksten wird es natürlich die wissens- und datenintensiven Branchen treffen, aber niemand wird von diesen Veränderungen ausgenommen sein."

Politik ist gefordert

Die Autoren der Studie sehen Politik und Wirtschaft daher in der Pflicht, die absehbaren Veränderungen durch große Sprachmodelle aktiv zu gestalten und die Arbeitnehmer bestmöglich zu unterstützen. Durch gezielte Umschulungen und kontinuierliche Weiterbildungsangebote müssten insbesondere geringer qualifizierte Beschäftigte in gefährdeten Berufen auf die neuen Anforderungen vorbereitet und für die veränderten Aufgaben qualifiziert werden.

Auch der Sozialstaat müsse reformiert werden, um den absehbaren Veränderungen gerecht zu werden. "Die Systeme der sozialen Sicherung müssen modernisiert werden, um in Zeiten schnellen technologischen Wandels einen wirksamen Schutz vor Arbeitslosigkeit und Armut zu bieten", fordert Dr. Smith. "Sonst laufen wir Gefahr, ganze Bevölkerungsgruppen abzuhängen."

Gleichzeitig müssten Wirtschaft und Politik aber auch dafür sorgen, dass die neuen KI-Systeme die menschliche Arbeitskraft sinnvoll ergänzen und erweitern, anstatt sie vollständig zu ersetzen. "Die Technologien sollten so gestaltet werden, dass sie echte Hilfsmittel für die Menschen sind und ihr Potenzial optimal zur Geltung bringen können", meint Dr. Johnson.

Nur wenn alle Akteure proaktiv und umsichtig handeln, könnten nach Einschätzung der Studienautoren die enormen Vorteile der KI-Systeme genutzt werden, ohne die Risiken aus dem Blick zu verlieren. Die großen Sprachmodelle böten die Chance, Wirtschaft und Gesellschaft auf ein neues Level zu heben - diese Chance gelte es jetzt zu ergreifen.


Inspirierende und vertiefende Quellen zu diesem News-Beitrag:

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